Tag 302: Verdammt dazu, Fehler zu wiederholen

„Es ist das erklärte Ziel der österreichischen Bundesregierung, dass dieser Lockdown bei dem Termin endet, den wir angekündigt haben.“

Gesundheitsminister Anschober, Pressekonferenz, 08. Jänner 2021

Es wird Zeit, den Fakten ins Auge zu schauen: Wir haben keinen Lockdown. Das Leben hat sich weitgehend normalisiert wie vor dem zweiten Lockdown, mit Ausnahme von Freizeit- und Kulturbetrieben, Geschäften und Lokalen. Die Schulen sind zwar offiziell geschlossen, inoffiziell findet aber Betreuung statt, zum Teil in Form von Unterricht. Skigebiete mit Gondelaufstiegshilfen sind offen. Wer vor die Tür geht, wird kaum Auswirkungen der Ausgangsregeln sehen, denn man darf nicht raus, außer man möchte. In den öffentlichen Verkehrsmitteln ist viel Betrieb, vor allem werktags sind zu den Rush Hours die Sitzplätze meist besetzt. Das heißt, die Empfehlung zum Homeoffice sehen viele Arbeitgeber nicht verpflichtend. Das war im März und April noch anders. Als Teil der kritischen Infrastruktur bin ich auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen und hab daher seit Beginn der Pandemie ein gutes Bild über die Nutzungsfrequenz zu den Randzeiten.

Sonst verhalten sich erfreulicherweise mehr Leute vernünftig als vorher. Ältere Bekannte, die COVID lange Zeit verharmlost haben, ärgern sich nun über jene, die die offenen Skigebiete tatsächlich ausnutzen, obwohl sie selbst begeisterte Skifahrer sind. Dann setzt man halt mal eine Saison aus, kein Drama. Das große Problem ist die Unglaubwürdigkeit in der Gewichtung der Maßnahmen. Lockdown mit offenen Skigebieten ist kein Lockdown. Gleichzeitig erleben wir eine absurde Abschiebung der Verantwortung der Bevölkerung. Im Dezember wurden das Skifahren unter anderem von Wintertourismusministerin Köstinger heftig beworben. Jetzt tun Teile der Bevölkerung genau das, was die Liftbetreiber und für „berufliche Zwecke“ geöffneten Hotels erhofft haben. Im Frühjahr waren es die Parks und Donauinsel, im Sommer der Donaukanal und Badestrand, im Winter die Menschenmengen auf den Rodelpisten und vor den Gondeln, für die Boulevardpresse das gefundene Fressen. Bei den Maßnahmen generell setzt die Regierung auf stupides Befolgen, nichts anderes tun die Menschen, die jetzt Ski fahren gehen, so stupide das optisch aussieht und so sehr man kurzzeitig das Ansteckungsrisiko erhöht, aber sie tun nur das, was erlaubt ist. Das passt manchen jetzt auch wieder nicht. Statt die Liftbetreiber und die Gemeinden zur Verantwortung zu ziehen, wird der Bock zum Gärtner gemacht.

In Summe geht es sich auf Dauer nicht aus, wenn man der Bevölkerung privat und in ihrer Freizeit ständig Vorschriften macht und sie dann anpatzt, wenn sie das tun, was erlaubt ist. Gleichzeitig herrscht weiterhin ein lascher Infektionschutz in der Arbeit, keine Verpflichtung zum Homeoffice und der Schutz der Schulen steht immer noch in den Sternen. Obwohl ich mich die meiste Zeit sehr diszipliniert verhalte und Masken auch dann trug, als sie noch nicht verpflichtend waren, und obwohl ich keine prekäre Jobsituation habe, fühle ich mich bisweilen wie ein moderner Sklavenarbeiter. Du sollst keinen Spaß haben, sondern hackeln. Das frustriert insbesondere dann, wenn jene, die sich undiszipliniert verhalten, im wesentlichen dazu beitragen, dass die zweite Welle nun schon ewig dauert und so schnell kein Ende finden wird.

