Tag 170: NHS, CDC, WHO, AGES – unglückliche Kommunikation

Die SARS-CoV-2-Pandemie zeichnet sich auch durch eine unglückliche Rolle der führenden Gesundheitsbehörden in den Staaten und der WHO aus. Ich kann mich an eine Folge von John Campbells Podcast über das Virus erinnern, wo er kein gutes Haar am britischen NHS lässt. Das US-amerikanische CDC ließ vor kurzem neue Test-Richtlinien verlautbaren, die sehr umstritten sind. Die österreichische AGES schreibt in ihrer Corona-FAQ, die u.a. auch auf der Seite der Ärztekammer verlinkt war und an Betriebe verteilt wurde, kein Wort zu Aerosolen und dass Abstände in Innenräumen eben nicht ausreichen, um sich vor der Ansteckung zu schützen. Die WHO weigerte sich monatelang, die Wirksamkeit von Masken anzuerkennen, was ein gefundenes Fressen für Kritiker dieser Maßnahmen war.

Als Laie maße ich mir nicht an, vermeintliche fachliche Defizite zu kritisieren, sondern die oft widersprüchliche Kommunikation, die Verwirrung und zunehmende Skepsis in der Bevölkerung hervorruft und letztlich dazu führt, dass die Maßnahmen nur widerwillig eingehaltet werden und bei der kleinsten Lockerung sofort alle Vorsicht über Bord geworfen wird.

Wie wird informiert?

Ein grundsätzliches Problem in Österreich ist das „Wie“ der Information. Es gibt akeinen Podcast mit führenden Experten wie mit Dr. Christian Drosten, der wie in Deutschland einer breiten Öffentlichkeit bekannt ist. Annähernd vergleichbar ist nur der Podcast mit dem Internisten Richard Greil von den „Salzburger Nachrichten“, wovon allerdings nur fünf Episoden erschienen sind. Schon von rein der Länge können die maximal zwei Minuten langen Videoschnipsel mit dem AGES-Leiter Franz Allerberger niemals so in die Tiefe und Breite gehen wie die genannten Podcasts in den „SN“, von „NDR Info“ und von Dr. John Campbell auf Youtube, der nahezu täglich berichtet und inzwischen zwar eine kratzige Stimme hat, aber sonst ein unermüdliches Arbeitstier ist. Auf Twitter ist leider überhaupt nur ein AGES-Bot aktiv, der Beiträge veröffentlicht, aber es findet keine Interaktion mit Usern statt.

In den Zeitungen wird unterschiedlich berichtet, mal sind namhafte Virologen hinter der Paywall versteckt (wie vor kurzem mit dem österreichischen Virologen Florian Krammer, der den ersten Antikörpertest in den USA entwickelt hat), mal sind sie frei verfügbar. Gefunden habe ich außerdem einen #expertencheck auf Facebook der MedUniWien, u.a. mit Elisabeth Puchhammer-Stöckl, Leiterin des Zentrums für Virologie und Hans-Peter Hutter vom Zentrum für Public Health – auch hier handelt es sich um kurze Videoschnipsel (Link zur MedUni Wien). Sonst hört und sieht man öfters noch den Leiter der Infektionsabteilung am Kaiser-Franz-Josef-Spital, Christoph Wenisch, im Fernsehen oder Radio. Sehenswert war auch das ORF-Interview mit dem Allgemeinmediziner Ramin Nikzad, das leider wegen der nicht zeitgemäßen ORF-Videothek-Richtlinie nach einer Woche gelöscht werden muss.

Was mich an der Berichterstattung mit kurzen Videobotschaften grundsätzlich stört, ist die mangelnde wissenschaftliche Grundlage, auf die sich die Aussagen stützen. „Wir wissen, dass….“ ist eben nicht dasselbe wie die Angabe einer/mehreren Studien, die zu einer bestimmten Aussage führen. Allerberger fiel in den vergangenen Monaten schon mehrfach durch flapsige oder recht lockere Aussagen aus, zu denen es von führenden Wissenschaftlern auch gegenteilige Ansichten gibt, um es milde auszudrücken.

