
Urlaub für mich heuer nur über Tagesausflüge
Viele Diskussionen drehen sich im Kreis. Da geht es ewig lang um den Babyelefant, also den Mindestabstand von einem Meter. Das wird so wenig verstanden wie das Mindesthaltbarkeitsdatum auf Lebensmitteln. Einen Tag später werden viele Lebensmittel bereits weggeworfen. In Österreich wird so viel über den Meter Abstand debattiert, dass der sachliche Hintergrund ignoriert wird. Dazu ein exemplarischer Fall, wie “Vorschrift ist Vorschrift” den Hausverstand aussetzt:
Die Familie erfuhr, dass ihre Tischnachbarin im Hotelrestaurant Corona-positiv getestet wurde. Das Management in dem Hotel teilt den Gästen als Corona-Maßnahme für deren Aufenthalt einen fixen Tisch zu. Die Tische wurden mit einem Meter Abstand zueinander angeordnet. Dieser Mindestabstand wird vom Tourismusressort und der Wirtschaftskammer empfohlen. Holz-Babyelefanten auf der Anlage erinnern zusätzlich daran.
Die Familie wurde zu ihrer Verwunderung von der Bezirkshauptmannschaft als Kontaktpersonen mit hohem Infektionsrisiko eingestuft.
Da passieren so viele Denkfehler. Der erste Denkfehler überhaupt ist, dass ein Meter Abstand bereits ausreicht. In vielen Ländern sind es zwei Meter (“six feet”). Der zweite Denkfehler ist, zu glauben, das Virus werde nur über Tröpfcheninfektion übertragen, also große, sichtbare Spucketröpfchen, die bei feuchter Aussprache oder Husten entstehen. Außerdem reicht ein einziger Nieser, dass die Tröpfchen quer über den ganzen Raum transportiert werden. Der dritte Denkfehler ist das völlige Ignorieren des Unterschieds zwischen Aufenthalt im Freien und in geschlossenen Räumen. Ich dachte, das hat man gründlich und ausführlich genug beschrieben, besprochen, angemahnt. Continue reading →
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