Baba und foi ned, Nockstoa!

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Nockstein, gesehen vom Heuberg (Petersberg)

Der Nockstein, 1042m, verschwindet oft hinter seinem großen Bruder, dem Gaisberg, 1287m. Die letzten dreißig Höhenmeter zum Gipfel sind beinahe alpin zu nennen, man kann die Hände benutzen (I-) oder den ausgetretenen Serpentinen folgen. Am felsigen Gipfelaufbau bricht der Berg senkrecht nach Norden ab. Der Nockstein stellt den Scheitelpunkt der sogenannten tirolischen Decke dar, und ist ebenso wie Staufengebirge, Kapuzinerberg, Kühberg und in weiterer Folge Schober-Drachenwand und Höllengebirge Teil der Ost-West-Überschiebungszone des Alpennordrands, gekennzeichnet durch schroffe Nordwände.

Dieser kleine Felszacken bietet dadurch respektable Fernsicht Richtung Alpen, aber auch ins Alpenvorland bis zum Bayerwald und Mühlviertel. Das Gros der Tagestouristen wird man nur auf dem verkehrstechnisch erschlossenen und mit Gasthäusern versehenen Gaisberg finden, während der stille Nockstoa eher bei Einheimischen beliebt ist, weil sich eine schnelle Runde an einem halben Vormittag oder Abend machen lässt. Dieses Kleinod des Salzburger Naherholungsgebiet ist nun durch den Bau der 380kv-Leitung in Gefahr. Continue reading

Naherholungsziel Gaisberg

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Ausblick unterhalb der Gersbergalm in die Berchtesgadener Alpen, Watzmann rechts

Der Gaisberg ist per Bus und leider ohne Mautgebühr auch via Individualverkehr erreichbar, obwohl der Bus regelmäßig fährt. Am Gipfelplateau befinden sich zwei Gaststätten, von denen eine fast täglich, die andere zumindest sporadisch offen hat. Die Preise sind zwar gehoben, aber nicht auf Museum-der-Moderne-Niveau. Für mich und auch für viele sportliche Bewohner Salzburgs ist der Gaisberg inzwischen zur Trainingsrunde geworden. Am häufigsten steige ich von Obergnigl über den Kühberg (steil) und Gersbergalm auf, ab dort den serpentinenreichen direkten Aufstieg. Zum Abstieg je nach Uhrzeit, Fitness und Laune mit dem Bus oder ab Gersbergalm zum Ludwig-Schmederer-Platz, wo die Linie 6 zurückfährt. Continue reading