1. Ansteckungsgefahr durch asymptomatische Infizierten

Kürzlich behauptete Allerberger in diesem Videoschnipsel, dass rund 20% aller Infizierten in Österreich nie Symptome entwickeln (asymptomatischer Verlauf). Diese seien kaum ansteckend, wohingegen die größte Ansteckungsgefahr von Menschen im präsymptomatischen Zustand (1-2 Tage vor dem Auftreten erster Symptome) ausginge.

Nachdem die Videobotschaften der AGES auf ihrer Webseite offenbar informativen Charakter aufweisen sollen, halte ich diesen Aspekt des Coronavirus eher für akademisch interessant. Er ist nämlich ohne jede Konsequenz für die Bevölkerung! Wer sich im Alltag infiziert und keine Symptome hat, weiß erst beim ersten Auftreten von Symptomen, dass er vorher präsymptomatisch war und nicht asymptomatisch. Wenn man das vorher wüsste, könnte man etwa sagen, dass er sich nicht isolieren muss, sondern mit Maske und Abstand normal am Alltag teilhaben könnte. Nachdem man das aber erst hinterher weiß, ändert es nichts daran, sich nach Situationen, wo man sich angesteckt haben könnte, vorsichtig zu verhalten und weiterhin die Grundlagen (Abstand, Maske, Hygiene) zu beachten.

Im Video von Dr. Campbell gibt es ein paar interessante Zahlen zu durchwegs symptomfreie Infektionen. In einer Meta-Analysis-Studie wurde festgestellt, dass 16% der Erwachsenen und 28% der Kinder asymptomatisch bleiben. Etwa die Hälfte ist präsymptomatisch. Aber: Menschen mit und ohne Symptome sind gleichermaßen ansteckend (Viruslasten ähnlich). In einer Studie des PNAS steckten sich die meisten Menschen bei prä- oder asymptomatischen Infizierten an.

Asymptomatische Patienten könnten durch ein abnormales Labor identifiziert werden (Screening Strategie!):

  • 63% hatten ein abnormales Lungen-CT (ground glass)
  • 27% verringerte weiße Blutzellenanzahl, bei manchen auch erhöhte Lymphozyten
  • 42% erhöhte Laktathydrogenase (auffällige Veränderungen bei Leber und Nieren)
  • 11,5% erhöhtes C-reaktives Protein

Das heißt also, dass von dem Fünftel aller Infizierten, das laut Allerberger nie Symptome aufweist, rund zwei Drittel dennoch mit Lungenschäden rechnen muss und beinahe die Hälfte mit möglichen Schäden von Leber und Nieren.

Anstoß für das Video von Dr. Campbell war die Herausgabe neuer umstrittener Richtlinien durch den CDC (sinngemäß zitiert):

Wer mehr als als 15 Minuten in engem Kontakt mit einem Infizierten stand und selbst keine Symptome aufweist, muss sich nicht notwendigerweise testen lassen (außer man gehört zur Risikogruppe). Das gleiche gilt für den Aufenthalt in Menschenansammlungen, öffentlich oder privat, mit mehr als zehn Personen ohne Masken und Abstand halten.

Campbell kritisiert die Inkonsistenz bei den Empfehlungen angesichts der Evidenz durch Studien. In der Vergangenheit hieß es noch: Alle engen Kontakten testen unabhängig von Symptomen. Campbell sucht nach einer möglichen Begründung dieser seltsamen Richtlinie: Wer sich ansteckt und sich sofort testen lässt, würde vermutlich ein falsches Sicherheitsgefühl entwickeln, wenn der Test (falsch-) negativ ausfällt und das Virus verbreiten, bis ein zweiter Test (bei Symptomen) dann positiv ausfiele. Ein Beispiel aus Deutschland, wo gleich drei Tests negativ ausfielen, obwohl alle infiziert waren.

