Tag 442: Österreich macht alles auf.

Erklärung von John-Burn-Murdoch, Financial Times

Ich komme mir langsam vor wie ein Teilnehmer in einem großen Satireprojekt. Groundhog day. Hier laufen ja mehrere Dinge gleichzeitig ab und es ist durchaus Absicht, die Menschen laufend im Empörungs- und Ungewissheitszustand zu halten. Solange die Erregtheit hoch ist, hat man keine Zeit zu durchschauen, was im Hintergrund eigentlich abläuft. Da wäre zum einen die Pandemie, die immer noch nicht vorbei ist. Ich hab die Pressekonferenz heute gehört, ich hab die Reaktionen darauf gesehen. Viele freuen sich auf einen ruhigen Sommer. Dann hab ich auf die bisherigen Impfstatistiken geschaut: Knapp 40% sind teilimmunisiert, aber erst 15% vollimmunisiert. Unter 16 Jahren ist mit ein paar off-label-Ausnahmen noch niemand geimpft.

Die Indische Variante bedroht den ruhigen (Früh-) Sommer

In UK steigen durch den Eintrag der Indischen (Sub-)Variante B.1.167.2 nicht nur die Infektionszahlen stark, sondern auch die Hospitalisierungsraten. Die Todeszahlen sind insgesamt niedriger, weil die Älteren bereits großteils geimpft sind, aber wie wir wissen, ist das Virus auch für jüngere Menschen gefährlich, und wer ins Krankenhaus muss, hat in 70-80% der Fälle mit einer langwierigen Rehabiliation zu rechnen. Und von den milden Verläufen jeder Zehnte bis jeder Fünfte mit Long COVID. Im 21. Jahrhundert könnte man so viel gesellschaftliche und politische Solidarität erwarten, diese Fälle zu vermeiden, es zumindest zu versuchen.

Wenn in UK also trotz an die 60% Teilimpfungsrate und über 35% Durchimpfungsrate die Fallzahlen steil nach oben gehen, ist Feuer unterm Dach. Es ist bekannt, dass die derzeitigen Impfstoffe gegen die Indische Variante etwas schwächer wirken als gegen den Wildtyp oder B.1.1.7. Nach einer Biontech-Impfdosis beträgt die Wirksamkeit nurmehr 33,5% (verglichen mit 51,1% gegen B.1.1.7). Nach der zweiten Impfdosis war der Schutz deutlich besser (88% vs. 93%). Bei Astra Zeneca sind es 60% vs. 66% (Bernal et al.) nach der 2. Dosis. Oder mit anderen Worten: Es braucht unbedingt die zweite Impfdosis, um den Impf- und Infektionsschutz zu erhöhen!

Uruguay als Warnung

Heute wurde ich freundlich, aber bestimmt darauf hingewiesen, dass eines der Vorzeigeländer, auf die ich immer wieder als Alternative zum Schwedisch-Österreichischen Weg hinwies, inzwischen zu den Ländern mit explodierenden Infektions- und Todeszahlen zählt. Heißt das jetzt, dass sie zum Scheitern verdammt waren, dass unser Weg nicht schlechter war, dass es jeden irgendwann erwischen muss? Nein, das heißt eigentlich nur, dass man sein Gehirn einschalten sollte und davon profitieren kann, dass man im 21. Jahrhundert dank Satellitenempfang und Internet weltweite Nachrichten schauen und aus Fehlern lernen kann.

Manchmal reicht sogar der Blick in ein konservatives Medium wie den „Focus online“, der hier klug die Ursachen für die starken Anstiege nach vermeintlich erfolgreicher Impfung aufschlüsselt:

  1. Uruguay hatte erst knapp 30% teilgeimpft.
  2. Der chinesische Impfstoff Sinovac hat eine schlechtere Wirksamkeit als die mRNA-Impfstoffe, mit nur etwas über 50% von allen bisher zugelassenen Impfstoffen der Schlechteste.
  3. Uruguay grenzt an zwei Länder mit außer Kontrolle geratener Pandemie: Argentinien und Brasilien.
  4. Sorglosigkeit aufgrund der Impfkampagne: Falsches Sicherheitsgefühl und riskanteres Verhalten.
  5. Andere Statistik: Knapp 40% der Wirtschaft in Uruguay läuft „informell“ ab, mit prekären Teilzeitarbeitskräften ohne jede staatliche Absicherung. Man könnte vermuten, dass sich das Infektionsgeschehen dort besonders gut ausbreiten kann.

