Tag 668: Durchseuchung ist ein Verbrechen

Tägliche Krankenhausaufnahmen bei Kinder und Jugendlichen in England seit Pandemiebeginn bei den vier dominanten Virusvarianten – mehr Kinder wurden in den vergangenen 3 Wochen aufgenommen als über die gesamte erste Welle.

06.01.22: Vertreter der Wirtschaftskammer Tirol, Christoph Walser (ZiB1):

“Das kann ja durchaus was Positives haben dass wir jetzt a Personen haben die sich anstecken, hoffen dass der Krankheitsverlauf sehr mild ist bei der Omicron Variante und dadurch einfach ja a Durchseuchung bei der Bevölkerung zammbringen”

05.01.22 Maria Van Kerhove, WHO (BBC Newscast):

„I think one of the things I really want to stress on your programme today, is that Omicron is certainly resulting in a lower hospitalisation rate, or risk of hospitalisation, but Omicron is not mild. Omicron is not the common cold, and that rhetoric that is out there, that narrative that is out there, is dangerous, and it is deadly. Omicron and Delta are infecting individuals, they’re putting people in hospital, and if you have huge numbers of cases, you will have increased hospitalisation. This virus, Omicron, will reach vulnerable populations. It will reach older populations, and we will see increasing deaths among those individuals. So to suggest that Omicron is just a mild infection, is really, really dangerous, and I think I just want to stress that, without scaring the public. But this virus is here with us right now, and it’s circulating.”

07.01.22 Katharina Reich, Leiterin GECKO, Ö1-Morgenjournal:

“Es wird zu einer Durchseuchung kommen. Aber Omikron ist so ansteckend, dass wir nicht daran vorbeikommen. Es sei denn, wir sind gut geschützt, und das ist die Impfung, vor allem die Dreifachimpfung. […] Durchseuchung ist ein negativ behaftetes Wording, ein Begriff, der Angst macht.“

09.01.22 Gesundheitsminister Mückstein (OÖ Nachrichten):

Ausweg aus der Krise sei nicht die Durchseuchung, sondern die Impfung.”

Die türkisgrüne Regierung setzt auch nach dem Abgang von Kanzler Kurz das türkise Narrativ von der Impfung als einziger Ausweg aus der Krise fort. Wir wissen seit Moore et al. (03/2021), dass Impfungen alleine die Pandemie nicht beenden oder ausschleichen werden. Von OMICRON wissen wir, dass es ähnlich ansteckend wie DELTA ist, aber durch den Immun Escape Geimpfte ähnlich häufig infiziert wie Ungeimpfte. Lediglich durch die kürzere Generationszeit als bei DELTA erscheint OMICRON ansteckender als DELTA. Menschen in Verantwortungspositionen hätten erkennen müssen, dass non-pharmazeutische Eingriffe wie Kontaktbeschränkungen wirksamer sind als bei den vorherigen Varianten.

Die Impfung hilft bei allen Virusvarianten

Eines vorweg – und das gilt für alle Varianten einschließlich OMICRON: Die Impfung reduziert das Risiko für einen schweren Verlauf deutlich – sie reduziert wie eine kugelsichere Weste bei einem Schuss die Wahrscheinlichkeit für schwere Verletzungen. Je schwerer die Waffe (inhalierte Viruslast, Virulenz), desto höher die Gefahr, trotz kugelsicherer Weste eine Verletzung zu erleiden – sie ist aber immer noch viel geringer als ohne Weste in den Kugelhagel (hohe Inzidenz) zu kommen.