Zurück zu Allerbergers Aussage, dass durchwegs symptomfreie Infizierte bei der Virusverbreitung nur eine untergeordnete Rolle spielen: Beim Kreuzfahrtschiff Diamond Princess schätzt man, dass 74% aller Infektionen auf asymptomatischen Weg erfolgten. In einem Flugzeug hat sich ein Passagier infiziert, während asymptomatische Passagiere mitflogen.

2. Tröpfcheninfektion versus Aerosolinfektion

Zu den grundsätzlichen Übertragungswegen hab ich im Übersichtsartikel von Tag 67 schon gebloggt. Der führende Aerosolwissenschaftler Jose-Luis Jimenez stellt überhaupt die Tröpfcheninfektion als dominanten Übertragungsweg infrage (Tag 148). In einem Beitrag am Tag 127 stellte ich schon einmal kritische Fragen an die AGES, bekam aber keine Antwort. Die kritisierte Corona-FAQ wurde dafür einen Tag später offline genommen. Eine der zweifelhaftesten Aussagen in dem Dokument war:

Seite 27: „Das Virus wird von einer erkrankten Person auf eine andere durch Tröpfcheninfektion, Niesen übertragen. Persönlicher Kontakt (länger als 15 Minuten, Abstand unter 1 Meter stellt derzeit den bedeutendsten Übertragungsweg dar. Viele Menschen haben jedoch nur leichte Symptome. Dies gilt insbesondere in den Stadien der Krankheit Es ist möglich sich bei einer erkrankten anzustecken, die beispielsweise nur einen leichten Husten hat und sich nicht krank fühlt.“

Die Aussage hat suggeriert, dass Ansteckung nur über Personen mit Symptomen geschieht und zwingend Niesen (oder Husten) notwendig ist. Im 62-seitigen PDF wurde der Begriff Aerosol kein einziges Mal erwähnt und dass selbst lautes Sprechen oder Singen einer asymptomatischen Person ausreichen, um sich zu infizieren, unabhängig vom Abstand. Im gesamten Text fehlte der Hinweis, dass längere Frischluftzufuhr in geschlossenen Umgebungen die Konzentration an Virenpartikeln in der Luft erheblich verdünnen kann und dass Umluft einer Klimaanlage im Gegensatz zu einer Verbreitung des Virus beiträgt (siehe Tönnies, NRW).

In einer neueren Videobotschaft behauptet Allerberger erneut:

„Die Übertragung von SARS-CoV-2 erfolgt hauptsächlich über Tröpfchen, z. B. beim lauten Sprechen, lautem Singen oder durch Husten oder Niesen.“

Demnach spiele Aerosolinfektion „in Einzelfällen“ eine Rolle, aber dominant sei weiterhin die „klassische Tröpfcheninfektion“.

Das steht in direktem Widerspruch zu Jimenez, der auch in diesem Artikel erneut bekräftigt, dass Aerosole der dominante Übertragungsweg sind, er führt den Glauben, Tröpfchen wären entscheidend, auf den Irrglauben zurück, dass jede Krankheit, die über Aerosole übertragen wird, extrem ansteckend sein müsse.

Given this deeply held disbelief of aerosol transmission, just a few diseases, including measles and chickenpox, have been accepted as being transmitted through aerosols—and only because these are so transmissible that the evidence could not be ignored by the medical community. Some less-contagious respiratory diseases, like influenza, were described as due to droplet and fomite transmission, even when they clearly had an aerosol component. That stance has, over the years, created an unfounded perception in health care that any disease that is transmitted through aerosols has to be extremely contagious. But 110 years later, the nuances and importance of aerosol transmission of respiratory diseases are finally becoming mainstream.

