
Am 19.02 hielt die Bundesregierung eine Pressekonferenz zum Rückblick auf ein Jahr Pandemie ab. Neben der ausgegebenen Devise, ab jetzt “mit dem Virus leben” zu müssen, sprach auch Infektiologe Weiss, der – wie mein Schaubild zeigt – bisher nicht durch besonders intelligente Aussagen und Ansagen zum Virusgeschehen aufgefallen ist. Covid19 ist tödlicher als Influenza und zudem ansteckender. Nachdem man – wie Oswald Wagner stolz verkündete – als eines der ersten Länder außerhalb Asiens (neben Tschechien) eine Maskenpflicht eingeführt hatte, wurde sie im Juni als eines der ersten wieder gelockert, empfohlen von Weiss, Allerberger und Lass-Flörl. Im September war Weiss Teil der “Labortsunami”-Connection, welche den erneuten Anstieg der Infektionszahlen herunterspielte. Weiss behauptete außerdem Anfang Oktober, dass PCR-Tests viele falschpositive Ergebnisse erzeugt. Neuseeland hatte bei 65000 Tests Null Neuerkrankungen zu verzeichnen, also Null Positive. Ende September warnte Weiss vor überschießenden Ängsten und wollte mehr Normalität wagen. Kurz vor dem Gipfel der zweiten Welle, als auch die Spitäler überlastet wurden, war ihm sehr wichtig zu sagen, dass die Zahlen zu hoch sind. Er war auch strikt gegen Schulschließungen, weil sie “eigentlich” nichts beitragen. Und uneigentlich? Ende November war offenbar auch seine Innsbrucker Intensivabteilung belastet, gleichzeitig warnte er vor der nie eingetretenen Influenzawelle. Kaum war die zweite Welle abgeklungen, fingen die Verharmlosung und Rufe nach Lockerungen wieder an. Er plädiert erneut nachdrücklich für mehr Normalität, obwohl ihm – wie er in einem Interview mit dem Regionalfernsehen zugab – sehr wohl bewusst ist, dass auch junge Menschen schwer erkranken können und lange an den Folgen leiden.
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