Impfstoff-Entwicklung

“I view the vaccines as one should an ejection seat in a fighter jet: will probably (though not certainly) save life, but may still result in damage, even if life saved. In other words, a vital last resort, but a last resort nonetheless.”

Dr David Berger, Notfallmediziner in Australien (04.01.23, Twitter)

Impfstoffe – aktueller Stand der ForschungNew York Times Vaccine Tracker

Englisch-Tutorial zu Impfstoffen für SARS-CoV-2 von Florian Krammer (28.09.)

So schützt die Impfung vor dem Virus – Sehr anschaulicher Artikel in der “Zeit” (20.04.21)

Was passiert im Körper nach der Impfung? Eine Reise vom Oberarm zu den Eiweissfabriken und den Riesenmolekülen (22.05.21)

Richtiges Verhalten nach der Impfung – Übersicht beim CDC (Wichtig!)

Hoehl et al., A new group at increased risk of a SARS-CoV-2 infection emerges: The recently vaccinated (08.06.21)

Impfschema

Wirksamkeit bei Virusvarianten

siehe Menüpunkt Virusvarianten und Submenüpunkte

Wirksamkeit bei Verhinderung der Erkrankung und Weitergabe

Darstellung in den Medien (links) und Realität (rechts) – hospitalisierte Geimpfte machen nur einen Bruchteil der Geimpften aus.

Wirksamkeit bei OMICRON (BA.x) gegen schwere Verläufe

Wirksamkeit bei immunschwachen Menschen

Schutz der Impfstoffe vor Weitergabe? (Schleimhaut-Immunität, IgA/IgG)

Impfstoffentwicklung

Bivalente Impfstoffe (gegen Varianten)

Schleimhautimpfstoffe

Archiv

Eigenschaften der Impfstoffe

Exkurs: Imprinting und Original Antigenic Sin (OAS)

Imprinting: Das Immunsystem bildet gegen Antigene (z.B. Virenbestandteile), mit denen es zum ersten Mal in Kontakt kommt, Gedächtniszellen aus und wird auf diese “geprägt”. Das ist evolutionär sinnvoll, weil die Gedächtniszellen bei erneutem Kontakt (Infektion) schnell spezifische Antikörper produzieren können. Die Gedächtniszellen reifen zudem im Verlauf der Zeit in den Keimzentren, z.B. Lymphknoten durch die Affinitätsreifung. Durch die somatische Hypermutation werden ständig neue Gedächtniszellen prduziert und jeweils diejenigen, deren Antikörper das feindliche Antigen am besten neutralisieren, selektiert.

Gefahr: Bei der nächsten Virusinfektion bekämpft das Immunsystem die bekannten Virusbestandteile besser und effektiver, das geht aber zulasten einer effektiven Reaktion gegen neue Mutanten/Virusbestandteile ( = OAS). Für SARS-CoV2 bisher noch nicht nachgewiesen (Chemaitelly et al. 12.10.22).

Quelle: Jan Hartmann, Internist, 25.09.22

Nebenwirkungen und Risiken der Impfstoffe

Grundsatzartikel: Lars Fischer: Präsenz/Absenz von Impfreaktionen sind unabhängig vom Impfschutz (04.05.21)

Fragebogen für Frauen: Menstrual experiences with COVID-19 vaccines

Meldestelle Österreich: BASG.gv.at

Risikoabwägung für junge Frauen (20-29) bei geringer Inzidenz (20 pro 100000):

Communicating the potential benefits and harms of the Astra-Zeneca COVID-19 vaccine,

Exkurs: Wirksamkeit von Impfstoffen (von PhD Nathalie E. Dean)

Die Impfstoffwirksamkeit (VE) misst die relative Verringerung der Infektion/Krankheit im geimpften Zweig gegenüber dem ungeimpften Zweig. Ein perfekter Impfstoff würde das Risiko komplett eliminieren, VE wäre dann 1 oder 100%. Das kann aus dem Risikoverhältnis, der Inzidenzfallrate oder der Risikoquotient (hazard ratio) berechnet werden.

Eine VE von 50% bedeutet grob, dass ein um 50% verringertes Risiko hat, krank zu werden gegenüber einer sonst ähnliche, aber ungeimpften Person. Oder man hat eine 50%-Chance, krank zu werden, wenn man so viel infektiösem Virus ausgesetzt wurde, dass es ausgereicht hätte, eine ungeimpfte Person krank zu machen.

Dazu unterscheidet man noch die Wirksamkeit, eine Infektion zu verhindern (sterilisierende Immunität), die Krankheit zu verhindern und einen schweren Verlauf zu verhindern. Die meisten Phase III-Studien messen zunächst die Wirksamkeit, die Erkrankung zu verhindern und danach Infektion und schwere Verläufe. Die Infektion zu verhindern ist die größte Herausforderung, ebenso ein Impfstoff, der Krankheit und schweren Verlauf verhindert. Doch können wir Impfstoffe haben, wo die Leute immer noch infiziert werden, aber ihre Erkrankung gemildert wird. Die Fähigkeit eines Impfstoffs, die Infektiösität gegenüber anderen zu verringern, ist als indirekter Schutz bekannt und mit Herdenimmunität verwandt. Wenn ich mich nicht infizieren kannst, kann ich Dich nicht infizieren. Haushaltsstudien sind hier sehr nützlich, wo man die Haushaltskontakte von infizierten geimpften und ungeimpften Individuen überwacht, und vergleicht, wie häufig sie sich infizieren.

Letzter Punkt: Wirksamkeit (efficacy) versus Leistung (effectiveness)

Wir möchten den Begriff efficacy für Schätzungen von randomisierten Studien reservieren, wo jeder den Impfstoff absichtlich erhält (korrekte Kühlkette, keine fehlenden Dosen). Wir unterscheiden diese idealisierte Messgröße von praxisorientierter effectiveness.