Die exakten Begrifflichkeiten sind hier ganz wesentlich für effektive Maßnahmen. Würde es sich nur um große Tröpfchen handeln, wären 1-2 Meter Abstand ausreichend, wobei auch die die medizinische Definition (für das CDC sind Tröpfchen alles über fünf Mikrometer) irreführend ist, weil laut Aerosolwissenschaftlern auch Tröpfchen bis 50 Mikrometer Größe relativ lange in der Luft schweben können. Sonst gäbe es keinen Pollenflug oder Probleme mit Saharastaub. Würde es bei jedem Kontakt nur um Tröpfchen gehen, hätte man nichts zu befürchten, solange niemand niest oder hustet. Gesichtsvisiere würden ausreichen, denn es ginge ja nur um die Zufallstreffer der Spucke auf Augen, Nasenloch oder in den Mund.

Tatsächlich ist ein umfassendes Lüftungskonzept in geschlossenen Räumen notwendig, um Ansteckungen unabhängig vom Abstand zu vermeiden. Die Containment-Strategie der Behörden hat das seit 31. Juli anerkannt:

Personen die unabhängig von der Entfernung mit hoher Wahrscheinlichkeit einer relevanten Konzentration von Aerosolen ausgesetzt waren (z.B. Feiern, gemeinsames Singen oder Sporttreiben in Innenräumen) … […]

3. Effizienz von Masken zur Bekämpfung der Pandemie

In einem zib-2-Interview von Armin Wolf mit Franz Allerberger, der dort auch unwidersprochen als Maskenskeptiker betitelt wird, trifft dieser die Aussage, dass weder die Lockerung der Maskenpflicht noch die zweimalige Einführung eine Auswirkung auf das Infektionsgeschehen gehabt habe, es konnten weder im Supermarkt noch in öffentlichen Verkehrsmitteln Ansteckungen nachgewiesen werden.

Im Supermarkt haben sich bisher zumindest infizierte Mitarbeiter aufgehalten. Bei den Öffis verschweigt Allerberger aber das Problem, Infektionen tatsächlich nachweisen zu können – schlicht, weil man mit fremden Menschen in einem Raum ist, und sofern nicht beide die App installiert haben, nicht mehr möglich ist, zu eruieren, neben wem man gesessen oder gestanden hat. In beiden Situationen dürfte auch die Chronologie eine wichtige Rolle spielen. Anfangs achteten viele Menschen stärker auf den Abstand, später gab es schon Masken. Wie will man da wissen, wie sich das Virus im Normalzustand verhalten hätte, wenn es seit dem Lockdown keinen Normalzustand mehr gab? Zuletzt bleibt der unerwähnte psychologische Effekt: Gerade für Angehörige der Risikogruppe ist Einkaufen im Supermarkt und Öffi fahren oft alternativlos.

Allerberger war Masken gegenüber von Beginn an skeptisch eingestellt und hat das in Interviews immer wieder betont. Dadurch finden sich seine Zitate auch [leider] auf einschlägigen Verschwörungsseiten wieder, die seine Ansicht als Beleg für die Nutzlosigkeit von Masken heranziehen.

Außerhalb Österreich wird die Maskenpflicht nicht in Frage gestellt, im Gegenteil, wie eine informative Expertendiskussion (Tag 132) beweist. In vielen Ländern geht man sogar noch weiter – zu weit – und neigt zum Aktionismus, indem die Maskenpflicht im Freien kommt (z.b. in Spanien oder Frankreich), selbst beim Radfahren. Sofern man sich nicht in Menschenansammlungen aufhält, ist es ziemlich risikoarm, sich draußen ohne Maske zu bewegen. Die kritischen Bereiche – Haushalt, private Feiern, Arbeitsplatz – erreicht man dadurch auch nicht.