Auch bei OMICRON gilt dieses Venn-Diagramm weiterhin – vor allem, wenn es schwere Verläufe mit Intensivbettenpflicht geht:

Die hohe Wirksamkeit (um 90%) der dritten Impfung gegen schwere Verläufe im Krankenhaus, auch nach mehr als zwei Monaten, ignoriert allerdings schwere Verläufe nach anfangs milden Verläufen: Long COVID. Derzeit wissen wir nur, dass LongCOVID-Symptome nach zweifacher Impfdosis seltener auftreten (Kuodi et al., 06.01.22, preprint) als nach einer Impfdosis oder ungeimpft – die Studie galt allerdings noch für den Wildtyp und ALPHA. Bei DELTA traten symptomatische Durchbruchsinfektionen nach zweifacher Impfung wesentlich häufiger auf, bei OMICRON treten symptomatische Durchbruchsinfektionen nach dreifacher Impfung ebenfalls häufiger auf, zudem kommt es deutlich häufiger zu Reinfektionen (19% vs. 85% Schutz bei DELTA). Unklar ist, ob die in den jüngsten Studien nach symptomatischen Verläufen ohne Krankenhausaufnahme (“mild”) nachgewiesenen Organschäden auch nach zwei- bzw. dreifacher Impfung gegen OMICRON auftreten können. Einschränkung: Dies gilt für Menschen mit intaktem Immunsystem.

Schon in der vergangenen DELTA-Welle waren die meisten Geimpften (bis August 2021 0,6% der Impfdurchbrüche) auf den Intensivstationen immunsupprimierte Patienten, mit geringem oder fehlenden Immunschutz trotz Impfung, weil Medikamente oder die Erkrankung selbst den Aufbau von ausreichend Antikörpern verhindern. Dazu zählen vor allem Transplantationen, Krebserkrankungen und angeborene oder erworbene Immundefekte. Pro Jahr werden in Österreich etwa 600-700 Organtransplantionen durchgeführt, genauere Zahlen, wie viele Organtransplantierte oder Immunsupprimierte es in Österreich gibt, findet man leider nicht. Jedenfalls eine große fünf bis sechsstellige Zahl, wenn man alle zusammenrechnet, die trotz Impfung weiterhin gefährdet sind.

Impfquote nach Impfdosis, Stand 09. Jänner 2021

Dazu kommen vor allem bei Kindern und Jugendlichen noch ein erheblicher Teil der Bevölkerung, der noch gar nicht geimpft wurde, bzw. erst eine oder zwei Impfungen erhalten hat. Anekdotische Berichte nehmen derzeit weltweit zu, dass ins Krankenhaus eingelieferte Kinder vermehrt unter schwerer Bronchitis bzw. Pseudokrupp-ähnlichen Symptomen leiden. Nachdem OMICRON vermehrt die oberen Atemwege befällt, die bei kleinen Kindern enger im Durchmesser sind als bei Erwachsenen, wäre das eine plausible Erklärung für die steigenden Krankenhausaufnahmen in dieser Altersgruppe (unter 5 Jahren). Teils starke und andauernde Hustensymptome bei Kindern sind auch bei allen anderen Atemwegsinfekten typisch. Eine gute Nachricht gibt es hingegen beim Schutz vor MISC, hier senken zwei Impfdosen das Risiko deutlich.

In Summe ist der Ist-Zustand zur Bedeutung der Impfung folgendermaßen:

Wir haben derzeit rund 74% Erstimpfungen in Österreich, das lässt 26% der Bevölkerung empfänglich für OMICRON oder DELTA.

Ungeimpfte haben nach einer OMICRON-Infektion schlechte Immunität gegen DELTA, bei Impfung + OMICRON-Infektion ist die Immunität gegen DELTA UND OMICRON sehr gut (Khan et al., 2021).

Eine Durchseuchung mit OMICRON (neuer Serotyp, vgl. Drosten-Aussagen) wird die Impfunwilligen also nicht gegen DELTA und weitere Varianten schützen. Nachdem das Risiko für einen schweren Verlauf bei Ungeimpften nur etwas niedriger als bei DELTA ist, werden weiterhin viele Ungeimpfte ins Krankenhaus kommen. Teilimpfungen schützen wenig vor einem schweren Verlauf bzw. LongCOVID – viele Kinder über fünf haben aber noch nicht einmal die erste Impfung erhalten, kleine Kinder warten noch auf die Zulassung. In der Gesamtbevölkerung beträgt die Boosterquote 43%. Dazu kommen die angesprochenen Immunsupprimierten ohne ausreichend Schutz vor schwerer Erkrankung.