Warum wir verdammt sind, denselben Fehler zu wiederholen

  1. Der Lockdown wird wieder nicht genutzt.

Die Kommunikation der Regierung tut aber so, als ob wir uns derzeit in einem harten Lockdown befänden, aus dem man sich freitesten müsste und überhaupt: Kann man sich aus einer Pandemie freitesten?

Das rasche Handeln in der ersten Welle hat uns in die Lage von Lockerungen für das Spätfrühjahr und den Sommer versetzt. Und das war auch in Ordnung, weil wir ja nicht eineinhalb Jahre Lockdown haben können, bis einmal sozusagen alles pariert ist.

Vizekanzler Kogler am 06. Jänner 2021 im ORF

In erfolgreichen Ländern wie Australien, Neuseeland oder Vietnam herrscht kein ewiger Lockdown, sondern es gab harte Lockdowns, die die Neuinfektionen auf nahezu Null brachten, wodurch das Contact Tracing natürlich leicht funktionieren konnte. In etlichen ostasiatischen Ländern hat sich das Leben weitgehend normalisiert, ohne so hohe Todeszahlen wie bei uns, ohne die immense Zahl an chronisch Kranker nach durchgemachter Infektion, und mit viel geringeren wirtschaftlichen Schäden als bei uns. Der Sinn eines Lockdowns ist nicht, wie Kogler hier insinuiert, sonst nichts zu tun und die Pandemie auszusitzen, sondern das Contact Tracing massiv auszubauen, um Neuinfektionen nachzuverfolgen und Infektionsketten unterbrechen zu können, ebenso wie sich effiziente Grenzkontrollen zu überlegen, und auf die Einhaltung der Quarantäne bei Einreisenden zu achten. Die Zeit hätte man ebenso nützen können, um sich Ausweichquartiere für schulische Zwecke zu überlegen und jedes Unterrichtsgebäude mit genügend CO2-Messgeräten auszustatten, um zu wissen, wie oft gelüftet werden muss. Ebenso hätte man FFP2-Masken an vulnerable Gruppen (nicht nur in Alten- und Pflegeheimen) verteilen müssen. Und so vieles mehr, was ich schon hundert Mal durchgekaut habe.

Und deshalb ist ja jetzt die Strategie: mittels Lockdown deutlich runter mit dem Infektionsgeschehen, um dann durch gezieltere Testungen wieder etwas lockern zu können.

Kogler, ORF

Nein. Wir sind nicht im Lockdown, um uns später freitesten zu können, sondern wir sind im Lockdown, um das Contact Tracing so auszubauen, dass wir Infektionsketten durchbrechen können. Problem:

2. Das Contact Tracing basiert auf veralteten wissenschaftlichen Annahmen

Pressekonferenz Anschober mit Allerberger, 04.01.21

Derzeit ist jede Pressekonferenz ein Sinnbild für ein falsches Verständnis der Übertragungsmechanismen von SARS-CoV2. AGES-Public-Health-Chef Allerberger kann zwar den Namen des derzeitigen WHO-Chefs (Tedros) nicht aussprechen, hält sich sonst aber eng an die WHO, was den ihr vorgeschlagenen Mindestabstand von einem Meter betrifft und Tröpfcheninfektion als vermeintlichen Hauptübertragungsweg. Das Virus auszurotten, wie Tedros anmahnte, da wollte Allerberger dann aber doch nicht mitgehen.

Das obige Bild steht stellvertretend für den antiwissenschaftlichen Kurs der Regierung in der Pandemiebewältigung. Der AGES-Chef-Infektiologe Allerberger und Gesundheitsminister Anschober stehen vor Plexiglasscheiben, weil laut Allerberger/AGES das Virus vorwiegend über Tröpfchen übertragen würde. Die Übertragung über winzige Aerosole wird dabei ignoriert, die natürlich um die Scheibe herum beliebig im Raum schweben können. Noch absurder ist aber, wie beide Herren zum Antritt mit Maske hereinkommen. Dann setzt Anschober die Maske ab, während er redet, und Allerberger behält sie auf, solange er schweigt. Logisch ist es umgekehrt: Der, der spricht, sollte eine Maske tragen, um die Aerosol- und Tröpfchenproduktion zu verringern, während die schweigende Person zum Fremdschutz eher noch verzichten könnte. Läge der schweigenden Person der Eigenschutz am Herzen, sollte sie keine Stoffmaske tragen wie Allerberger, sondern eine FFP2/FFP3-Maske, die Eigen- und Fremdschutz beinhaltet.

