Tag 560: Die Jungen sind der Gamechanger

Generationenfrage?

Junge engagierte Menschen wie der Schüler Mati Randow können den Strategiewechsel ermöglichen – das kann man jetzt nicht nur auf die Pandemie beziehen, sondern generell auf die Menschheit, in welcher Gesellschaft, in welchem Klima, mit welcher Lebensqualität und Gesundheitsanspruch wir künftig leben wollen. Die Jungen könnten die sein, die mit mehr Weitsicht und Augenmaß jetzt und später ihr Kreuz am Wahlzettel setzen. Sie sind bereits die, die mit Fridays4Future auf den Klimanotstand aufmerksam gemacht haben, und haben dabei inzwischen auch tatkräftige Unterstützung aus der Wirtschaft, die anerkennt, dass die Kosten der Klimakrise viel größer sind als die Maßnahmen zum Klimaschutz.

Jetzt, wo man den letzten Baustein der GreatBarringtonDeclaration umsetzt, nämlich …

  • nach dem “Schützen der Risikogruppen” im Jahr 2020 (was nicht funktioniert hat, Alten- und Pflegeheime waren besonders betroffen),
  • dem “Impfen der Älteren und Vulnerablen” (In Österreich sind die Impfraten in der älteren Bevölkerung viel niedriger als etwa in UK, und unter den 40% Ungeimpften befinden sich noch viele, viele Menschen mit Risikofaktoren).
  • und dem Versprechen der “Rückkehr zur Normalität“, nämlich Beschränkungen weitgehend aufheben, sobald alle Impfwilligen ihr Angebot wahrgenommen haben, womit die Pandemie zum “individuellen medizinischen Problem” werden würde (O-Ton Oswald Wagner und Kanzler Kurz),
  • folgt nun der Schlussteil: Die Durchseuchung der Kinder fortsetzen und im Winter vollenden. Denn – so die Meinung der Regierung – die jungen Menschen wären weniger gefährdet und die Spitäler würden durch ihre Durchinfizierung nicht überlastet werden. Nachdem aber die Überlastung der Spitäler bzw. sogar “harte Triage verhindern” als Hauptziel definiert wurde, kann man in ihren Augen eine Menge Infektionszahlen zulassen, bis man handelt.

Roland Achatz, Pressesprecher der AGES, auf die Frage, inwiefern mehr Covid19-Tests nützen würden, am 14. März 2020 (!):

“Nichts. Wir konnten bisher jeden Fall zum Ursprung nachverfolgen http://ages.at/wissen-aktuell/publikationen/epidemiologische-parameter-des-covid19-ausbruchs-oesterreich-2020/…. Die Zeit des Containments, der Auslöschung des Virus ist vorbei; jetzt geht es um Mitigation, also die Linderung der Auswirkungen & den Schutz der 20 % der vulnerablen Bevölkerung.” (Tweet, abgerufen am 23.09.21)

Die Durchseuchung der jungen Menschen stand nie zur Diskussion

In Österreich haben erschreckend viele Entscheidungsträger, aber auch Journalisten diese Ansicht – ein Auszug:

Infektiologe Franz Allerberger, ehemaliger Public-Hell-Chef der AGES, am 25. Oktober 2020 in “Frühstück [kam hoch] bei mir”, Ö3 (Transkript)

“Die WHO sagt, dass bis zu 10% der Bevölkerung bereits SARS gehabt haben könnten, sagt die WHO. 10% ist auch noch zu wenig, heißt ja auch, dass 90% der Österreicher noch empfänglich wären, also wir müssens ernst nehmen, aber des würd sich dann nach diesem Winter, werden wir erst sehen, ob man noch a zweite Saison noch durch müssen, und ob sich das Problem dann natürlich geregelt hat.

