Tag 688: Teil 2- „Mach Dich nicht verrückt.“

Im ersten Teil hab ich die Beweggründe nachvollzogen, weswegen ich die Pandemiepolitik der Lockerungen und halbherzigen Maßnahmen für einen Fehler halte. Schwerpunkt wird im Teil 2 der Umgang von den Mitmenschen mit Menschen sein, die das Virus ernstnehmen und sich und andere weiterhin nicht anstecken wollen, und dafür seit bald Jahren herben Gegenwind ernten. Ihre Sorgen und Ängste werden heruntergespielt, mit Strohmann-Argumenten („Willst Du uns ewig einsperren?“, „Die Kinder haben schon genug gelitten“) auf eine unsachliche Ebene überführt, auf deren Basis kein Austausch auf Augenhöhe mehr möglich ist. Ich habe es so satt – und mit den neuen Lockerungsverkündigungen wird es immer schwieriger.

Ich bin kein Psychologe oder Soziologe, kann daher nur schildern, wie ich das hier erlebe, und finde womöglich nicht den passenden Begriff dafür. Aber es nagt schon sehr lange in mir.

Menschenleben retten ist immer richtig

Anekdote aus dem Religionsunterricht, 8. Klasse Gymnasium (Bayern): Thema Todesstrafe. Abstimmung dafür oder dagegen in der Klasse. Ergebnis: Zwei, drei waren voll dafür, die Mehrheit unter bestimmten Voraussetzungen, und nur zwei voll dagegen – ich und der Religionslehrer. Genau daran muss ich denken, wenn ich höre, dass Omicron nur ein Schnupfen wäre (was nicht stimmt) und was schon dabei wäre, wenn sich jetzt alle infizieren – weil die körperlich Schwächeren in unserer Gesellschaft dabei schwer erkranken oder versterben können, weil kleine und größere Kinder, die nicht geimpft werden können oder noch nicht geimpft sind, schwer erkranken, selten auch versterben können. Ich müsste das nur einmal sagen, da gibt es keinen Diskussionsspielraum. So wie man nicht ein bisschen Todesstrafe vertreten kann.

All jene, die sich und ihre Kinder weiterhin schützen wollen, tun das Richtige. Leider leben wir nicht in einer Gesellschaft, die ihnen das Gefühl gibt, das Richtige zu tun. Wir müssen stattdessen rechtfertigen, wenn wir eine Geburtstagsfeier absagen, auf einen Vortrag eingeladen zu werden, das Kind nicht in die Schule oder in den Kindergarten schicken, den Urlaub absagen, weil uns die Infektionsgefahr zu hoch ist. Wir ernten Unverständnis dafür, wenn wir an einer wichtigen Versammlung nicht teilnehmen, weil uns die Eintrittsregeln zu lasch sind. Wir äußern Verständnis, wenn etwa Regeln innerhalb der Betriebe verschärft werden und verstehen nicht, wenn sich Gewerkschaften auf die Seite der Ungeimpften schlagen oder auf derer, die die Maske aus Bequemlichkeitsgründen ablehnen. Es brennt an allen Ecken und Enden – wir tragen die FFP2-Maske auch dort, wo sie nicht vorgeschrieben ist und verstehen unsere Mitmenschen nicht, die sie erst übermorgen tragen werden, weil sie erst ab übermorgen vorgeschrieben sind. Das Virus schert sich nicht um Gültigkeitszeitpunkte und verbreitet sich auch im Sitzen, nicht nur im Stehen.