Ja, das erinnert schon ein wenig an Österreich, nicht wahr? Ich hab am Tag 418 bereits ein paar Problemzonen aufgezählt. Österreich hat etwas mehr als Uruguay teilgeimpft, aber deutlich weniger als UK. Wir haben glücklicherweise viel effektiven mRNA verimpft. Bei Astra Zeneca warten aber noch viele auf die zweite Impfdosis und mit dem Strecken der Teilimpfintervalle von drei bzw. vier Wochen auf sechs Wochen laufen jetzt eben viele, viele Menschen mit Teilimpfung herum, die gegenüber der Indischen Variante (aber auch den anderen Varianten) vulnerabler sind.

Österreich grenzt an Länder mit ähnlich schlechten Durchimpfungsraten (bis auf Ungarn, dort sind schon 35% vollimmunisiert), die ebenfalls gerade weitreichende Lockerungen vollziehen. Die für viele unerwartet stark fallenden Infektionszahlen in den letzten Wochen sorgen für das allgemeine Gefühl, dass die Pandemie jetzt geschlagen wäre. So kommunizieren auch viele Politiker und Journalisten (nicht zuletzt im FALTER). Soll man sagen: Präventionsparadoxon? Im Osten wirkte der Ost-Lockdown und in Wien speziell das gratis PCR-Gurgeln. Auch im Westen ging die Mobilität zurück, vielleicht wirkten die Appelle wegen Überlastung der Intensivstationen und die vermehrten Long COVID-Berichte. Meine These auch, dass zunehmend Menschen geimpft wurden, die als Knotenpunkte in den sozialen Netzwerken dienen, sei es Pflege- und Gesundheitspersonal, aber auch die viel gescholtenen Bürgermeister. Menschen mit vielen Sozialkontakten eben. Dann wollten sich viele vor ihrem Termin nicht mehr infizieren und waren deswegen zurückhaltender. Das Wetter… nun ja, wenig frühlingshaft bisher, die Tage sind schon länger, ohne Wind ist es angenehm warm – wird schon das Freizeit- und Lüftungsverhalten beeinflussen, Aprilwetter hin oder her. Eine Menge positiver Effekte, aber …

Lockerungen ohne Logik und Vernunft

Österreich hat ja bereits weitreichend gelockert und zwar seit dem 19. Mai 2021 (Öffnungsverordnung). Neben dem Präsenzunterricht für Schüler ist auch die Indoor-Gastronomie offen. Bei einer 2G-Voraussetzung wäre ich weitaus beruhigter, aber geimpft und genesen reichen nicht aus. Nein, der Österreicher muss immer alles sofort haben. ALLES! Und es darf nicht sein, dass Geimpfte und Genesene, die eine weitaus geringere Gefahr darstellen für ihre Mitmenschen, als Ungeimpfte, irgendwelche IMPFPRIVILEGIEN wie Gasthausbesuch besitzen. Da würde man ja KLAGEN riskieren. Wirtshäuser müssen immer überall für jeden verfügbar sein. Bei stark steigenden Impfzahlen, aber wuascht. Daher 3G, getestet eben auch, und damit könnte man auch leben, wenn es einfach NUR PCR-getestete Menschlein wären, die man IN DAS GASTHAUS HINEINLÄSST. Diese Gratis-Tests gibt es aber nur in Wien, und damit steht Wien gegen alle anderen Bundesländer, wo man sich das Staberl in die Nase schieben muss.