Kanzler Kurz, 17. Jänner 2021, Pressekonferenz:

„Ab dem Zeitpunkt, wo die über 65jährigen geimpft sind, also die vulnerable Gruppe geimpft ist, eine Überlastung der Spitäler wesentlich weniger leicht eintritt, und die Situation für uns alle wesentlich einfacher wird, die Ansteckungszahlen deutlich höher sein können, ohne dass das zu einer Katastrophe führt.“

01. März 2021, Pressekonferenz:

“dass, wenn ältere Menschen und Risikogruppen geimpft sind, die ganze Pandemie mehr und mehr zu einem medizinischen Problem, abernicht mehr zu einem Gesamtproblem der Bevölkerung wird“

25. April 2021, Puls24:

„Dass die Infektionen steigen, wenn wir öffnen, das wird absolut stattfinden“, so der Kanzler. Aber es werde sich vor allem um Infektionen bei Kindern handeln.“

21. Mai 2021, Medientermin:

„Sobald wir jedem, der das möchte, eine Impfung angeboten haben, hat der Staat seine Aufgabe erfüllt. Dann heißt es wieder zurück zur Normalität, zur Freiheit, zu einem normalen Leben.“

10. Juli 2021, Kleine Zeitung:

„Bin dafür, dass wir die Öffnungsschritte fortsetzen. Bin dagegen, dass wir überreagieren wenn Ansteckungszahlen steigen, weil das wird der Fall sein. Sondern wir müssen dabei bleiben wo wir immer drauf geschaut haben, nämlich wie schauts in den Spitälern aus, da darf es zu keiner Überforderung kommen.“

Wie ihr seht, läuft die Abwicklung der Pandemie wie ein Uhrwerk. Neue Varianten, neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur Übertragung, aber auch genauso zum Schutz und Prävention, werden ignoriert. Die Kanzlerpartei zieht ihr Drehbuch eiskalt durch.

Die Grünen können sich da nicht aus der Verantwortung stehlen:

Sigrid Maurer, 02.02.21, ORF-Report:

“Wie bewältigen wir die Gesundheitskrise, wie stellen wir sicher, dass die Intensivbettenkapazitäten nicht überlastet sind? Aber wir haben auch eine gesellschaftliche Verantwortung und in Abwägung dieser beiden Interessen haben wir uns entschlossen, sehr vorsichtige Öffnungsschritte zu setzen, [….]”

Vizekanzler Werner Kogler, 06.01.2021, Ö3, 19 Uhr Nachrichten:

„Es war absolut notwendig, die Maßnahmen zu verschärfen, damit die intensivmedizinischen Kapazitäten nicht gesprengt werden. Jede und jeder, der ein Intensivbett braucht, soll dann auch noch eines bekommen, ganz egal, von welcher Krankheit das herrührt.“

Der ehemalige Gesundheitsminister Rudolf Anschober am 22. März 2021, zib2:

„Heute haben wir einmal den Grundkonsens geschaffen, dass unser Hauptblickpunkt und unser Entscheidungskriterium die Situation auf den Intensivstationen ist.“

Neuer Gesundheitsminister und Allgemeinarzt Wolfgang Mückstein, 20. April 2021, zib2:

„Lockdowns gehören dann gemacht, wenn Intensivbetten voll sind und wenn Leute
sterben. Das glaube ich auch immer noch. Da habe ich meine Meinung nicht
geändert.“

Aus der Summe dieser Aussagen, die von vielen Scheinberatern der Regierung geteilt werden, ob Epidemiologin Schmid, Epidemiologe Gartlehner, Epidemiologin Schernhammer, Public-Health “Experte” Sprenger, Infektiologen Allerberger, Apfalter und Weiss, Labormediziner Oswald Wagner, Mikrobiologin Lass-Flörl, diverse Spitalsoberhäupter in den Bundesländern, genauso wie das GÖG (Herwig Ostermann) oder ÖGIT (Weiss/Thalhammer), Ärztekammer Oberösterreich, Ärztekammer Tirol – es ist die schiere Übermacht einer fundamental falschen oder bewussten Haltung, wie Covid19 in der Gefährlichkeit und langfristigen Auswirkung einzuschätzen ist. Gegenwehr kam von der Opposition keine, nicht einmal von Epidemiologin und Ärztin Rendi-Wagner, die im Herbst 2020 noch Schulen ohne echte Schutzmaßnahmen offen lassen wollte, und in jedem Interview die Bedeutung freier Intensivbetten betonte, nicht aber die Menge und Folgen von LongCOVID-Erkrankungen.