Allerberger postuliert, dass Übertragung nur über Tröpfcheninfektion stattfinden würde – im engen Kontakt mit unter einem Meter Abstand für mindestens fünfzehn Minuten, während führende Aerosolwissenschaftler der Ansicht sind, dass Aerosole eine signifikante Rolle bei der Übertragung von SARS-CoV2 spielen. Zuo et al. (25.11.20) haben in ihrem Paper zusammengefasst, wie sich infektiöse Aerosole in der Lunge ablagern können.

Schematische Skizze von Milton (2020) zur Infektion mit Tröpfchen (ballistic drops) und Aerosolen (lungengängige Aerosole < 2.5-5μm, thoraxgängige Aerosole 10-15μm und einatembare Aerosole < 100μm)

Das steht in Einklang mit Milton (2020), der in der recht anschaulichen Skizze darstellt, dass große Tröpfchen zufällig die Schleimhäute von Augen, Mund und Nase treffen müssen, während sich größere Aerosole in den oberen Atemwegen, mittelgroße Aerosole bis in die Bronchien und winzige Aerosole bis in die Lungen ablagern können. Das Tragen von Masken verringert Tröpfchen völlig und erzeugt höchstens winzige Aerosole, verringert aber auch dabei die ausgestoßene Viruslast.

Ob ein oder zwei Metern Abstand ist weniger entscheidend wie die restlichen Umgebungsfaktoren wie Anzahl der Menschen in einem Raum, Maskenträger, Lautstärke, Lüftung, Klimaanlage, etc.

Behördliche Vorgangsweise bei Kontaktpersonen: Contact Tracing (Stand: 04.11.20)

Im derzeitigen Contact Tracing gilt man nur als Kontaktperson 1, wenn zwei Meter Abstand unterschritten wurden. Ansteckungsereignisse in Aufzügen oder in Sanitäreinrichtungen können so nicht gefunden werden. Eine Person hustet, niest oder atmet heftig, verlässt den Raum, kurz darauf betritt eine empfängliche Person den Raum und atmet die infektiöse Aerosolwolke ein. Öffentliche Toiletten stellen dadurch ein erhöhtes Risiko dar. Das macht Tagesausflüge derzeit auch so unangenehm, wenn man gezwungen ist, öffentliche Toiletten zu benutzen. Dabei sollte man zumindest eine FFP2-Maske tragen und sich gründlich die Hände desinfizieren. Wie penibel auf die zwei Meter Abstand geachtet wird, sieht man am Beispiel Passagier in der gleichen Sitzreihe. Gerade bei langen Zugfahrten und je nach Frischluftzufuhr und Luftzug ist es unverständlich, weshalb der Gangnachbar als Kontaktperson I gilt und der Fensternachbar als II. Auch hier: Mit dicht sitzenden Masken schaut es schon anders aus.

Das dritte Problem ist, dass Kinder unter 10 Jahren weiterhin nicht als Überträger erkannt werden. Das steht im Widerspruch zu zahlreichen internationalen Studien ebenso wie zur neuesten Gurgelstudie von Willeit et al. (06.01.21). Die Autoren fanden keine Unterschiede zwischen Altersgruppen, Schüler und Lehrern, Volksschule oder Sekundärstufe.

Das führt direkt zu ….

3. Wer die Schulen öffnet, wird Infektionen ernten

Text: Twitteraccount von Virologe Drosten, Grafiken: https://www.ons.gov.uk/

Vergleich der Prävalenzen nach Altersgruppen vor und nach den Weihnachtsfeiertagen in England. Nach den Feiertagen sank die Prävalenz bei den Kindern und stieg bei den Erwachsenen.