“Focused protection” als Hauptstrategie von “Great Barrington” funktioniert nicht

Nun sind die einzelnen Gruppen nicht hermetisch von allen anderen abschirmbar, sondern Teil der Gesellschaft. Alle sind Teil des Ganzen, keiner kann sich seiner Verantwortung für die Mitmenschen entziehen. Das ungeimpfte Kleinkind hat es sich nicht ausgesucht, sich im Kindergarten bei anderen Kindern oder der ungeimpften Erzieherin anzustecken, und gefährdet seine krebskranke Mutter oder die Schwester mit Mucoviscidose. Impfunwillige arbeiten mit ihren Kollegen zusammen und glauben, ein negativer Antigentest wäre Schutz genug. Dreifachgeimpfte gehen berechtigt von einem guten Eigenschutz vor Hospitalisierung aus, übersehen aber, dass der kolportierte milde Verlauf dennoch mit Atemnot, extremer Erschöpfung und starken Schmerzen einhergehen kann, und zur mehrwöchiger Arbeitsunfähigkeit führen kann. Dreifachgeimpfte glauben auch, dass ein negativer Antigentest Infektiösität ausschließt, dabei können sie mehrere Tage infektiös sein, bevor der Antigentest positiv wird (Adamson et al., 04.01.22).

“Denn wenn ein dreifach Geimpfter eine Durchbruchsinfektion erleidet, dann sei laut aktuellen Studien die Gefahr einer Übertragung zu einem weiteren dreifach Geimpften sehr gering.” (Presseaussendung Mückstein, OÖN)

Dabei zeigen Cluster unter dreifach geimpftem Gesundheitspersonal, dass Superspreading auch nach drei Impfungen ein Problem darstellen können (Helmsdal et al., 22.12.21). Man kann die dreifach Geimpften daher nicht einfach aus der Gleichung herausnehmen. Egal, ob sie weniger beitragen, seltener erkranken oder die Verläufe nicht so schwer sind. Die kürzere Generationszeit bei OMICRON verursacht eine schnellere und größere Ausbreitung als alle Varianten davor und das wiegt alle möglichen Vorteile auf. Man gefährdet so die vulnerablen Gruppen, die man *eigentlich* schützen möchte, genauso wie die kritische Infrastruktur, die über die Virendrehscheiben Büros, Schulen und Kindergärten ständig neue Gelegenheit für infizierte Kontakte bekommt.

Man habe die Schulen “maximal sicher” gemacht, betonte Mückstein mit Verweis auf die österreichweiten PCR-Testungen der Schüler zweimal pro Woche sowie den weiteren wöchentlichen Antigen-Test. Auch verwies er auf die Maskenpflicht für alle Schüler (MNS bis zur 8. Schulstufe, darüber FFP2-Pflicht) sowie die Aufforderung zum Lüften.”

Eine Aussage, die wie blanker Hohn klingt. Keine Luftfilter, keine CO2-Messgeräte, dafür Eieruhren.

Bildungssprecherin der Grünen, seit längerem auffallend durch Esoterik und Leerdenkerlogik

Mikrobiologe Wagner und weitere Experten, einschließlich GECKO-Mitglieder, empfehlen hingegen mindestens drei Mal die Woche PCR-Gurgeltests, um beginnende Infektionen schneller zu erkennen (06.01.22, Version 1.1). Nichts da, in manchen Bundesländern ist die PCR-Testkapazität bereits vor dem Zusammenbruch (z.B. Salzburg), in Oberösterreich wird zu Schulanfang mit Antigentests begonnen und erst am Mittwoch PCR getestet. Wie schon 150x gesagt: Tests schützen vor Sekundärinfektionen, sind aber kein Eigenschutz. Essenspausen ohne Masken, undicht getragene FFP2-Masken, Stoffmasken ohne zusätzliches Filtermaterial – Cluster in den Schulen sind vorprogrammiert. Bei der hohen Hintergrundinzidenz mit fünfstelliger Zahl an Neuinfektionen, infizieren sich die Kinder nicht nur in den Schulen, sondern auch über ihre Eltern und erwachsenen Angehörigen. Infektionstreiber sind hier Gastronomie mit exekutierter 2G-Regel, die gegen OMICRON keinen Schutz bietet sowie Wintersporttourismus. “Auf der Piste bin ich sicher. Was soll sein?” – Als Tagesausflug ja, mit Übernachtung nein: Öffentliche Toiletten, Gaststube, Frühstücksraum, Flur zwischen den Hotelzimmern – es gibt viele Ansteckungsmöglichkeiten bei gemeinsam genutzten Räumen ohne Maske und verpflichtende PCR-Tests alle 1-2 Tage.