Vernünftige, länderübergreifend gut vernetzte Gegenstimmen werden in den Medien kaum publiziert, gegen ZeroCovid-Länder läuft seit Monaten eine Schmutzkampagne, egal ob China, Neuseeland oder Australien (es gibt auch weitere, wesentlich ärmere Länder wie Mongolei oder Uruguay mit vernünftigen Zielen, die uns bei der Impfquote deutlich überholt haben). Wenn, egal welche Zeitung, einmal eine Vernunftstimme zu Wort kommen darf, erscheint am nächsten Tag wieder ein Scheinexperten-Interview: False Balance.

Zwei Ziele der Regierung

Ich glaube, man muss hier grundsätzlich mal zwei Ziele der Regierung trennen – das eine ist eine Ideologie (Great-Barrington), dass man durch Infektion die Pandemie genauso bewältigen könnte wie durch Impfung, solange man nur Risikogruppen schützt, für den Rest ginge das Leben weitgehend so weiter wie vorher. Jedoch schwindet die Immunität auch bei den Genesenen und Infektionen, mitunter mit neuen Varianten, die der Antikörperreaktion besser entkommen können, können erneut schwer ablaufen – vielleicht nicht so viel wie vorher, aber genug, um das Gesundheitssystem länger zu belasten. Auf diesem Weg kann die Pandemie nicht beendet werden.

Im Hintergrund verfolgt die Kanzlerpartei aber ein ganz anderes Ziel, das bereits 2017 begonnen wurde, als Kurz Mitterlehner abgesägt hat und sich von den Landeshauptleuten mit Vollmachten ausstatten lassen. Ich hab dem einen eigenen, bisher wenig beachteten, Blogtext gewidmet (Tag 448: Wehret den Anfängen).

23.04.21 Josef Votzi, Trend:

“Jetzt geht es darum, dass wir den Öffnungskurs bei Corona durchziehen. Aber mit strengen Regeln, damit es uns nicht so geht wie in Israel, wo trotz Impffortschritts nach den ersten endgültigen Öffnungsschritten noch einmal mit einem Lockdown die Notbremse gezogen werden musste”, proklamiert ein enger Kurz-Vertrauter. “Wenn wir da jetzt gut durchsegeln ist im Herbst vieles
vergessen, von den Pannen beim Impfen bis zu den Chats.”

Ich glaub, dazu muss ich nicht viel mehr sagen – die offengelegten Chats legen beredtes Zeugnis darüber ab, was die Türkisen wollen: Jan Böhmermann hat das treffend aufgezeigt: „Sebastian Kurz – der Penatenkanzler & seine türkise Familie.”

Sie ziehen daher ihren Kurs durch, behaupten immer wieder dasselbe, nämlich, dass Österreich gut durch die Pandemie gekommen wäre, dass wir Testweltmeister wären, Pioniere in Europa mit den Masken, dass die Pandemie besiegt wäre, weil der wirtschaftliche Aufschwung schon da wäre. Die Dramen, die sich derzeit in den Spitälern abspielen, weil die Intensivbetten voll sind, weil Jugendliche mit gebrochener Nase nicht operiert werden können, weil kein Aufwachraum frei ist, weil Kinder wie Erwachsene länger mit Schmerzen leben müssen, weil OPs um Wochen verschoben werden müssen – weil es 40% Ungeimpfte in der Bevölkerung gibt, aber bereits wenige Prozent Infektionen innerhalb der Bevölkerung im Herbst 2020 ausreichten, um Triage-Situationen zu erzeugen – dieses Drama wird zum individuellen medizinischen Problem erklärt – weil es sich die Regierungspolitiker und Landeshauptleute richten können, sie sind großteils geimpft und wenn sie erkranken oder einen Unfall haben, werden sie bevorzugt behandelt. Für sie spielt die prekäre Situation keine Rolle mehr.