Im Herbst 2020 hat man uns mitleidig „überängstlich“ genannt. „Du und XY sind ja eher auf der vorsichtigeren Seite.“ hieß es, als ob die Mehrheit gelernt hätte, mit einem akzeptablen Risiko zu leben. Die Gründe für die Vorsicht wurden nicht erfragt. Und wenn man etwas gesagt hat, wurde man nicht ernstgenommen: „Der hatte aber sicher Vorerkrankungen?“ – „Jede Studie sagt etwas anderes.“ – „Das sind nur Einzelfälle.“ – „Ich bin gesund.“ –

Oder man hat von der Erfahrung in seiner Umgebung auf den Rest geschlossen. Selbst milder Verlauf, also existieren schwere Verläufe nicht – oder sind so wenig, dass sie keine Rolle spielen. Wer von uns war bis zur OMICRON-Welle bisher Kontaktperson? Wer hatte Infektionen im Verwandten- und Freundeskreis? Wer davon war schwer erkrankt oder hatte LongCOVID? Ich war bisher noch nie Kontaktperson. Ich kenne niemand, der wegen Covid ins Krankenhaus musste. In meiner Verwandtschaft war erst eine Person nachweislich (asymptomatisch) infiziert. Es ist so verdammt heikel, von eigenen Erfahrungen auf die anderen zu schließen. Genau dafür gibt es (eigentlich) objektive Statistiken. Zynisch, dass es keine Statistik zu LongCOVID in Österreich gibt.

Ausland zählt nicht, Inland hat keine Daten

Hab ich andere Länder zitiert, wurde das nicht ernstgenommen. Überhaupt eine generelle Abneigung gegenüber ausländischen Daten, außer sie passten in den Kram. Rosinenpicken nennt sich das. Immer wieder Schweden, wahlweise auch UK und Dänemark, oder die Schweiz. Die Häufigkeit von LongCOVID, die zehn- bis hunderttausenden Toten, das hat man klammheimlich verschwiegen, oder dass Dänemark im Herbst alles aufmachte, ein Viertel der Neuinfektionen Kinder waren, dass die Hospitalisierungsrate wieder stieg, dass Lockerungen wieder rückgängig gemacht werden mussten – das alles ließ man unter den Tisch fallen. Österreich …. eine gewisse Abneigung gegen Englisch, gegen internationale Daten.

Der Punkt ist, wir wussten vor allen Wellen und unvermeidbar gewordenen Lockdowns, was uns bevorsteht. Ischgl war hausgemacht, in der zweiten Welle sahen wir Tschechien, Belgien und weitere Länder Mitteleuropas raketenartig steigen, aber bei uns war die Pandemie vorbei. In der dritten Welle kam ALPHA aus UK, wir sahen die Zahlen in Irland und Portugal, und reagierten nicht. Wegen dem Maulkorb für Spitalsangehörige und dem signifikanten Untertesten in den Bundesländern abseits von Wien ist das Ausmaß von Triage-Situationen offiziell kaum bekannt. Die LongCOVID-Dunkelziffer dürfte in untertesteten Bundesländern hoch sein. In UK ist das längst Realität – dort stiegen die Zahlen in der ersten Welle so schnell, dass viele LongCOVID-Betroffene keinen Test bekamen. Vierte Welle, DELTA-Welle, hat sich alles abgezeichnet, aber die Pandemie war ja schon wieder vorbei. Fünfte Welle, OMICRON, Prinzip Hopium – Spitäler kommen nicht an die Grenzen, also lassen wir’s laufen. Es ist nicht so, dass es gar keine Berichterstattung aus dem Ausland gegeben hat. Gelegentlich hat man die letzten Monate auch Neuseeland, China oder Australien erwähnt – aber ausschließlich mit herablassendem Unterton. Sie werden NoCovid aufgeben müssen, oder hätten es vor, hieß es. Lange Zeit war das unzutreffend. Es wurde eine regelrechte Kampagne gegen NoCovid losgetreten: „Monatelange Lockdowns.“ – „Ewig einsperren.“ – „Kinder einsperren“ – „Extrem harter Lockdown“ – „jeder wird sich infizieren, Lockdowns verschieben es nur.“ – Die Kampagne lief schon, als die Impfquoten noch niedrig waren – weit entfernt von der erhofften, aber wissenschaftlich unbegründeten Herdenimmunität, auf die sich jetzt immer noch alle verlassen.