4. Rolle von Kindern beim Infektionsgeschehen

Politiker, die keine Wahlen verlieren wollen, und Eltern, die verständlicherweise besorgt sind, wollen scheinbar aus den Wissenschaftlern regelrecht die Aussage, Kinder spielen keine Rolle im Infektionsgeschehen regelrecht herauspressen.

Allerberger gehört im Umgang mit dem neuen Coronavirus zu jenen Experten, die es nicht als „ganz gefährliches Virus“ sehen wollen. So plädierte er im Beraterstab der Coronavirus-Taskforce des Gesundheitsministers etwa dafür, Schulen und Kindergärten eher nicht zu schließen. Obwohl man seinen Empfehlungen nicht folgte, nahm er in einem Ö1-Interview die Regierung nicht ohne Selbstironie in Schutz: „Sie hält sich an jene Experten, die am überzeugungskräftigsten sind. Ich war es wohl nicht.“

Quelle: https://www.derstandard.at/story/2000119089756/oesterreichs-oberster-virendetektiv

Zuletzt ließ auch Wenisch anklingen, dass man Kindergarten und Volksschulen normal öffnen solle, da kleine Kinder eher eine untergeordnete Rolle im Infektionsgeschehen spielen.

Uni-Professor für Mikrobiologie Michael Wagner erläuterte hingegen auf der Pressekonferenz mit Heinz Faßmann, dass Kinder gleich ansteckend wie Erwachsene seien, dafür gäbe es zahlreiche Belege. Faßmann hingegen möchte einen Regelbetrieb in den Schulen ohne Masken im Unterricht. Im Herbst besteht das Problem von Doppelinfektionen, dass Kinder wegen gewöhnlichen Erkältungen husten und dabei das Coronavirus verbreiten.

Dr. Campbell hat von Beginn an hinterfragt, dass Kinder keine tragende Rolle in der Pandemie spielen. Es sei allgemein bekannt, dass Kinder die Influenza verbreiten, ebenso gewöhnliche Erkältungskrankheiten (Coronaviren), warum dann nicht SARS-CoV-2? In seinem Beitrag vom 06. August ging er darauf näher ein:

In den USA haben die Gesundheitsämter von 49 Staaten in den vergangenen 4 Wochen eine 90%-ige Zunahme bei Kindern beobachtet, das sind 9% aller Fälle. Unter den Kindern, die im Krankenhaus stationär aufgenommen werden mussten, ist der Anteil derer, die später intensivmedizinisch betreut wurden, ähnlich zu Erwachsenen. Zumindest haben 19 Staaten keinen Todesfall gemeldet. Sean O’Leary von der American Academy of Pediatrics Committee on infection disease mahnt dazu, die Fälle bei Kindern ernstzunehmen, das Virus sei nicht komplett harmlos. Die Zunahme bei Kindern werde auf wenigstens drei Gründe zurückgeführt:

  • Zunahme an Tests
  • steigende Mobilität unter Kindern
  • Zunahme an Infektionen in der allgemeinen Bevölkerung

Eine Studie von Heald-Sargent et al. vom 30.07. verglich die Viruslasten in 145 Fällen je nach Altersgruppe bei milden und mäßig starken Erkrankungen:

Kinder unter fünf Jahren hatten 10 bis 100 mal soviel Viruslast verglichen mit älteren Kindern (5-17) und Erwachsenen (18-65). Ältere Kinder waren gleich infektiös wie Erwachsene. Vorschulkinder sind demnach eine größere Quelle für Infektionen, sollten im Fall einer Impfstoffentwicklung frühzeitig geimpft werden. Überraschend sei die Erkenntnis nicht, da SARS-CoV-2 denselben ACE-Receptor über die Nase als Eintrittspforte in den Körper nutzt wie die gewöhnlichen Coronaviren.

Die Annahme, dass Kindergärten und Volksschulen sicherer seien im Hinblick auf Ansteckungsrisiko, ist damit zumindest infrage gestellt – speziell durch die von Wagner angesprochene Gefahr von Doppelinfektionen.