Der Schutz der kritischen Infrastruktur sieht dann bei manchen Firmen so aus, dass zeitnahe negative PCR-Tests vor Dienstantritt und Antigentests nur in Ausnahmefällen gefordert waren, die Gewerkschaft aber herausverhandelt hat, dass PCR-Tests 72 Stunden gültig sind, aber alternativ auch 24 Stunden alte Antigentests und Antigentests vor Ort mit 4-Augen-Prinzip verwendet werden dürfen. Ist der Gewerkschaft klar, dass sie damit die Gesundheit ihrer Mitglieder gefährdet?

Wie hätte eine praxisnahe Alternative ausgehen? Wenn es um den Gesundheitsschutz ginge und nicht nur um die Aufrechterhaltung des Betriebs, würde man i) im Betrieb eine Impfpflicht durchsetzen wie sie seit Jahresbeginn etwa bei der AUA gilt, ii) zeitnahe PCR-Tests vorgeben, die – wenn keine Infrastruktur für Gurgeltests vorhanden ist – auch als Rachenabstrich in Apotheken mit zeitnaher Auswertung (wenige Stunden) verfügbar sind, iii) vor Ort ein PCR-Test in einer Apotheke/Labor und bis zur Auswertung FFP2-Maskenpflicht.

Dazu kommen die weiterhin existenten NonCovid-Patienten, die sich bei Inanspruchnahme von gesundheitlicher Versorgung anstecken können. Patienten isolieren wird dann nicht mehr gehen. Auch Patienten, die “mit” Covid dort liegen, und nicht “wegen Covid”, haben wegen der mit Covid19 verbundenen Komplikationen ein erhöhtes Risiko für eine Verschlechterung ihres Krankheitsbilds. Schließlich ist abermals die grundsätzliche Versorgung von NonCovid-Patienten gefährdet, wenn die schiere Zahl an OMICRON-Patienten und infizierten Personal zu Kapazitätsengpässen führt.

Beschleunigung des Zusammenbruchs der Infrastruktur

Zur kritischen Infrastruktur zählt nicht nur die Basisversorgung mit Energie und Wasser, sowie der Gesundheitsbereich, die Rettung, Feuerwehr, Polizei, Verkehrsbetriebe, sondern auch Lehrer und Erzieher, das Reinigungspersonal, die Lebensmittelmärkte und die Logistik, wie die LKW-Fahrer, die den Warentransport sicherstellen. Eine Impfpflicht gibt es erst ab Februar, technisch umsetzbar erst ab April.

Mit der Regel, dass zweifachgeimpfte Kinder und Dreifachgeimpfte nicht mehr als Kontaktpersonen zählen und sich sowohl positiv getestete Personen [Isolation] als auch Kontaktpersonen [Quarantäne] am fünften Tag freitesten können, sind Experten nicht einverstanden.

Zusammenhang Inkubationszeit, infektiöse Phase, Generationszeit, serielles Intervall

Eine kürzere Generationszeit (Abstand zwischen infektiöser Phase beim Indexfall und infektiöser Phase bei der angesteckten Person) bedeutet nicht, dass man auch kürzer infektiös ist. In Taiwan waren manche OMICRON-Fälle bis zu 12 Tage infektiös. Wer sich jedenfalls nur mit Antigentests testet, kann schon längst tagelang ansteckend sein, bevor der Test positiv wird und in dieser Zeit schon seine Familie angesteckt haben.

