Radreparatur nur mit Termin

Beim Radlfürst hab ich tatsächlich auf der Homepage den Hinweis mit Bitte um Terminvereinbarung entdeckt, als ob sich kurzfristig notwendige Reparaturen planen lassen. Ist ja wie beim Arzt. Dann war ich gestern beim Bergspezl Rad, der auch in Salzburg ein Radgeschäft hat und damit wirbt, innerhalb 24 Stunden zu reparieren. Was er aber nicht dazu schreibt: Auch dort braucht man einen Termin, wie ich vor Ort erfuhr. Ich hätte das Rad nicht da lassen können und bis 16. Juni (!) warten müssen, um einen Termin zu bekommen. Den Radsport Wagner, der nicht soweit von mir entfernt ist, schloss ich kategorisch wegen übler Bewertungen aus, vor allem Beanstandungen wegen des unfreundlichen Personals und überteuerter Reparaturkosten. Schließlich gelandet bin ich dann bei a’velo. Bei den Kosten für Kurbel,Kette,Kranz und Bremsen tauschen hab ich zwar auch geschluckt, aber das Material ist auch teuer inklusive Arbeitszeit. Immerhin wurde ich freundlich empfangen und auch gut beraten.

In Summe jedenfalls gar nicht so einfach, in der Radstadt Nr.1 in Österreich eine geeignete Werkstatt zu finden, vom Kauf von Mountainbikes rede ich erst gar nicht. Dafür bieten sich diverse Geschäfte im weiteren Umland (Bergspezl Süd in Puch bei Hallein, Iko und Radwerkstatt nahe Eugendorf, Riap in Bad Reichenhall) an, die aber öffentlich nicht so spontan erreichbar sind.

Anyway, eine notwendige Terminvergabe, um ein Rad reparieren zu lassen, habe ich noch nirgends erlebt, weder in Wien noch in Innsbruck. Salzburg ist anders. Wer von Euch ein paar gute Tipps hat, wo es noch ohne Termin geht und das Preis-Leistungsverhältnis stimmt, möge bitte einen Kommentar hinterlassen – vielen Dank!

Alter Pilgerweg an der Innsbrucker Bundesstraße

Folgende Bilder zeigen jeweils Bildstöcke an der Innsbrucker Bundesstraße, links die Schmerzensmutter (Anfang des 18. Jahrhunderts aufgestellt), rechts der Ungläubige Thomas (1790 aufgestellt). Die Bilder sind neueren Datums, da die Originale verloren gingen. Sie stehen heute inmitten eines Wohngebiets in Maxglan:

bildmarterl

Beide und noch weitere Bildstöcke aus Konglomerat (demselben Gestein, aus dem das Langhaus des Doms und der Mönchsberg bestehen)  stehen an einem alten Pilgerweg von Wals nach Maria Plain, wenngleich die Schmerzensmutter von der Kreuzung Wilhelm-Erben-Straße/Karl-Adrian-Straße verlegt wurde und der Ungläubige Thomas ursprünglich bei der Einfahrt zur Walchermühle stand.

(Quelle: www.marterl.at )

Der Pilgerweg führt bis Elisabeth-Vorstadt, wo die „Geheimnissäulen auf dem Weg nach Maria Plain“ beginnen, ein Pilgerweg mit 15 Bildstöcken, die die 15 Rosenkranzgeheimnisse zeigen. Sie stammen meist aus dem frühen 18. Jahrhundert und führten über Itzling zur Wallfahrtskirche.

Bis auf ein paar verstreute Höfe und Mühlen war der damalige Pilgerweg noch weitgehend unverbaut.

Auf die Fußgänger hat man vergessen

Das Radverkehrsnetz ist großartig (dazu ein anderes Mal), auch die Infrastruktur für den Individualverkehr ist brillant, doch auf die Fußgänger hat man vergessen, auf Barrierefreiheit natürlich auch. Bei Niederflurstraßenbahnen ist der Einstieg für Gehbehinderte, Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen wesentlich leichter als bei einem einseitig zum Gehsteig absenkbaren Bus, wo es ohne Hilfe oder Gnade des Busfahrers sowieso nicht geht. Aber hier möchte ich eine andere Merkwürdigkeit beleuchten: Weiterlesen

Mönchsberg: Ruheoase Salzburgs

Von einem Todesmuseum ist heroben wenig zu spüren, im Frühling ergrünt der Mönchsberg im saftigen Grün. Auf den Almen inmitten der Stadt grasen die Kühe. Hier und da sieht man die Liebespärchen auf den Bänken und in den Wiesen. Es gibt unzählige markierte und unmarkierte Wege, Schleichwege, Abkürzungen und versteckte Weglein zu wundersamen Aussichtsplätzen. Ein Mikrokosmos ist dieser Berg, mehr ein Hügel, der sich mit dem höchsten Punkt bei der Richterhöhe maximal 90 Meter über der Salzach erhebt und aus Konglomerat besteht, Sedimentgestein einst in einem riesigen eiszeitlichen See abgelagert, das heute durch das Salzburger Becken in seinen ursprünglichen Grenzen noch sichtbar ist. Ich mag vor allem die Stimmungen am Abend bei bestem Fotolicht und schönster Fernsicht in die Alpen. Die Touristen verschwinden, die Jogger und Genießer bleiben übrig. Hier und da huschen die Mäuse über den Waldboden. Die Abendkatzen posieren selbstbewusst. Das Leben ist schön.

moen