Im direkten Gespräch werden einem dieselben Schlagworte entgegengeschleudert, die eine sachliche Diskussion im Ansatz unmöglich machen. „Willst Du uns monatelang einsperren?“ – „Die Kinder haben schon genug gelitten, und jetzt macht man sie auch noch zum Sündenbock als Treiber.“ – „Ungeimpften Intensivbett verweigern.“ – „Es kommen bald Medikamente!“ – „Wir sind keine Insel.“ – „Österreich ist ein Binnenland.“ – „Wir müssen mit dem Virus leben.“ – „Krankenhausbetten aufstocken und mehr Personal ausbilden.“ – was so klingt, als ob den Verkehrsinfarkt damit lösen könnte, mehr Straßen zu bauen. Nein, ich will Euch nicht monatelang einsperren! Der erste Lockdown dauerte sechs Wochen bis zum spürbaren Erfolg, er brachte uns auf ZERO COVID. Wir hätten im Sommer das Contact Tracing und Testkapazitäten flächendeckend massiv ausbauen sollen, wir hätten Schulen und Arbeitsplätze generalüberholen und sicherer gestalten können, wir hätten uns auf erneutes Distance Learning mit gratis Tablets/Laptops vorbereiten können. Man hätte ernsthaft in FFP2-Masken-Produktion investieren können, und die bestehenden Regeln einfach konsequent durchgezogen, statt Schlupflöcher wie den Wintertourismus zu lassen.

Fehlende Konsequenz ist der Hauptvorwurf, den ich mache. Fehlende Konsequenz bei Kontrollen und Strafen, aber auch mangelnder Wille in wissenschaftsbasierte Aufklärung zu investieren. „Wir sind keine Insel“ – ist kein gutes Gegenargument. Bei Gurtpflicht und Rauchverbot schaffen wirs inzwischen auch. Ich hab mir W I R K L I C H Gedanken gemacht, welche erfolgreiche Strategien aus LowCovid-Staaten in Österreich anwendbar sind, welche kann man eins zu eins übernehmen, welche muss man anpassen. Ich hab das in eine Tabelle gepackt: Lockdowns kommen darin nicht vor. Dass Kinder als letzte Gruppe von einschneidenden Maßnahmen betroffen sein sollen, darin waren sich alle einig. Es herrschte aber kein Verständnis darüber, dass man nicht gleichzeitig das Erwachsenenleben möglichst wenig einschränken und die Schulen gleichzeitig offen lassen kann. Beides geht nicht. Wintertourismus und offene Schulen geht nicht. Offene Gastronomie und offene Schulen beißt sich. Die kritische Infrastruktur in den Krisenmodus schicken, während gleichzeitig Charterflugzeuge aus UK und Skandinavien landen – das geht nicht.

Schlaue Köpfe haben sich hingegen schon länger überlegt, wie man eine Niedriginzidenzstrategie umsetzen kann (Czypionka et al. 2022, Oliu-Barton et al. 2021). Epidemiologe Steadson, dessen Herdenimmunitätsthread ich ins Deutsche übersetzte, schlägt für Europa vor:

Von den fallenden Inzidenzen im Sommer profitieren und das Virus zerquetschen, und sobald wir uns dem Herbst nähern, die Grüne-Zone-Regionen (Null oder wenige COVID-Fälle) von den roten Zonen (hohe Inzidenz) abzäunen, und dann fortschreitend die Grüne-Zone-Regionen erweitern.“

Sobald man aber Ideen, Vorschläge oder knallharte wissenschaftliche Grundlagen vorzeigt, kommen die nächsten Totschlagargumente: „das trägt die Bevölkerung nicht mehr mit“, „wir sind alle pandemüde“, „es muss erst richtig schlimm kommen, vorher begreifen die Leute das nicht“, „glaubst wirklich, dass das bei uns funktionieren kann?“ Inzwischen kommen auch ein paar „Argumente“, die von der Regierung aus Unwissenheit oder Absicht ins Spiel gebracht wurden: „Omicron ist so ansteckend, jeder wird sich infizieren.“ – „Omicron ist mild.“ – „Jeder kriegt einen Schnupfen, und dann ist es vorbei.“ – „Alle Länder sind gleich betroffen. Da wirds bei uns nicht anders sein.“ Dagegen zu argumentieren ist schwer, wenn es auf die immergleichen Schlagworte hinausläuft. Man gelangt nie auf die Sachebene, sondern bleibt in der Emotion stecken. Empörung statt Zuhören. Zuhören geht sowieso nicht mehr. Auf das hingeworfene Blümchen fällt sofort die Axt.