Hoffnung liegt auf den Jungen

Die letzte große Gruppe neben den heterogenen Impfunwilligen (siehe diesen Thread eines Intensivpflegers) sind also die Kinder und Jugendlichen unter 12 Jahren, die noch auf die Zulassung der Impfung warten müssen. Es betrifft aber im Prinzip alle Schüler, auch in den höheren Schulstufen, denn über eineinhalb Jahre lang wurde von der Regierung, von der AGES, von vielen Medizinern und von der ÖGKJ sehr aggressiv Gehirnwäsche betrieben – von wegen, Kinder könnten sich nicht infizieren, vor allem nicht Kleinkinder, sie könnten nicht oder nur schwer die Infektion weitergeben, sie könnten nicht schwer erkranken und schon gar nicht daran sterben, und wenn, würde es “nur” Kinder mit Vorerkrankungen treffen. Bis heute behauptet etwa Infektiologe Wenisch, der jetzt stärker auf LongCOVID bei Erwachsenen hinweist, dass Kinder ein anderes Immunsystem hätten und die Infektion weggestecken könnten wie nichts. Ja, das trifft auf die Mehrheit der Kinder zu, aber wenn 1,8 Millionen Kinder und Jugendliche durchseucht werden, dann sind 5-10% LongCOVID-Betroffene eine riesige Anzahl an Betroffenen, und selbst bei sehr geringen Sterberaten sind es immer noch viele betroffene Kinder. Es kommen auch kerngesunde Kinder ins Spital oder erkranken an LongCOVID – den Grund wissen wir nicht, man kann höchstens spekulieren, dass das mit der Viruslast zu tun hat (z.B. stundenlang in einer ungelüfteten Schulklasse sitzen).

Nur, wer medienaffin ist, wer akademisch geschult ist oder zum kritischen Denken erzogen wurde und genügend Zeit hat, sich mit wissenschaftlicher Literatur auseinanderzusetzen, ist in der Lage, trotz dieser einseitigen Berichterstattung zu gegenteiligen Schlüssen zu kommen – dass die sicherste Option ist, seine Kinder zu impfen, um nicht Russisch Roulette spielen zu müssen – man schützt damit nicht nur sie, sondern auch Immungeschwächte in der Familie, auch Oma und Opa, deren Impfschutz viel schneller nachlässt als bei jüngeren Menschen (Immunoseneszenz). Mir ist die Kinnlade heruntergefallen, als Wenisch im letzten ORF-Report allen Ernstes von Impfunwilligen erwartete, dass sie “statt den Fernseher einzuschalten, sich mal hinzusetzen und 1,2 Studien zu Impfungen anschauen”. In welcher Welt lebt der bitte?

Die letzte ImZentrum-Sendung (Transkript) war jedenfalls ein Lichtblick, trotz der False-Balance-Gästeauswahl des ORF, die allen Ernstes die Impfgegnerin und bekannte Covidleugnerin Raunig einlud. Doch mit Mikrobiologe Michael Wagner und Schulsprecher der AHS Rahlgasse Wien, Mati Randow, hatte man zwei engagierte und rhetorisch sichere Gegengewichte in der Diskussion.

Wagner:

“man sagt, na ja, jetzt kommen wir mit der Quarantäne nicht hin, also macht man nur noch den Sitznachbarn. Das empfindet man als Wissenschaftler fast ein bisschen als intelektuelle Beleidigung […]”

und Richtung Raunig:

“Sie sagen Bindungen sind wichtig, finde ich auch, aber Bindung kann ich nur zu lebenden Menschen haben. Also lebbare Bindung, sonst erinner ich mich nur. In Österreich haben über 600 Kinder einen Erziehungsberechtigten verloren.”

Randow:

“allgemein ist einfach ganz, ganz wichtig, dass man eben wegkommt von diesem Irrglauben, dass Covid für Kinder und Jugendliche nicht gefährlich ist. Wer das nach eineinhalb Jahren Pandemie sagt, der hat die Pandemie und dieses Virus grundlegend nicht verstanden.”

“Aber als Bildungsminister einfach nur zu sagen, ab zwölf interessiert uns und darunter nicht mehr. Eben da drücken Sie sich halt wieder aus der Verantwortung, schieben die ab. Sehr typisch für Sie.”

“Also während in Österreich gerade Schüler und Schülerinnen in der teilweise ungeschützten Klasse ausharren, die kontrollierte Durchseuchung stattfindet, ist der zuständige Minister auf einem anderen Kontinent.”

