Tag 573: Covid19 wird nicht zum Schnupfen

Salzburg – Heimat des Senders ServusTV, der Covidleugnern immer wieder eine Bühne bietet

In einem Paralleluniversum hätten die wohlhabenden Industrieländer ZeroCovid fortgesetzt, nachdem sie in der ersten Welle damit recht erfolgreich waren. In den ärmeren Ländern Lateinamerikas, Afrikas und Asiens existieren häufig Seuchenpläne und die Bevölkerung weiß, was zu tun ist. Sie hätte man natürlich dabei unterstützen können. Das Virus wäre bewältigbar geblieben, die Infektionszahlen klein und das Risiko einer Variante wie DELTA eher gering. Die WHO hätte dabei eine führende Rolle übernehmen müssen. Sie hat zu spät eine PHEIC (Public Health Emergency of International Concern) ausgerufen, als China bereits 1400 offizielle Fälle hatte. Sie haben zu lange gebraucht, um Aerosol-Übertragung anzuerkennen, weil unter ihnen zwar viele Handhygienefetischisten sitzen, aber keine Aerosol-Experten. Auch bei den Masken kam von ihnen und dem ECDC Widersprüchliches. Europäische Regierungspolitiker wollen großteils lieber die Masken loswerden als das Virus. Dicht sitzende und gut filternde Masken tragen wird als Bestrafung kommuniziert, nicht als effektiver Eigen- und Fremdschutz. Mit Maske und Lüften – und dem grundsätzlichen Konzept dahinter, Sozialkontakte im Freien zu treffen statt in Innenräumen, hätte man die Pandemie weitaus besser unter Kontrolle als es immer noch der Fall ist.

Gestern fuhr ich mit einer steirischen Buslinie, dabei ertönte die automatische Durchsage, dass das Virus über „Tröpfchen- und Schmierinfektion“ übertragen wird. Das war der Kenntnisstand von März 2020, wir sind längst schlauer. Wir aufgeklärten User, die regelmäßig Drosten hören und auf Twitter den ExpertInnen folgen, mögen überheblich denken, dass man eineinhalb Jahre nach Pandemiebeginn längst wissen müsste, dass Abstand halten und Hände waschen nicht ausreicht. Tatsächlich ist nicht jeder in der Bevölkerung fähig, akademische Texte zu lesen und zu verstehen, viele haben nicht die Zeit und Muße, sich so intensiv damit auseinander zu setzen. Solange es einen nicht selbst betrifft, sehen viele gar keine Veranlassung dazu. Viele Menschen haben andere Sorgen, leiden unter Einkommensverluste, müssen Kinder großziehen, haben zu teure Mieten, zu teuren Strom oder Heizung.

Jetzt sollte man meinen, dass die Verantwortlichen in Politik und Behörden, wie einem Verkehrsbetreiber, mehr Ahnung haben müssten, aber zum selbst denken wurde man in diesem Land nicht erzogen, Eigenverantwortung ja, aber bevor man es tut, wartet man darauf, was von oben vorgegeben wird. Verantwortungskaskade. Und so ändert sich nichts an falschen Verhaltensregeln und Verharmlosung des tatsächlichen Risikos. Ich habe lieber eine Bevölkerung, die panisch wird, weil das Virus über die Luft übertragen wird, und dafür konsequent Maske trägt und physische Kontakte einschränkt, als ein im Verhalten sorgloses Volk, das die Pandemie außer Kontrolle geraten lässt und viele Opfer einschließlich Kollateralschäden verursacht. Die Panik kann man natürlich nehmen, in dem man viel Zeit, Geld und Geduld aufwendet, um zu erklären, was Aerosol-Übertragung bedeutet, und dass „über die Luft übertragen“ nicht hochansteckend bedeuten muss – auch wenn DELTA sich diesbezüglich deutlich optimiert hat und effektiver übertragen wird. Ich muss mich da gleich etwas entschuldigen hier, weil auch meine Texte eher wissenschaftlich formuliert sind, aber ich seh es eher als meine Aufgabe, Wissen zusammenzutragen. Die Aufklärung sollte *eigentlich* von der Regierung, von der AGES, vom Gesundheitsministerium, von Wissenschaftsjournalisten und von Wissenschaftlern kommen, die dafür Ressourcen aufwenden können. Ich hab nebenher noch einen Vollzeitjob und kann viele Themen nur anreißen. Sonst müsste ich täglich bloggen wie zu Beginn der Pandemie.