Das gipfelt dann mit ad hominem-Attacken:

„Mach Dich nicht verrückt.“

Da muss man keine Panik verbreiten.“

„Du übertreibst.“

Bei diesen Phrasen fällt es mir immer schwerer, nicht selbst emotional zu werden. Ich mach mich nicht verrückt, sondern informiere mich gründlich. Die „laissez-faire“-Haltung ist bestens bekannt. Sie wird seit zwei Jahren in den Medien, im Parlament, von Scheinexperten rauf- und runtergebetet. Die „eh nur eine Grippe“-Fraktion hat die Meinungshoheit. NoCovid-Menschen, die sich gegen Durchseuchung wehren und argumentieren, werden kleingeredet oder – schlimmer – mit den Leerdenkern gleichgesetzt. Radikale Aktivisten mit ein bisschen Kapitalismuskritik. So ungefähr. Ich verbreite keine Panik, sondern bin in der Lage, Daten, Fakten und Statistiken zu lesen. Ich bin lieber auf der vorsichtigen Seite, so wie ein Meteorologe bei einer Freiluftveranstaltung vor dem Unwetter warnt und ein verantwortungsvoller Veranstalter das Konzert vorzeitig abbricht und die Gäste in Sicherheit bringen lässt. Wenn das Unwetter dann vorbeizieht, dann war es trotzdem besser, auf der vorsichtigen Seite zu sein als nichts zu tun, und bei einem Volltreffer neben Sachschaden und Todesopfer womöglich noch Klagen von Betroffenen zu riskieren.

Eine Psychologin betrachtet Menschen, die vorsichtiges Verhalten aggressiv als „übertrieben“ kritisieren, als „abgewehrte eigene Angst“. Maßnahmen erinnern sie dauernd daran, dass immer noch Pandemie herrscht, sie können mit der anhaltenden Bedrohung durch das Virus nicht umgehen. Daher wird die reale Gefährdung geleugnet. Wenn die Politik dieses Gefühl dann bestätigt, indem Lockerungen verkündet werden, werden die Politiker als Heilsbringer gefeiert.

Das, was mich wirklich verrückt macht, ist das Gefühl, dass wie in schlechten Katastrophenfilmen auf die mahnenden Wissenschaftler nicht gehört wird, und man aus rein wirtschaftlichen Motiven die Katastrophe lieber eintreten lässt – wie es die Satire „Don’t look up!“ eindrucksvoll schauspielerisch gezeigt hat. Nun bin ich kein Virologe, kann aber als Meteorologe das Gefühl der Ohnmacht und Frustration vieler PandemieexpertInnen teilen, weil es bei der Klimakrise genauso abläuft und weiter ablaufen wird, selbst wenn die Pandemie nicht mehr in den Hauptnachrichten vorkommen.

Ich bin weiterhin felsenfest davon überzeugt, und lasse mich auch durch Rückmeldungen wie „Du verwendest zu viel Energie, um in NoCOVID zu investieren, weil der Zug schon längst abgefahren ist.“ nicht abhalten, dass wir einen Strategiewechsel brauchen. Insel oder nicht, Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern hat hier einen wichtigen Punkt gemacht:

Either you set this goal [elimination] and you don’t achieve it, but in the process, you certainly are reducing the number of lives lost. The alternative is to set a lesser goal and then still misfire.“

Österreich setzt seit Ende des ersten Lockdowns halbherzige Ziele und verfehlt selbst die. In den letzten Monaten hatte man wiederholt den Eindruck, es würde gar kein Ziel geben. „Impfwillige und Infizierte ergeben zusammen Herdenimmunität“ hat man seit dem Jänner 2021 heruntergebetet. OMICRON zeigt eindrucksvoll, dass dieses Ziel gescheitert ist – und den maximalen Schaden gebracht hat. Jetzt gibt es zwar keine Lockdowns, aber wegen Infektionen, Krankenständen und Quarantänen dennoch geschlossene Betriebe – nur gibt es für diesen Ausfall keine Entschädigung.

