

Derzeit mehren sich Expertenmeinungen, dass nach der OMICRON-Welle alles vorbei ist. OMICRON wird als Beweis für eine deutliche Abschwächung der Krankheitslast (“mild”) und den Übergang zu einem “harmlosen Schnupfen” angeführt, der in saisonalen Wellen wiederkehrt und aufgrund der breiten Bevölkerungsimmunität durch Impfung oder Infektion gut beherrschbar sein wird. Ich sehe eine gewisse Skepsis aber weiterhin angebracht, denn es gibt auch anderslautende Meinungen und vor allem Beobachtungsdaten, die Anlass zur Sorge geben. Es wird nämlich so getan, als ob die OMICRON-Durchseuchung alternativlos ist und man sich nur zurücklehnen müsste, und die Pandemie würde ganz von selbst zu Ende gehen. Es gibt neben vielen Zwischentönen wissenschaftlich begründete Skepsis und ideologisch bedingtem Fatalismus. Weiterhin ein harter Kampf zwischen John Snow-Anhängern und Great-Barrington-Ideologen. Wie könnten die kommenden Monate und Jahre aussehen? Wie geht es nach der OMICRON (BA.1)-Welle weiter?
Optimistisch gestimmt bin ich erst, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
- Globale Impfstoffgerechtigkeit: Verteilung und Wirksamkeit (vgl. Sputnik/Sinovac in Russland/China, Teilen Osteuropas, AZ/JJ-Restbestände für Afrika)
- Long COVID als Grund für Strategiewechsel (Inzidenzen dauerhaft niedrig halten, reduziert nebenbei Potential und Ausbreitung von Varianten)
- Aerosol-Übertragung als Grundlage für angepasste Maßnahmen (weg von der Eigenverantwortung)
- Wirksame Medikamente im Frühstadium einer Infektion in großer Zahl vorhanden
- Nasale Impfstoffe, die sterile Immunität erzeugen
- Impfstoffe für jede Altersgruppe (auch unter 5 Jahren)









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