Es erscheint also ratsam die Schulen geschlossen zu halten, solange unsere Infektionszahlen noch zu hoch sind. Wer aber die natürliche Durchseuchung der Bevölkerung zum Erreichen der Herdenimmunität im Sinn hat,

„Wenn ein Virus wirklich weit verbreitet ist, […] geh ich davon aus, dass auch das natürliche Virus einen Booster-Effekt bringen könnte.“

Franz Allerberger, Pressekonferenz mit Anschober (04.01.21), zur Impfung

der wird die Schulen lieber schnellstens wieder aufmachen wollen. Das will Bildungsminister Faßmann, der sonst mit Frau „Labor-Tsunami“ Apfalter auftritt und heute in der Pressekonferenz mit Allerberger zu sehen war, jetzt über Antigen-Selbsttests für zuhause erreichen. Das hörte sich im ersten Moment nach einer guten Idee an. Selbsttests mit Abstrich in der vorderen Nasenhöhle („so leicht wie Nasenbohren“). Der Hersteller des Antigentests (LEPU Antigen-Schnelltest) befindet sich allerdings noch nicht auf der Validierungsliste des Paul-Ehrlich-Institituts (Stand 17.12.20), der Hersteller gibt eine Sensitivität von 92% an. Ob man damit besonders asymptomatische Infizierte aber gut erkennt, bleibt fraglich. Ein zweites Problem ist die geplante Häufigkeit der Testung, einmal die Woche ist zu wenig, wenn der Antigentest maximal 24 Stunden Gültigkeit hat. Ein drittes Problem ist, dass laut Hersteller nur medizinisches Personal den Test durchführen dürfte. Grundsätzlich ein Schritt in die richtige Richtung und man kann nur hoffen, dass die Testfrequenz noch ausgeweitet wird, besser wären 2-3x die Woche, dann könnte man die mitunter schlechtere Sensivität als angegeben kompensieren.

4. Falsches Ziel ist definiert und einbetoniert worden.

Die Ausgangsregeln basieren auf folgender Grundlage:

Zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 und zur Verhinderung eines Zusammenbruchs der medizinischen Versorgung sind das Verlassen des eigenen privaten Wohnbereichs und der Aufenthalt außerhalb des eigenen privaten Wohnbereichs nur zu folgenden Zwecken zulässig

Quelle: https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2020_II_598/BGBLA_2020_II_598.html

Solange die Verbreitung von COVID-19, also die Reduktion der Inzidenz als Ziel bleibt, kann man aufatmen. Gefährlich wird es aber, wenn nur der Zusammenbruch der medizinischen Versorgung herangezogen wird. Diesen Fehler hat man bei der zweiten Welle begangen.

Auswirkung der Mutation B.1.1.7

Und hier kommen jetzt mehrere illogische Handlungen zusammen. Wie kann die Bundesregierung am 24. Jänner als Lockdown-Ende festhalten, wenn es in Wahrheit entscheidend ist, ab wann die Inzidenz unter 50, besser noch unter 25 fällt, weil erst dann Contact Tracing wieder stattfinden kann? Statt dauernd fiktive Daten zu definieren, die sich entweder nicht halten lassen oder zu kurzen Lockerungen und erneuten Schließungen führen, sollte man eine Zielinzidenz definieren, ab der mit Lockerungen gerechnet werden kann. Das gibt nicht nur mehr Planungssicherheit für Wirtschaftstreibende, sondern auch animiert auch die Bevölkerung zur Mitarbeit. Sie sind nämlich Teil der Lösung. Beim Festlegen eines Datums glauben offenbar immer noch genug, die Zahlen würden von selbst sinken.

Richtig, die Mutation hat das Virus nicht tödlicher gemacht, aber deutlich ansteckender. Anhand der obigen Grafik kann man sich ausmalen, dass der nahezu senkrechte Anstieg der Infektionszahlen in Irland und Großbritannien vom Gesundheitssystem nicht bewältigbar sein wird. Es wird zur Überlastung kommen, zur Triage und zu vielen tausenden zusätzlichen Toten. Seit mindestens Anfang Dezember ist die Mutation auch bei uns angekommen. Es gibt wie schon bei der Ankunft von SARS-CoV2 in Europa letztes Jahr und nach den explodierenden Infektionszahlen in Belgien und Tschechien im Herbst 2020 keinen Grund zu glauben, dass wir von der Mutation auf wundersame Weise verschont bleiben.