In diesem Beitrag geht es mir, wie aus dem Titel ersichtlich, darum, dass der allgemeine Eindruck entstanden ist, SARS-CoV2 würde endemisch wie die anderen Coronaviren und würde dann jedes Jahr in saisonalen Wellen durch die Bevölkerung zirkulieren. Auf lange Sicht würde es zum harmlosen Schnupfen werden und ein Risiko wie jedes andere Erkältungsvirus auch.

Mangel an transparenten Daten über die Impfung

Für mich hat es schon länger keinen Nachrichtenwert mehr, dass sich Geimpfte infizieren. Das war erwartbar bei diesen hohen Inzidenzen. Uns sollten die Impfdurchbrüche interessieren, also die 100% – x Wirksamkeit gegen Erkrankung. Bei absoluten Zahlen, Millionen Geimpfte national und Milliarden weltweit sind das signifikante Zahlen an symptomatischer Erkrankung trotz Impfung.

Für mich als 1. Geimpfter und 2. für Ungeimpfte, die noch zögern, sich impfen zu lassen, sind folgende Fragen relevant:

  • Welcher Impfstoff wurde benutzt? (mNRA vs. Vektor, J & J besonders geringe Wirksamkeit)
  • Wie lange ist die zweite Impfung zurück? (Abbau von Antikörpern)
  • Wie lange war das Impfintervall zwischen erster und zweiter Impfung? (längere Intervalle machen bessere Immunantwort)
  • Welcher Antiköpertiter wurde vor der Erkrankung gemessen und wie lange liegt die Messung zurück? Welcher Anbieter (Abbott, Roche)?
  • Wo hat sich der Erkrankte angesteckt? (Einzelsetting, Cluster-Situation)
  • Ist der Erkrankte immunsupprimiert? (Schwächere Immunantwort)
  • Altersgruppe des Erkrankten (Ältere mit rascher nachlassender Immunantwort)

Vom CDC gibt es klare Verhaltensregeln auch für Geimpfte, so etwas vermisse ich bei der AGES bzw. vom NIG (sollte in die Empfehlungen aufgenommen werden).

Über seltene Nebenwirkungen, die nach Impfungen auftreten können, sollte man ebenso klar informieren, und den Folgen einer Erkrankung gegenüberstellen, sowohl akut, z.B. Krankenhausaufenthalt mit Beatmung, als auch chronisch (Long COVID mit länger eingeschränkter Leistungsfähigkeit). Da überwiegen in den meisten Fällen die Vorteile der Impfung gegenüber der Infektion (mehr dazu im letzten Blogtext).

Ein Virus, das von selbst verschwindet?

Infektiologe Franz Allerberger, ehemaliger Chef der Public Hell, AGES, am 25. Oktober 2020 in „Frühstück bei mir“, Ö3 (Transkript) – nach eigenen Aussagen (12.02.20, Vortrag Uni Salzburg) „kein Coronaexperte“

„[…] wir müssens ernst nehmen, aber des würd sich dann nach diesem Winter, werden wir erst sehen, ob man noch a zweite Saison noch durch müssen, und ob sich das Problem dann natürlich geregelt hat“

Virologe Christian Drosten, ein Coronaexperte, am 9. Juni 2020, in Folge 47 des NDR-Coronapodcasts:

„Und dieses Anpassen, das kann eben durch zueinander Zufügen von unterschiedlichen Mutationen in unterschiedlichen Populationsabteilungen passieren. Und die phänotypischen Veränderungen, die dabei entstehen können, wären zum Beispiel, dass das Virus noch besser in der Nase repliziert und besser übertragen wird. Aber in der Nase werden wir nicht allzu krank davon. Das heißt, das Ganze wird auf lange Sicht zu einem Schnupfen, der sich für die Lunge gar nicht mehr interessiert. So etwas könnte passieren.

Wir können uns natürlich auch sagen: Na ja, das Virus ist ja offenbar schon auf die Nase optimiert. Das heißt, was es jetzt noch machen könnte, wäre allgemein sein Replikationsniveau steigern in allen Schleimhäuten, und das würde dann auch wieder die Lunge mitbetreffen. Und dann würde es eine schwerere Erkrankung werden. Und wie das dann am Ende wirklich kommt, da ist der Evolutionsbiologe erstmal vollkommen unemotional und betrachtet das einfach und stellt dann auch vielleicht Zusatzüberlegungen an. Wenn so ein Virus sich noch besser auf die Nase fokussiert und uns noch weniger in der Lunge krank macht, dann laufen wir vielleicht noch längere Zeit mit einer laufenden Nase durch die Gegend und fühlen uns überhaupt nicht krank. Und dann wird das Virus noch besser übertragen. Und auf Populationsebene hätte es dadurch eindeutig ein Selektionsvorteil. Wenn wir jetzt überlegen: Das Virus optimiert sich auf die Nase und sagen wir mal, lässt die Lunge außer Acht, dann wird das ein Vorteil für das Virus sein.