Antigentests – wir wissen es schon lange genug – erkennen hohe Infektiösität, aber überwiegend nach Beginn der Symptome und nicht vorher! Hochansteckende, aber noch symptomfreie Infizierte mit Britischer oder Indischer Variante rutschen also durch etwa jeden Dritten Antigentest. In Österreichs Volks- und Sonderschulen wird zum Screening der LEPU-Antigentest verwendet, vor dem die amerikanische FDA wegen sehr hoher Wahrscheinlichkeit für falsche Ergebnisse warnt. In Mittelschulen, AHS-Unterstufe und Poly soll der Flowflex zum Einsatz kommen, für den aber anscheinend keine Daten über angeblich höhere Sensitivität existieren. Was Antigentests aber nur schwerlich erkennen, sind symptomfreie Infizierte und symptomfreie Teilgeimpfte Infizierte, die Überträger sein können. Damit besteht die Gefahr, dass Träger der Indischen Variante durchrutschen!

Mit dem 10. Juni und 1. Juli sind weitere Öffnungsschritte geplant. Es ist absehbar, dass die Durchimpfungsrate bis dahin keine Herdenimmunität erreichen wird. Gänzlich ungeimpft bleiben die Kinder unter 12 Jahren. Viele Jugendliche über 12 Jahre werden bis 1. Juli höchstens teilgeimpft sein – immer unter der Voraussetzung, es kommt nicht wieder zu Lieferschwierigkeiten bei den Impfstoffen. Der Schmafu der neuen geplanten Lockerungen ist hier verdichtet. Die Regierungspolitiker werden nicht müde zu betonen, dass man bei Verschlechterung der Zahlen „natürlich“ wieder verschärfen müsste, aber seit dem denkwürdigen Treffen von Experten mit Kanzler Kurz Mitte Jänner 2021, als man für wenige Wochen eine NoCovid-Strategie mit Inzidenz von 50 anpeilte, hat man die Torpfosten stetig nach oben verschoben, zum Schluss landete man bei einem Schwellenwert von 400 für Ausreisetests.

Kinder sind nichts wert

Ein besonderes Schmankerl ist diese Begründung:

„Bei Kindern wird die Testpflicht von derzeit zehn auf zwölf Jahre angehoben. Begründet wird das damit, dass Kinder erst ab zwölf geimpft werden dürfen und man Eltern mit Kindern zwischen zehn und zwölf ersparen will, dass sie ihre Kinder alle zwei Tage testen müssen.“

Ja, warum auch Kinder testen, wenn sie sich doch einfach infizieren sollen??? Mückstein betonte bei der Pressekonferenz, dass bei ihm als Arzt die Gesundheit oberste Priorität haben würde. Kinder kann er damit kaum gemeint haben.

Der Babyelefant kommt zurück! Der Abstand wird von zwei Meter auf ein Meter reduziert. B.1.1.7. und B.1.167.2 sind zwar deutlich infektiöser als der Wildtyp, und das wurde im Jänner als Begründung herangezogen, FFP2-Masken statt MNS vorzuschreiben und den Abstand von einen Meter auf zwei Meter zu verdoppeln. Aber jetzt hat sich das Virus auf wundersame Weise verkleinert – wahrscheinlich hat es schon so viel Schiss vor dem Basti-Phantasti! Tatsächlich wird das Virus wie alle anderen Atemwegsinfekte via Aerosole über die Luft übertragen, und damit hätten die FFP2-Masken schon beim Wildtyp ein paar tausend Tote verhindern können, etwa im Gesundheitswesen, wo nur MNS in vielen Bereichen verpflichtend war.

Ab 10. Juni soll der Abstand in Gastronomie und Fitness-Studios also verkleinert werden – gerade diese Orte sind laut Chang et al. (2020) Spitzenreiter im Infektionsgeschehen. Bei Kunst und Sport wird die volle Auslastung der Sitzplätze Indoor und Outdoor möglich sein.

Mückstein voller Vorfreude: „Ab 1. Juli werden wir unser normales Leben zurückbekommen.“ Kinder? Welche Kinder? Nach ihm sprach Labormediziner Wagner, der vom erfolgreichen österreichischen Weg in Abgrenzung zum verlängerten Lockdown in Deutschland sprach. Triage? Welche Triage? War da nicht sowas wie ein Ostlockdown?