Statt über Lockerungen sollten wir über weitere Verschärfungen diskutieren, die endlich dort greifen, wo bisher sehr wenig geregelt wurde: Arbeitsplatz und Schulen, z.B. Verpflichtung von Homeoffice, verpflichtende FFP2-Masken am Arbeitsplatz und in Schulen, mehrmals Antigentests oder gepoolte Gurgel-PCR-Tests pro Woche pro Klasse. Genauso könnte man gepoolte PCR-Tests in den Betrieben bzw. Abteilungen verlangen. FFP2 sollte auch Pflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, in der Bahn und in der zivilen Luftfahrt sein. Es gäbe da wohl noch ein paar Möglichkeiten nachzuschärfen ohne totale Ausgangssperren zu verhängen, die nach den vielen dilettantischen Verordnungen kaum befolgt und noch schlechter kontrolliert würden.

Das richtige Ziel lautet: ZERO COVID-Strategie (bitte unterschreiben: Petition von Daniela Litzlbauer)

Und dann kommt der kritischste Zeitpunkt, nämlich dann, wenn ….

„Impfen, impfen, impfen“, denn sind erst einmal die vulnerablen Gruppen geschützt, wird sich die Lage insgesamt entspannen. „

AGES-Epidemiologin Schmid, DerStandard, 09.01.21

Dann geschieht das, wovor zahlreiche Experten warnen: Die älteren sind geimpft, es wird gelockert und die Infektionszahlen steigen dann vor allem in der mittelalten und jüngeren Bevölkerung deutlich an. Für Kinder gibt es ja nach wie vor keine Impfung. Die Intensivstationen sind dann voller 30-50jähriger, die um ihr Leben ringen. Wenn die Zahlen niedrig bleiben würden, hätten sie eine gute Überlebensschance, aber wehe, wenn die Mutation sich auch bei uns durchsetzt und die Kapazitäten überlastet werden. Dann sterben auch wieder jene Menschen, die sonst eine Überlebensschance gehabt hätten. Von den Kollateralschäden ganz zu schweigen, die ebenfalls zunehmen würden, weil sich die jüngere und mobilere Generation bei Lockerungen wieder mehr bewegen würde. Das sind grauenhafte Aussichten: Ich habe inzwischen rund 80 Berichte zu Langzeitfolgen (Postcovid, LongCovid) gesammelt – niemand möchte dieses Virus kriegen! Keine junge, kerngesundenen Erwachsenen, keine Marathonläufer, keine begeisterten Berggeher wie ich. Aber auch keine Kinder!

Was sollen wir also tun? Aus meiner Laiensicht folgendes …

  • Mit den beschriebenen Nachschärfungen die Fallzahlen solange drücken, bis sie wirklich niedrig sind statt den Lockdown ab einem fixen Datum beenden!
  • Mehr sequenzieren, um festzustellen, wie verbreitet die Mutation schon ist
  • In Regionen mit hohen Inzidenzen bevorzugt vulnerable Gruppen impfen, solange noch nicht genug Impfstoff für alle da ist.
  • Regionale Lockerungen erst dann, wenn die Inzidenz einen bestimmten Wert unterschreitet. Disziplin muss sich lohnen!
  • Die Impfstoffverteilung großflächig ausrollen
  • Antigentests und gepoolte PCR in Schulen und am Arbeitsplatz
  • Antigentests als „Eintritts-Tests“ höchstens anlassbezogen, also am gleichen Tag bzw. vor Ort vor Betreten einer Veranstaltung/Räume, aber unter Beibehaltung der Maskenpflicht indoor

Mit Glück retten wir uns so in die beginnende wärmere Jahreszeit, dann können Gast- und Schanigärten öffnen, was sie auch jetzt schon tun könnten, etwa Berghütten und Ausflugsgasthöfe. Die Indoor Gastronomie bleibt noch bis Jahresende problematisch, bis die Durchimpfungsrate hoch genug ist, bzw. erst dann realistisch wird, wenn man grüne Zonen definieren könnte (Null Fälle) und mit Antigentests das Infektionsrisiko nahezu auf Null drücken kann (nur als Vorschlag).

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