Im anderen Fall, wenn das Virus in seiner Evolution das allgemeine Replikationsniveau steigert, dann haut das überall so richtig rein – in der Nase, aber auch in der Lunge. Und wir fühlen uns dann schneller krank oder viel mehr von uns fühlen uns krank. Und unter dem Wissen, dass hier eine gefährliche Infektionskrankheit umgeht, werden wir dann ja auch eher zu Hause bleiben und weniger Patienten in der nächsten Generation infizieren. Und das wäre für das Virus ein Nachteil. Und jetzt werde ich wieder vom Evolutionsbiologen zum Menschen, der wieder vorsichtig optimistisch sagt, dass ich glaube, dass das einer der Treiber ist, der dazu führt, dass erfahrungsgemäß tatsächlich Virusepidemien über die Zeit [Anm.: gemeint sind 5-10 Jahre!] harmloser werden.“

Wenn man das ganze Zitat liest und nicht nur den ersten Absatz, wie von den Medien verkürzt wiedergegeben, dann ist der zweite Teil eingetroffen und bisher haben alle Varianten einen Selektionsvorteil, die besser replizieren, die besser über die Luft übertragen werden und eine höhere Viruslast produzieren. Die Varianten mit Fluchtmutation, die das Immunsystem besser umgehen können – einschließlich der Immunantwort durch die Impfung – konnten sich bisher nicht durchsetzen. Drosten hatte diese Unsicherheit über die weitere Evolution des Virus explizit erläutert. Alles andere ist Wunschdenken.

Die Grundimmunisierung braucht drei, nicht zwei Impfungen

Bundeskanzler Sebastian Kurz am 21. Mai 2021:

„Sobald wir jedem, der das möchte, eine Impfung angeboten haben, hat der Staat seine Aufgabe erfüllt. Dann heißt es wieder zurück zur Normalität, zur Freiheit, zu einem normalen Leben.“

Das ist auf so vielen Ebenen falsch! Selbst unter der Annahme, dass die Impfstoffe sterile Immunität (Übertragungsschutz) erzeugen, hätten wir vor ALPHA mindestens 70% und mit DELTA 85-90% Geimpfte benötigt. Aktuell dümpeln wir bei 61% Impfquote herum – das sind offensichtlich jene Geimpfte, „die das möchten“. Leider erfasst die Statistik Austria nur die 0-19jährigen, nicht aber die 0-12jährigen. Die 0-19jährigen machen rund 19% der Gesamtbevölkerung aus, die 0-12jährigen (11%). Wir wissen, dass wir die Kinder und Jugendlichen brauchen, um Herdenimmunität zu erreichen (Liu et al, 07/21).

Dazu kommen in allen Altersgruppen rund 10% „Genesene“, wovon allerdings ein gewisser Anteil an LongCOVID leidet und sich alles andere als genesen fühlt. Wie man es auch rechnet, es reicht nicht, um die Pandemie einzudämmen – zumal für unter 5jährige kein Impfstoff in Sicht ist und man stillschweigend akzeptiert, dass die Durchseuchung keine Schäden verursacht – wie leider bei den älteren Kindern auch, obwohl die Impfung im Spätherbst zugelassen wird.

Es wird jetzt auch immer schwieriger, die Empfänglichkeit der Bevölkerung abzuschätzen. Wir haben Ungeimpfte, Teilgeimpfte, mit J & J Geimpfte, mit kürzeren oder längeren Intervallen, mit anderen Impfstoffen geimpfte, Immunsupprimierte mit wenig oder keiner Antikörperbildung und frisch Geimpfte, die noch einen erhöhten Übertragungsschutz haben, während bei jenen, wo die Impfung schon länger zurückliegt, kaum oder kein Übertragungsschutz gegeben ist – bei mRNA-Impfstoffen noch eher als bei Vektorimpfstoffen (Nahass et al., 08/21 bzw. Sheik-Mohamed et al. 08/21).