Wagner später überheblich: „Die Impfung ist risikolos.“ Und sorry, auch als überzeugter Impfbefürworter kann man das nicht so stehen lassen. Mit der stark fallenden Inzidenz wird nämlich das Risiko einer Sinusvenenthrombose bei jungen Frauen nach Astra Zeneca-Impfung höher als durch die Covid-Infektion. Dazu kommen andere, zwar seltene Nebenwirkungen, die aber bei Millionen Geimpften eben doch eine nennenswerte Zahl ergeben. Sie sind aber eben nur weitaus seltener als die Spätfolgen einer Covid-Infektion! Und Frauen werden ignoriert bei Impfreaktionen. Mögliche Veränderungen im Menstruationszyklus nach Impfungen wurden beobachtet – dazu gibt es hier einen Fragebogen (auf Englisch). In Summe geht es um eine Risikoabwägung – und die spricht in fast allen Fällen klar pro Impfung. Und wenn Frauen den mRNA-Impfstoff bekommen, dann nochmals mehr. Ich finde diese unehrliche Kommunikation daher kontraproduktiv und verantwortungslos. So beseitigt man keine Zweifel, im Gegenteil.

Zurück zu den Kindern …

Ö24-Journalistin Isabelle Daniel:

„Es sagen auch viele Junge, das ist teilweise Ihre Generation und auch jüngere sagen: Naja, wir haben jetzt eineinhalb Jahre alles mitgemacht. Wir haben wirklich geschaut, dass wir die Älteren schützen, und wenn es um uns geht, heißt es, naja, die können sich halt anstecken. Ist das fair?

Bundeskanzler Kurz:

Nein, das sehe ich überhaupt nicht so. Weil unser Zugang ist ja nicht, die können sich halt anstecken, sondern unser Zugang ist einfach, ein Stück weit mehr wieder zurück zur Freiheit, zur Eigenverantwortung, und zu einem Umgang mit der Krankheit wie mit anderen Erkrankungen auch. Solange Corona die Gefahr mit sich bringt, dass die Intensivstationen übergehen, solang Corona die Gefahr mit sich bringt, dass das Gesundheitssystem überlastet werden kann, solange müssen wir als Staat, als Regierung auch Maßnahmen setzen, damit es nicht dazu kommt. Aber wenn die Situation unter Kontrolle ist, und das war immer unser Zugang, dann müssen wir den Menschen auch wieder die Freiheit zurückgeben.

Und jeder junge Mensch, ich bin ja selber 34. Ich bin noch nicht geimpft. Ich kann ja für mich selbst entscheiden, ob ich sofort alles nutze, was offen hat. Ich muss ja nicht ab dem ersten Tag ins Wirtshaus, ins Fitness-Center, ins Kino oder sonstwohin gehen. Außer ich möchte das. Und insofern teile ich die These nicht, die Jungen, die sind jetzt egal, wenn sie sich anstecken. Ganz im Gegenteil, jeder bekommt ein Impfangebot in Österreich. Ich stehe dazu, dass wir hier nach Alter vorgegangen sind. Jüngere Menschen wie ich bekommen später, aber da geht es um einige Wochen, und nicht um mehr, und jeder hat natürlich die Möglichkeit, individuell auch noch vorsichtiger zu sein, ich sag aber dazu, dass die Situation in Österreich eine ausgezeichnete ist. Wir haben eine 7-Tages-Inzidenz unter 50, und das, obwohl wir bei den Testweltmeistern sind, d.h., wir haben eine geringe Dunkelziffer, wir finden die Masse der Infektionen, und haben trotzdem die Situation, dass wir in dem Drittel der europäischen Mitgliedstaaten sind mit den niedrigsten Ansteckungszahlen. Also, die Situation ist gut, es gibt noch einige Wochen, wo man behutsam sein muss, es ist noch nicht vorbei, aber die Situation ist eine sehr, sehr Gute.

