
Mir war erst nicht klar, was die Grafik zeigt. Es handelt sich um einen 10-Jahres-Zeitraum. Dargestellt ist die Änderung (!) der durchschnittlichen Arbeitstage je nach Alter, bezogen auf Beamte in England und bezogen auf 2019. Die Grafik ist dazu falsch beschriftet, denn die Linie, wo “Covid ankommt”, markiert das Jahr bis 1. April 2019. Das heißt, es gab von April 2019 bis April 2020 bereits einen Anstieg um 15%. SARS-CoV2 kam aber erst im Laufe des März 2020 nach UK. Der Anstieg begann also VOR der Pandemie.
“This is exactly what we predicted repeated covid infections would do.”
Stimmt das?
Die Daten und Grafiken findet man im Krankenstandsreport für Beamte für 2025 (Link).

Hier sieht man die absoluten Zahlen. Daraus wird ersichtlich, dass die Zahl der Krankenstandstage von rund 5,8 bis 10 auf 6,9 bis 10,9 gestiegen ist. Der Anstieg begann etwa 2019 – 2-3 Jahre nach dem Brexit. Wir reden also von einer Änderung von 1 Tag pro Altersgruppe in einem Zeitraum von zehn Jahren. Dank der Schutzmaßnahmen von 2020 bis 2021 gab es einen Rückgang der Krankenstandstage. Nach Aufhebung der Schutzmaßnahmen stiegen die Krankenstände wieder an (“Nachholeffekte”). Dass die Krankenstandstage nach einer Pandemie nicht mehr auf Baseline zurückgehen, erscheint auch plausibel – eine zusätzliche Infektionskrankheit pro Jahr.
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