Schwedischer Weg

Realität versus AGES-Dashboard bei den freien Intensivbetten am Beispiel Oberösterreich, Quelle: Alex Brosch; Peinlich genau wurde deshalb darauf geachtet, dass auf den Intensivstationen stets genügend freie Betten zur Verfügung standen. Solange dies gegeben war, konnten Behörden und Regierung beschwichtigen und Kritik am schwedischen Sonderweg zurückweisen. (FOCUS, 11.10.20)

Chronologie des Schwedischen Weges bzw. der “Great Barrington”-Akteure in Schweden, Österreich und weltweit:

(In meiner Pension sortiere ich das dann und schreib ein Buch, wenn es bei 50°C in kühlen Sommern und Dürre noch Strom und Internet gibt, ah ja, was zu essen wär vmtl. auch net unleiwand)

2022

Todesopfer vom 1.6.22-07.08.22: 547 (Ära Rauch), 2021: 148, 2020: 52 (Vergleichszeitraum), Quelle: Gert Bachmann, Biologe, Uni Wien (8.08.22)

2021

2020

Wie alles begann in Österreich:

Schwedischer Weg seit Beginn der Pandemie, siehe Seuchenkolumne von Robert Zangerle:

12. März 2020: Kurz: Die Menschen sollen Angst vor einer Ansteckung haben, Angst davor, dass die Eltern und Großeltern sterben“, 100 000 Tote, bald wird jeder jemanden kennen, Lebensgefährder/Lebensretter. Kurz nennt Abweichler seiner Meinung Verharmloser (z.b. Sprenger), Allerberger will am 14. März weg von der Botschaft “ganz gefährliches Virus”, unterstützt von Sprenger und Weiss, erst ab 16. März kam Notbeschaffung von Schutzmaterial auf.

9. März 2020: Vulnerable gehören geschützt, Allerberger hält Schließung von Schulen/Kindergärten für problematisch, Ivo Steinmetz: “wichtig Kinder von Großeltern fernhalten”, Schutz älterer Personen wichtiger als Absage von Veranstaltungen mit jungen Menschen. Benka: Telearbeit, Onlinekurse, normale Hygienemaßnahmen. Toth: “Sie alle argumentieren mehr oder weniger für das, was später als schwedischer Weg bekannt wird. Kein radikaler Lockdown, sondern kluges Risiko- und Ressourcenmanagement.”

3. März 2020: “Jedenfalls „müsse man sicherstellen, dass Schäden durch Maßnahmen möglichst gering bleiben“, also „wirtschaftlicher Schaden, Stigmatisierung und soziale Isolation“, hält das Protokoll als Fazit fest.”

“Man trifft sich am 28. Februar zum ersten Mal. Es wird klar, dass fast alle mehr oder weniger unvorbereitet sind. Mehrere Repräsentanten der Wissenschaft vertreten Positionen, die klar nicht auf das von der WHO geforderte CONTAINMENT (Eindämmung) abzielen, sondern eine bloße, selbstgestrickte MITIGATION, also Milderung im Auge haben. „Die Runde ist sich einig, dass ein striktes Containment nur in totalitären Systemen möglich ist‘“.

Österreichs Regierung hat auf die erste Welle nicht vorbildlich reagiert, weil sie fähig waren, sondern, weil sie mussten (Druck der skandinavischen Länder). Die Menschen verhielten sich bereits vorsichtiger aufgrund der Bilder aus der Lombardei. Ohne Ischgl hätte es keinen rechtzeitigen Lockdown gegeben.

Geleaktes Gesprächsprotokoll aus Beraterstab:

* Kurz setzte auf “Gehorsam durch Angst” statt “Aufklärung und Hausverstand”

* Telefonkonferenz am 9. März mit Netanjahu habe ihn wachgerüttelt

4 Treffen der Taskforce zwischen 28.2. und 12.3.

* Warnungen vor Engpässen bei Schutzausrüstung/Tests zu spät aufgegriffen

* Kontrollen und “Cocooning” (Unterbringung in zentralen Einrichtungen) gar nicht/wenig berücksichtigt