

Absurdistan: Eine Selbstdiagnose ist erlaubt, um keine (oder abschwächende) Symptome festzustellen (rechts), eine Selbstdiagnose ist aber nicht erlaubt, um Symptome festzustellen, damit man einen PCR-Test zuhause machen kann. Das ist einfach nur irre!
Ungeachtet des Umstands, dass die Regierung alles falsch macht und die Pandemie für beendet erklärt hat, ist es weiterhin sinnvoll, sich regelmäßig zu testen. Ab 1. April darf man in Österreich nicht mehr als 5 PCR-Tests im Monat abgeben, also einen Test pro Woche pro Bundesland. Da es keinen Abgleich der persönlichen Daten gibt, kann man sich aber auch in einem anderen Bundesland gleichzeitig anmelden und nochmal 5 PCR-Tests abholen und abgeben. Hier kann man etwa die Adresse der Eltern oder des Dienstgebers angeben. Klingt wie Beschiss? Laut Gesetz ist es mit 3 Jahren Freiheitsstrafe zu bestrafen, wenn man infiziert zur Arbeit geht. Eine “Empfehlung” des Gesundheitsministers kann nicht die StGB außer Kraft setzen. Das trifft auf die vorzeitige Beendigung der Isolation nach fünf Tagen zu, nach der man ohne Freitesten in die Arbeit gehen darf. Ebenso verstößt es gegen alle möglichen Rechte, wenn vulnerable Personen nicht wissen dürfen, ob ihr Umfeld infiziert ist, oder sie selbst infiziert sind, denn sie müssen das rechtzeitig wissen, damit antiviralen Medikamente am besten wirken. Mit 5 PCR-Tests im Monat lässt sich das weder für vulnerable Personen noch ihr Umfeld feststellen. Und auch asymptomatische Infektionen bleiben unter Umständen unentdeckt, wenn die PCR-Tests schon aufgebraucht wurden und Antigentests nicht anspringen. Das kann durchaus schwerwiegende gesundheitliche Folgen nach sich ziehen, wenn eine Infektion übersehen wird und weiter seinen Alltagsaktivitäten nachgegangen wird. Das gilt auch für vermeintlichen Allergieschnupfen.
Also testet bitte ruhig weiter, nutzt jedes Schlupfloch, das mehr Tests bringt. Die Regierung lügt uns seit zwei Jahren an, was das wahre Ausmaß der Pandemie betrifft, unterschlägt die Gefährdung durch LongCOVID und behauptet ohne Skrupel, dass vulnerable Personen nur im Alten- und Pflegeheim leben würden. Schlechtes Gewissen muss man da wahrlich keines haben, wenn man regelmäßig testet, Maske auch dann trägt, wenn nicht vorgeschrieben, und nicht alles ausnutzt, was erlaubt ist – speziell in Innenräumen.
Über LongCOVID wird immer noch zu wenig gesprochen. Die Studien, die auch nach milden Verläufen schwere Organschäden zeigen, finden kaum in den Medien Platz. Dort, wo sie besonders viele Menschen erreichen könnten, in den TV-Nachrichten, schon gar nicht. Aber auch sonst fehlt es an Informationsfluss, wie man LongCOVID vermeiden kann und was man checken sollte, wenn man eine Infektion überstanden hat. Generell zu kurz kommen die langfristigen Auswirkungen für die Wirtschaft und Gesellschaft, wenn 20% aller Infektionen zu Dauerleiden führen.
Charlie McCone: We need answers to these four long COVID questions (30.03.22)
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