Das wird in Summe nicht gut enden.

Bezug zur Eugenik

Die Konsequenz einer Durchseuchungspolitik, die also nicht auf höchstmöglichen Schutz aller Bevölkerungsgruppen setzt, sondern in Kauf nimmt, dass sich Teile oder alle Bereiche mehr oder weniger umfangreich infizieren werden, ist Eugenik.

Nationalsozialistische Rassenhygiene ist eine Teilmenge der Eugenik. Eine Form von Eugenik bestand bis weit ins letzte Jahrhundert u.a. in Zwangssterilisationen von geistig Behinderten in vielen Ländern, z.B. in Schweden bis in das Jahr 1976 oder in der Slowakei bis 2004.

Auch der Schweizer Medizinhistoriker Flurin Condrau warnte bereits vor einem Jahr vor Eugenik.

Beispiel für fehlgeschlagene “focused protection” der Risikogruppen sind die Alten- und Pflegeheime:

“Wenn man auf die Intensivstation schaut, sieht man, dass die durchschnittlichen Patienten um die 60 Jahre alt sind und nicht über 80 Jahre. Die kommen nicht aus Altersheimen. Die kommen aus der normalen Breite der Gesellschaft. Und denen ist nicht geholfen, wenn man die Altersheime abschirmt. Das meine ich mit so einem Blendgranaten-Argument.“ (NDR-Podcast mit Christian Drosten, Nr. 82 ,30.03.21)

Mehr noch: In schwedischen Pflegeheimen ließ man Covid-Patienten einfach alleine sterben, um Personal nicht anzustecken. Auch in Österreich gab es zahlreiche Todesfälle in Pflege- und Altenheimen und bis heute immer wieder Cluster mit Todesfällen, insbesondere durch ungeimpfte Besucher oder Pflegepersonal, das geimpfte Insassen ansteckte. Bis in den November 2020 hinein gab es keine FFP2-Maskenpflicht in allen Bereichen des Gesundheitswesens, keine regelmäßigen Tests und teilweise sogar gar keine Maske, wenn der Abstand eingehalten werden konnte (Aerosol-Übertragung vernachlässigt). Ausnahme waren lediglich einige Spitäler mit höheren Sicherheitsstandards bzw. Intensivstationen, aber keine bundesweit einheitlich hohen Sicherheitstandards.

Immunologe Anthony J. Leonardi über UKs Durchseuchungsstrategie:

Wenn man sagt, „Meine Familie, mich selbst wird es nicht so schlimm erwischen, wir sind schließlich gesund“, dann mach ich damit eine Unterscheidung zwischen „uns als gesunden Menschen“ und „denen, die krank werden können“. Der Gedanke, dass man Spitäler mit Menschen füllen könnte, die aufgrund ihrer Vorerkrankungen krank werden, ist eugenisches Denken. Das entspricht nicht unserem Rechtsstaat, der sagt, dass sich die Stärke vom Volk am Wohl des Schwächsten misst – wir sollten die Schwächsten also schützen und nicht „es erwischt nur die mit Vorerkrankungen”, das ist Eugenik” (Michael Wiesmann, Videobotschaft Schweiz)

“And now here we are, 2yrs into this pandemic, with the democrats now in power, and we’re still throwing disabled people overboard. And at best all we get is a verbal “obviously high risk folks should take extra steps to protect themselves. We all need to learn how to live with Covid, and accept that Omicron is going to infect most everyone,” when not paired with a single policy explaining how to “shield” immunocompromised people safely during this time, is genocide.” (Stephanie Tait, USA)

Durchseuchung bedeutet Massenbehinderung, wie der finnische Familienminister zurecht feststellt, wenn er davor warnt, dass LongCOVID die häufigste chronische Erkrankung in Finnland zu werden droht.

Welches Ziel gibt es langfristig?

Mit Durchseuchung ….