Danke, exzellent verteidigt.

Vorerkrankungen

Martin Netzer vom Bildungsministerium:

“Die jüngeren Menschen erkranken weniger stark, landen weniger häufig im Spital und schon gar nicht im intensivmedizinischen Bereich. Wegen den Schülerinnen und Schülern gehen die Spitäler nicht über ….”

In der Berichterstattung, vor allem in den Ländern, liest man immer wieder bei Sterbefällen, dass Vorerkrankungen bestanden haben – nicht immer stimmt das, wie ich aus vertraulicher Quelle weiß. Was soll damit suggeriert werden? Dass, was leider viele Menschen denken: “Ich bin gesund, ich hab ein gutes Immunsystem, mich wird’s schon nicht erwischen.” Und manche sehen ihre individuelle Fehleinschätzung dann als Begründung der Forderung, die Maßnahmen zu lockern, die Schulen ohne gröbere Maßnahmen aufzulassen.

Ich zitiere dazu noch einmal den Absatz von Tag 537:

Diabetes, Übergewicht, Herzfehler, Krebs, Behinderungen sind weiter verbreitet als viele denken, auch bei jungen Menschen. Ist der Mensch mit Vorerkrankungen oder Behinderungen weniger wert als ein gesunder Mensch? Ganz dünnes Eis. Da bewegen wir uns schnell in Richtung Eugenik. Ein Tabubegriff, da er mit Nazidiktion und Rassenhygiene in Verbindung gebracht wird. Michael Wiesmann klärt auf, weshalb man die Politik in der Schweiz, genauso zutreffend aber auch für Deutschland, Österreich, UK und andere Länder, die keine Schutzmaßnahmen für die Kinder ergreifen, sehr wohl mit Eugenik beschreiben kann. Das Konzept der Eugenik ist wesentlich älter als die Nazizeit und geht auf den britischen Wissenschaftler Francis Galton zurück, der 1869 erstmals von Eugenik spricht und damit meint, dass es gute und weniger gute erbliche Voraussetzungen gibt, nicht in einem beschreibenden, sondern in einem wertenden Sinn, also „gute, wertvolle“ und „minderwertige“ genetische Voraussetzungen gibt. In der Schweiz wurde erst 1985 das letzte eugenisch motivierte Gesetz abgeschafft, über Zwangssterilisierung von geistig behinderten Menschen. Wenn man sagt: „Meine Familie, mich selbst wird es nicht so schlimm erwischen, wir sind schließlich gesund“, dann mach ich damit eine Unterscheidung zwischen „uns als gesunden Menschen“ und „denen, die krank werden können“. Der Gedanke, dass man Spitäler mit Menschen füllen könnte, die aufgrund ihrer Vorerkrankungen krank werden, ist eugenisches Denken. Das entspricht nicht unserem Rechtsstaat, der sagt, dass sich die Stärke vom Volk am Wohl des Schwächsten misst – wir sollten die Schwächsten also schützen und nicht „es erwischt nur die mit Vorerkrankungen, das ist Eugenik“.

Die Frage nach Vorerkrankungen heißt also so viel wie „mein Kind ist gesund, es trifft nur Kinder, die ohnehin krank sind.“ – und das ist Eugenik, unabhängig davon, dass die Nationalsozialisten ihre Rassenhygiene daraus abgeleitet haben.

Dass es auch anders ginge, zeigt der SPÖ-Bürgermeister von Traiskirchen, Andi Babler:

Wie fundamental unterschiedlich die Denkweise vom Pressesprecher der ÖVP-Köstinger und ÖVP-Vizebürgermeister von Altlengbach ist ….

Das Schuljahr ist jetzt übrigens schon seit 3 Wochen am Laufen.

Das Engagement der Jungen kann gar nicht genug gewürdigt werden, es wäre daher umso wichtiger, dass die Medien mitmachen und ihnen eine Stimme geben. Doch selbst eine steigende Medienaufmerksamkeit wird von PLURV und False Balance quasi neutralisiert – da hakt es wohl eher bei den Journalisten und ihrer mangelnden Kompetenz, Experten von Nichtexperten zu unterscheiden.


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