Ich fasse zusammen: Nachdem Kinder und Jugendliche leider leider nicht schwer genug erkranken, um die Spitäler zum Bersten zu bringen, kann man auf sie keine Rücksicht nehmen. Die Freiheit all derer, für die die Kinder und Jugendlichen zurückstecken mussten, ist dann wichtiger. Und das ist doppelt bitter, denn wenn sich die Erwachsenen stärker zurückgenommen hätten (niedrige Hintergrundinzidenz!) und gleichzeitig Schutzmaßnahmen gefordert, hätte man Schulen- und Freizeiteinrichtungen (Outdoorsport!) früher bzw. länger öffnen können. So lernt man, was Solidarität bedeutet: Ein Lercherlschas.

Wir lernen weiter, dass Kinder unter 12 Jahren nicht sofort ins Wirtshaus, ins Fitness-Center, ins Kino oder sonstwohin gehen müssen. Nein, sie gehen ja weiter in die Schule, wo sie kaum sensitive Antigentests und in den Volksschulen keine FFP2-Masken schützen werden, wenn sie im Unterricht zusammensitzen, also zusammen mit den nicht voll durchgeimpften LehrerInnen ein wunderbarer Nichtschutz zum fröhlichen Clusterbilden. Dazu kommen die nichtsnutzigen Lolli-Antigentests in den Kindergärten. Kinder unter 12 werden vom Testen ausgenommen, weil sie nicht impfbar sind. Bis das Impfangebot für sie existiert, haben sie sich ja vielleicht infiziert und man spart sich ein paar tausend Impfstoffe.

Es geht ja nur um einige Wochen, also zwar bis weit in die nächsten Lockerungen hinein, aber warum vorsichtig sein, wenn die Situation eine sehr sehr Gute ist? Wie schnell sich das ändern kann, sahen wir letztes Jahr. Es ist beinahe eine Kopie. Uns schützt lediglich das gratis-PCR-Testangebot in Wien und ein paar schwindlige Antigentests. Oder anders gesagt. Eine infizierte Person in einer Kindergartengruppe reicht, dass man einen Cluster produziert. Dadurch werden die Eltern infiziert (oder umgekehrt), und ungeimpfte Arbeitskollegen. Und weil die ganze Kommunikation der Regierung auf „Pandemie ist vorbei“ steht, wird das Verhalten in der Bevölkerung sorgloser. Und so kann man eben auch britische Verhältnisse herbeilockern.

Und warum diese Eile?

Dazu jetzt nur die Kurzfassung (muha): Sebastian Kurz – der Penatenkanzler & seine türkise Familie

Oder anders ausgedrückt: Während die Pandemie so nebenher mitläuft, orbanisiert Kanzler Kurz den Staat, fährt Angriffe auf die Korruptionsstaatsanwaltschaft am laufenden Band und produziert Skandale, die die Grünen an die Wand fahren: Hier geborene Kinder am Holocaust-Gedenktag (und auch davor und danach laufend) abschieben, die Teilnahme an der Mauthausen-Befreiungsfeier verweigern, eine „Islamkartei“ veröffentlichen, die nur unter den Machthabern im Dritten Reich übertroffen wurden („Judenkartei“) und Muslime unter Generalverdacht stellt.

Pandemie und autoritäre Attacken lenken also von den diversen Anklagen und Aufdeckungen gegen die „türkise Familie“ ab – daher müssen die Lockerungen jetzt beschleunigt werden, weil sich die Schlinge immer enger um den Hals zieht – Ibizia-UA sei Dank. Im Ausland wurde auch schon eifrig berichtet und seit dem unsolidarischen Verhalten bei der Impfstoffverteilung in der EU hat er sich da auch ein paar Feinde gemacht (was aber naturgemäß kaum einer im Inland mitbekommt, und wenn, dann wurscht ist).

Kurz muss natürlich auch seine Geschichte zu Ende erzählen, die er letztes Jahr mit der „im Sommer Rückkehr zur Normalität“ begonnen hat. Da darf man die Virusvarianten nicht zu eng sehen und ein paar hundert schwerkranke Kinder, Jugendliche und Erwachsene, von den einzelne vielleicht auch sterben werden, sind eben „Mut zum Restrisiko“, wie es Allerberger so schön ausdrückte.

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