  • werden neue Varianten gezüchtet, die vor allem in immunsupprimierten Menschen entstehen können, die über Wochen und Monate nicht in der Lage sind, das Virus aus dem Körper zu eliminieren
  • wird ein irreparabler Schaden im Gesundheitswesen entstehen
  • wird ein irreparabler Schaden bei Kindern entstehen – sowohl körperlich als auch psychisch
  • langfristig sinkendes Vertrauen in den Staat und Fürsorgepflicht
  • wachsende Spannungen gegenüber Covidleugnern und Impfgegnern, denen zu wenig Widerstand und Konsequenzen entgegen gesetzt werden
  • langfristig wirtschaftliche Schäden durch zunehmende LongCOVID-Ausfälle

Warum nicht ein echter Paradigmenwechsel für Verantwortungsträger, die wissen, was dieser Begriff bedeutet?

Warum wäre ein Zeitgewinn durch Kontaktbeschränkungen wichtig gewesen?

(i) damit 5-12jährige noch die dritte Impfung erhalten können

ii) da dann vermutlich Impfung für unter 5jährige verfügbar wäre

iii) bis zur Verfügbarkeit eines OMICRON-Boosters, der evtl. auch künftige Varianten abdeckt (4. Impfung)

iv) bis zur Verfügbarkeit von Paxlovid als effektives Medikament in größeren Mengen, was vor allem Risikogruppen eine Perspektive bietet.

Nachtrag

Ich hab eine enorme Frustration, Verzweiflung und Wut im Bauch, schaffe es aber im Verlaufe eines Blogeintrags jedes Mal wieder, mich erstaunlich sachlich und nüchtern auszudrücken. Wie ich das seit Monaten, bzw. 1,5 Jahren, durchhalte, obwohl Politik, Medien, “Experten” mir ständig in den Rücken fallen und meine Bemühungen das gesammelte Wissen verständlich weiterzugeben, konterkarikieren, weil es dann heißt “Jetzt warten wir mal die Verordnung ab, dann sehen wir weiter. Mach Dich nicht verrückt, reden wir über was anderes”. Und dann ist die Verordnung faktenbefreit as hell, und dann weiß ich einfach nicht mehr weiter. Tief im Herzen drin weiß ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Ich war im Herzen immer Naturwissenschaftler, auch wenn ich nach dem Studium nicht auf der Uni oder an Forschungseinrichtungen geblieben bin. Die Mehrheitsgesellschaft teilt diese Leidenschaft nicht, bzw. ist am Faktenfleck blind. Kampf gegen die Trägheit, gegen Pandemiemüdigkeit und Sehnsucht nach dem früher. Als ob ich die selbst nicht auch hätte, aber es hilft nichts …. wenn ich mich Anfang Jänner nach Sommerwärme sehne und die Nase voll von der Scheißkälte habe, kann ich auch nicht mit Flipflops und kurzem Leiberl beim Schneesturm rausgehen, bzw. werd ich das sehr schnell wieder überdenken.

Gesundheitsminister Mückstein bei der Pressekonferenz am 06.01.22, zum Husten nahm er sich die Maske ab und hustete in die Hand. Sein Sitznachbar Bundeskanzler Nehammer wurde am 07.01. positiv getestet. Er hat wie Mückstein zum Reden die Maske abgenommen. Getrennt waren sie lediglich durch Plexiglasbarrieren. Ein Bild zeigt Nehammer beim Après-Ski am Katschberg am 29.12., am 30.12. ließ er das Neujahrskonzert sausen, angeblich, weil er es für ein falsches Signal halten würde. Nach seinem Urlaub wurde er am 05.01. negativ PCR getestet, angesteckt haben soll er sich bei einem Mitarbeiter, der am 06.01. positiv getestet wurde. Mückstein befindet sich trotz dreier Impfungen (nach den neuen Regeln KEINE Kontaktperson mehr) in “freiwilliger Selbstisolation” und Nehammer in “Heimquarantäne”. Mit den Fachbegriffen haben es beide nicht so (Quarantäne bei Kontakt, Isolation bei Infektion), mit Bigotterie dafür umso mehr – denn beide können es sich mit Homeoffice richten, was viele nicht können.

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