Die überhebliche Annahme war wohl, dass man mit fortschreitenden Impfungen die Maßnahmen schrittweise zurückfahren kann, weil die Impfung alle Infektionsketten unterbrechen würde und das Virus damit eingedämmt werden könnte.

19.05.21 Komplexitätsforscher Peter Klimek: „Ab 40% Impfungsrate keine Maskenpflicht mehr“ (Wien Heute)

Nicht nur einmal las ich die Aussage, dass wir die vierte Welle „wegimpfen“ könnten, wohl unter der Voraussetzung, dass Eigenverantwortung eine ausreichend hohe Impfquote erzeugt. Das ist arrogant hoch zehn, denn in Ländern mit hoher Durchimpfungsrate wurde die Bevölkerung proaktiv informiert. Jeder erhielt ein Impfangebot samt Information, Termin, Aufklärungsgespräch. Bei uns musste man sich selbst drum kümmern – Anmeldung ging vielfach nur online, was per se viele ältere Mitbürger ausschloss. Transparente Aufklärung zu den Impfstoffen, Nebenwirkungen und was man trotz Impfung weiterhin an Verhaltensregeln beachten sollte, gab es zu wenig. Es ist wie bei allen Versäumnissen der Regierung in der Pandemie – ohne Aufklärung werden Regeln umgangen, wird gewartet, bis neue Regeln kommen, und erst, wenn es Strafen gibt oder „zur Belohnung“ die Maskenpflicht entfällt, wird befolgt. So schafft man kein grundsätzliches Bewusstsein für die Krankheit – und für künftige Krankheiten, genauso wenig dafür, warum wir jährlich tausende Tote durch die Influenzawellen in Kauf nehmen.

Leider haben auch viele ExpertInnen und MedizinerInnen die Impfung als alternativlose Maßnahme kommuniziert. Falsch! Es gibt die wirksamen NPIs (nonpharmazeutical interventions), also Maske tragen, Lüften, Luftfilter, usw. Ohne den Einsatz von NPIs kann die Pandemie trotz Impfung nicht eingedämmt werden (Moore et al., 03/21). Für die Regierung wäre es natürlich aus Kostengründen viel bequemer, wenn sich möglichst viele Menschen auf natürlichem Wege (Infektion) anstecken – das spart Impfstoffe; und gegen Maskenpflicht läuft der Handel wegen der Bestrafungsrhetorik Sturm statt sie als Schutz ihrer Kunden und Mitarbeiter zu framen.

Von Normalität sind wir jedenfalls weit entfernt. Nicht nur, weil die Spitäler überlastet sind und bereits ab 10% Covid-Patienten-Anteil OPs verschoben werden müssen – auch für Ungeimpfte, sondern weil wir uns dank der selbst gezüchteten Varianten in Ländern mit unkontrollierter Ausbreitung auch den Schutz der Impfung verringert haben. Das heißt im Klartext: Solange viel Virus in der Bevölkerung zirkuliert (hohe Inzidenzen), weil man nicht mehr zu eindämmenden Maßnahmen bereit ist, wie Schutzmaßnahmen in den Schulen (Testen verhindert Zweitinfektionen, aber nicht Cluster-Infektionen) und 2G-Regel in Innenräumen bzw. allgemeine Impfpflicht), stecken sich auch Geimpfte, bei denen die Impfung länger zurückliegt oder die Immunantwort zu schwach war, wieder an, können wieder übertragen, und Geimpfte können schwer erkranken. Das geschieht viel, viel seltener als bei Ungeimpften, aber in absoluten Zahlen sind es genügend, um aufzufallen und von jedem Käseblatt und Impfgegnern medial ausgeschlachtet zu werden. Das torpediert natürlich – gemeinsam mit der in den Oberösterreichischen Landtag eingezogenen Impfgegner- und Covidleugner-Partei MFG, die jetzt finanziell luxuriös ausgestattet ist, um massiv agitieren zu können – die Bemühungen um Erhöhung der Impfquote.

Die Lösung ist daher die Booster-Impfung, von Epidemiologe Robert Zangerle schon früh als erweiterte Grundimmunisierung bezeichnet. Sie ist also weniger optional als man meinen würde, sondern unbedingt notwendig. Zuerst für ältere Menschen und Immunsupprimierte, letzendlich aber für jeden, der nicht wieder zum Überträger werden will. Zudem deutet dieses Preprint von Mehul et al. (09/21) an, dass nicht nur die Antikörper abnehmen, sondern auch die T-Zellen-Immunität. LongCOVID nach Impfung ist selten, aber möglich.