Selbst wenn wir vom jetzigen Ausgangspunkt, dass das Virus quasi überall ist, anfangen, COVID is Airborne zu berücksichtigen, und die häufig vorgeschlagenen Maßnahmen umsetzen, ganz zu Beginn Tests und Masken, reduzieren wir die Zahlen und das Infektionsrisiko, schaffen wieder Vertrauen in unser eigenes Tun und erhöhen das Vertrauen derer, die sich nicht infizieren wollen, ungeimpfte Kinder, Immunschwache, alte Menschen.

Es ist nicht normal!

Am meisten fertig macht mich aber das Gefühl, in einer Parallelwelt zu leben. Da gibt es meine kleine Welt von Twitter, mit den hunderten Wissenschaftlern und Gleichgesinnten, die nahezu täglich über wissenschaftliche Erkenntnisse diskutieren und schreiben, die sich konstruktiv einbringen, auch als von LongCovid Betroffene oder vom schweren Verlauf Gefährdete. Wir sehen meist lange vor den Medien, wenn sich eine neue Variante am Horizont abzeichnet, was ihre Eigenschaften sind, was ihr Gefahrenpotential. Wir kennen die Studienlage zu LongCOVID, zur Aerosol-Übertragung, zur Wirksamkeit von Masken, zur Betroffenheit von Kindern. Wir sind einfach gut informiert. Zu gut. Und dann wird die Normalität vorgetäuscht – sei es der Präsenzunterricht, die Schularbeiten, der geplante Skiurlaub, die Geburtstagsfeier, das gemeinsame Bier im Gasthaus, die Dienstreise, die unbedingt stattfinden muss, egal wie hoch die Zahlen gerade sind. Der Alpenverein verschickt weiter seine Newsletter mit Veranstaltungshinweisen – dabei gilt in der Regel keine (PCR-) Testpflicht. Mit OMICRON zu wenig, ein Veranstalter eines Kongress schickt eine Einladung zum Vortrag halten, inmitten der DELTA-Welle. Ich bin meist erst einmal sprachlos und weiß einfach nicht mehr, wie ich darauf reagieren soll. Es ist, wie wenn ein Waldbrand sich beinahe bis an die Hütte herangefressen hat und der Hüttenwirt fragt, wer Lust auf einen Grillabend hat. „Schau aus dem Fenster, heast!“

Das tägliche Sterben, die verschobenen Behandlungen von Schwerkranken, das Leben von Menschen mit Vorerkrankungen, das scheint alles plötzlich nichts mehr Wert zu sein. Niemand spricht darüber. Tut man es doch, wird schnell das Thema gewechselt. Es ist wie mit einer Spinnenphobie – manchmal hilft nur direkte Konfrontation. Doch Normalität wird erzwungen, wo keine Normalität herrschen kann. Das ist schwer auszuhalten, das macht die Psyche fertiger als die eigentliche Gefahr durch das Virus, die dank der eigenen Recherche kontrollierbar erscheint – außer man hat Kinder und kann der Gefahr nicht mehr ausweichen, wie es vielen, extrem vorsichtigen Menschen in der OMICRON-Welle nun geht.

Um den langen Sermon mal auf den Punkt zu bringen: „Lasst uns miteinander reden“ setzt schon einmal voraus, dass man eine gemeinsame ethische Basis hat.

„Ich möchte, dass so viele Menschen wie möglich diese Pandemie überleben“, das ist meine rote Linie. Über die geht es nicht drüber. Das „wie möglich“ hängt vom politischen Willen ab, und der politische Wille, das sind in einer Demokratie …. wir.

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