
Hinter Gitterstäben: Das Virus sperrt uns ein.
Heute erstmals mit dem Zug aus Wien hinaus gefahren. Es ist aufwändig, erfordert mehr Planung als früher. Ich bin kein Frühaufsteher, frühstücke eigentlich nie und hol mir erst beim Bäcker das Essen. Das verzehre ich normalerweise im Zug und trinke den Kaffee dazu. Jetzt muss man im Zug Maske tragen. Naja, offiziell. Während bei den Wiener Linien von neun Leuten zehn eine Maske trugen, war das Verhältnis im Regionalzug etwa 50:50. Doch kann ich nicht darauf setzen, dass genug Platz im Zug sein wird, dass ich die Maske absetzen und mein Essen einnehmen kann. Jedenfalls hat mir das heute früh Kopfzerbrechen bereitet, ich trödelte zu lang und machte dann eine andere Wanderung als geplant, weil ich die Verbindung verpasst hätte. Den Kaffee trank ich am Bahnsteig und bei nur fünfzehn Minuten Zugfahrt statt knapp eineinhalb Stunden in der ursprünglichen Planung ließ sich der Hunger unterdrücken. Natürlich hab ich die Maske wieder mehrmals angefingert, weil die Brillengläser erst so stark beschlugen, dass ich nichts sah und es dauerte, bis sie korrekt saß, dass das nicht mehr passierte. Im Zug dann mehrfach die MNS-Durchsagen, ebenso in der U-Bahn. Für meinen Geschmack zu oft. Ich werd kein Maskenfreund werden. Längere Zugfahrten werden beschwerlich sein, aber selbst kürzere Öffifahrten im Hochsommer könnten zur Tortur werden. Und wenn die Trinkbrunnen dann immer noch zu sind, muss man extra Geld ausgeben für Getränke. Der Ortswechsel tat gut, herrlicher Mischwald nördlich von Rekawinkel und Pressbaum. Ich hab die Waldluft mehrere Stunden lang mit vollen Atemzügen genossen, das steigert bekanntlich die Zahl der T-Zellen im Blut und damit die Immunabwehr. Hüfts nix, schods nix, kostet a nix.








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