Erfolg der dritten Impfung („mit Schub“) in Israel, Stand 04.Oktober 2021

Derzeit sind 50% aller Schwerkranken unter 60 Jahre, davon sind 88% ungeimpft (absolute Zahlen), pro 100 000 Einwohner sind 94% ungeimpft. Über 50jährige profitieren enorm von der dritten Impfung.

Auch hier gilt in meinen Augen dringend: Proaktiv alle über 50jährigen, alle mit Vorerkrankungen informieren, Einladung zum dritten Impftermin, statt darauf zu warten oder zu hoffen, dass sie sich selbst informieren.

Spekulativ wird aber auch die dritte Impfung wieder nur für wenige Monate einen Übertragungsschutz auf der Schleimhaut erzeugen. Daher bleibt ZeroCovid weiterhin die einzig nachhaltige Strategie, um die Überlastung des Gesundheitswesen zu reduzieren und damit gleichzeitig die wirtschaftliche Belastung durch Maßnahmen, Quarantäne, Krankenstände und steigender Langzeitarbeitslosigkeit. Wir müssen einfach davon wegkommen, dass immer wieder neue Cluster entstehen und damit auch Geimpfte mit nachlassender Immunität gefährden. Um den Kontakt von Ungeimpften mit Geimpften zu verringern, braucht es strikte 2G-Regeln bzw. eine allgemeine Impfpflicht. Genesene zeigen große Unterschiede in der Immunantwort, je nach Intensität der durchgemachten Infektion und LongCOVID-Symptome, daher bleibt die Impfung auch bei Genesenen sinnvoll (van Gils et al., 09/21)

Covid19 ist eine Gefäßerkrankung

Zum Abschluss möchte ich das Wort wieder jenen Menschen überlassen, die Patienten direkt betreuen und hautnah erleben, was Covid19 bei ihnen anrichtet, hier der Twitter-User @narkosedoc am 03. Oktober 2021:

„Wir brauchen dringend mehr Aufklärung. COVID – ist eine Gefäßerkrankung, sowas wie ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall. COVID ist nicht erst dann schlimm, wenn man beatmet oder tot ist. COVID führt zu Gedächtnisstörungen über Monate, vielleicht bleiben diese ein Leben lang. Gefäßinnenwände entzünden sich, verdicken sich. Wo vorher viel Blut durch ging, geht weniger Blut durch. Gleichzeitig entstehen winzig kleine Gerinnsel. Für sich alleine noch relativ harmlos verklumpen sie zu größeren Blutpfropfen und ganze Organe werden nicht mehr durchblutet. Luftnot ist doof, aber was da im Gehirn passiert ist viel gruseliger. Sowohl Durchblutungsstörungen als auch Entzündungen selbst können zu neurologischen und neuropsychiatrischen Schäden führen. Von Müdigkeit bis Enzephalopathien, da ist alles dabei. Das Coronavirus greift im Gehirn direkt Astrozyten an. Astrozyten versorgen unser Gehirn mit Nahrung und helfen bei der Entsorgung von Abfallstoffen. Das Virus blockiert also die Supermärkte und die Müllabfuhr gleichzeitig. Im Gehirn! Das will man nicht. […]

Wenn wir wissen wer alles nicht geimpft ist gibt es einen Brief – hier, ihre Einladung (!) zur Impfung am 18.10.2021 um 12:00 Uhr im Bürgerhaus. In der nächsten Runde werden alle, die dann nicht geimpft sind angerufen. „Guten Tag, wo ist das Problem? Wie können wir helfen?“ Wer dann noch nicht geimpft ist bekommt Besuch. Mobiles Impfteam, heute, jetzt und hier. Ärmel hoch, hier ihr Zertifikat, bitte, danke. Und wer dann noch geimpft ist, ja das sind dann wahrscheinlich wirklich die Verwirrten, die der gezielten Desinformation auf den Leim gehen. Die werden wir nicht retten können, die werden wir auch nicht impfen. Die sind total lost in ihrer wirren Welt der Märchen und werden irgendwann Langzeitschäden faselnd auf meiner Intensiv landen oder Sputnik nehmen oder Heilwasser gegen das Virus trinken oder was weiß ich. Aber für alle anderen braucht es eine Strategie! Und das sind die #3A und die gehen so:
Aufklärung, Aufklärung und Aufklärung. Und parallel: Anschreiben, Anrufen, Adresse anfahren.“

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