Motive für das Pandemieversagen

“The Party told you to reject the evidence of your eyes and ears. It was their final, most essential command.”

(George Orwell, 1984)

Pandemie bedroht Macht der Wirtschaftslobby und deren Nutznießer (Politiker)

Störfaktoren beseitigen:

  • Offene Schulen, damit Eltern arbeiten können
  • Maskenpflicht schränkt Konsum ein
  • 1m Abstand zwischen Personen sorgt für mehr Personen pro Verkaufsfläche als 2m Abstand (2020 und 2021)
  • Tröpfcheninfektion statt Aerosol-Übertragung, dadurch Eigenverantwortung statt Pflicht des Dienstgebers/Behörden, Schutzmaßnahmen zu schaffen

Analyse dazu von der “Marxistisch-Leninistischen-Presse”: “Let them eat plague!” (09.01.23 – Kommentar: Die bisher umfassendste Analyse, die ich bisher dazu gelesen habe. Leider ideologischer Unterbau. Die Rolle Russlands bei der Befeuerung von Anti-Impfkampagnen und Förderung rechter Parteien, die militante Pandemieverharmloser unterstützen, kommt aufgrund der ideologischen Befangenheit nicht vor. Dies sollte man im Hinterkopf behalten.)

Indiz für korrekte Analyse: Beim Weltwirtschaftsforum in Davos (16-20.01.23) gelten strengen Covid19-Maßnahmen, u.a.

  • verpflichtende PCR-Tests vor dem Eintritt, bei später positivem Test wird das Eintrittsarmband deaktiviert
  • zusätzlich verfügbare Schnelltests
  • FFP2-Masken werden zur Verfügung gestellt
  • alle Taxifahrer tragen immer Masken
  • Innenräume werden mehrmals am Tag gereinigt, desinfiziert und ventiliert
  • Moderne Lüftungsgeräte sind dort installiert, wo die Frischluftzufuhr begrenzt ist (HEPA-Luftfilter)
  • UVGI/Far-UVC-Luftdesinfektionsgeräte

Under the principle of the human right to health, everyone has the right to breathe healthy indoor air.” (WHO, 2000)

Blair Williams: Rethinking COVID hegemony (01.02.23)

Ideologie der (White) Health Supremacists

Motive der Rechtsesoterik:

  • Mythos Immunschuld: Infektionen trainieren das Immunsystem (Anthroposophie nach Rudolf Steiner)
  • Gesunde Mehrheit der Bevölkerung soll möglichst wenig eingeschränkt werden, Minderheit der Schwachen soll sich selbst schützen durch “focused protection” (Überlegenheitsdenken einer dominierenden “Rasse”)
  • Herdenimmunität über Durchseuchung: Survival of the fittest (Sozialdarwinismus)
  • Fremdenfeindliche Ressentiments: “Krankheiten werden von außen eingeschleppt”, “Migranten überproportional betroffen”

Health Supremacism und wirtschaftliche Vormachtstellung wurden beide in der “Great Barrington Declaration” (GBD) vereint. GBD-Vertreter wie Tegnell und Allerberger haben wiederholt fremdenfeindliche und rassistische Äußerungen gegenüber Ausländern getätigt und erfolgreich auf “focused protection” gedrängt.

Analysen dazu:

“Die schwedische Gesundheitsbehörde entschied sich dafür, einen großen Teil der Bevölkerung zu infizieren, um eine Herdenimmunität zu erreichen, indem sie auf die grundlegenden wissenschaftlichen Ratschläge der körperlichen Distanzierung und Tragens von Masken verzichtete. Diese Politik war so wenig erfolgreich beim Schutz der Gesundheit der Menschen, dass sie über den Ermessensspielraum hinausging, den das Recht auf Gesundheit zulässt. Ende 2020 war die Sterblichkeitsrate in Schweden zehnmal so hoch wie in den Nachbarländern, viermal so hoch wie in Dänemark und höher als in den meisten europäischen Ländern. Politik in einer Pandemie befindet sich im Spannungsfeld zwischen Recht auf Gesundheit und Recht auf freie Meinung und Versammlungsfreiheit. Die Frage ist, was wiegt gerade mehr. Die Wissenschaft hat versucht Antworten zu geben, Schweden hat nicht zugehört.”

Inkompetenz und Interessenskonflikte

Die naheliegendste Erklärung war im ersten Pandemiejahr Inkompetenz der Entscheidungsträger. Mangelndes Wissenschaftliches Verständnis, inkompente Berater, die nicht über den Tellerrand schauen wollten und falsche Entscheidungsgrundlagen vorlegten. Hinzu kommen zahlreiche Interessenskonflikte des Geldgebers und Karriereförderer.

Im Zusammenhang mit einem Legionellen-Ausbruch in einem Tiroler Dorf im Jahr 2001 gab es ein Lancet-Paper von 2004, verfasst von Daniela Schmid, Günther Wewalka und Franz Allerberger, mit der Forderung nach einer nationalen Ausbruchskontrolle in Österreich. Darin wurde unter anderem festgehalten, dass zwar die lokalen Gesundheitsbehörden von jedem Fall unterrichtet wurden, nicht aber die allgemeine Bevölkerung, der Hausarzt oder das örtliche Krankenhaus. Stattdessen gab es von der Gemeindeverwaltung ein Flugblatt an jeden Haushalt, dass die Wasserversorgung gechlort wurde, um umfangreiche Reparaturarbeiten zu beenden. Die Autoren hielten fest, dass auf lokaler Ebene mit einem Dorf, das stark vom Tourismus abhängig ist, Interessenskonflikte eine “unüberwindbare Hürde für die Einführung geeigneter Ausbruchskontrollen” darstellen könnten.