Letzte Gaisbergtour (Nr. 64)

Für die Eiserne Hochzeit mit dem Gaisberg hat es knapp nicht gereicht.

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Bei Föhnsturm über den Lichtmastensteig auf den Gaisberg, 04.04.19

Vergangenen Donnerstag absolvierte ich meine vorerst letzte Tour auf den Hausberg. Ab kommender Woche lebe ich wieder in Wien. Die regelmäßigen Gaisbergtouren haben sich zu einem schönen Ritual entwickelt. Gaisberg ging immer, bei jedem Wetter (außer Gewitter). Außerdem war es die ideale Platzhalter-Tour, wenn ich am nächsten Tag Frühdienst (4.40 aufstehen) hatte und am Vorabend nicht zu spät heimkommen wollte. Genau richtig, um die körperliche Anstrengung zum besseren Einschlafen zu verwenden. Mit dem Anstieg ab Parsch entdeckte ich die Katzen beim Hiesl – als Dankeschön brachte ich mit der 57. Tour den Bewohnern einen Katzenkalender mit, die Idee kam von mir, kein Auftrag.

In der Open Street Map habe ich alle Wege markiert, die ich zwischen März 2017 und April 2019 beschritten habe.

 

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In meiner Sammlung fehlt lediglich der Anstieg über den Steinwänder (hellblau) und zwei alternative Anstiege auf den Nockstein, den ich meist als „Vorgipfel“ vom Gaisberg bestieg. Nicht offiziell markierte Anstiege (gelb) waren nur wenige dabei. Ein paar aufgelassene Forstwege, die ich gerne noch erkundigt hätte, befanden sich noch am Kapaunweg zwischen Gersbergalm und Oberjudenberg, etwa unterhalb des  Sendlwandstegs. Ebenfalls als Vorgipfel fungierte öfter die einsame Gurlspitze, außerdem ein lohnenswertes Schneeschuhziel (skitourenbedingt dann aber weniger einsam).

  • Gesamtzahl: 64 Touren (Tabelle)
  • Gesamt-Höhenmeter: 16 120 (2017) + 30 290 (2018) + 9 630 (2019) = 56 040
  • Höchster Anstieg: 1500hm (18.03.2018), Nockstein – Klausberg – Gaisberg – Kapaunweg – Gaisberg, mit 18km zugleich längste Tour.
  • Schnellste Zeit (Aufstieg): 1 Std. 10min (10.08.2018, Standardanstieg)
  • Anzahl Touren über Standardanstieg (Hiesl,Gersberg, Kehren): 40
  • Anzahl Touren mit Abstieg via Bus 151 vom Plateau: 45
  • Schönste Tour: Bei 3-4m Schnee und massiven Verwehungen mit Schneeschuhen am 16.01.2019 (46 Bilder)
  • Seltsamste Tour: 19.09.2018, EU-Gipfel in Salzburg, Aufklärungsradar am Gipfel. Schweinsgulasch mit Semmelknödel, 5m daneben schwerbewaffnete Soldaten, neben mir saßen die Offiziere und tranken Kaffee.

 

Wie geht’s nun weiter? Vielleicht ergibt sich aus den gesammelten Bildern noch ein „Gaisberg-Kalender“, ansonsten herrscht jetzt erst einmal länger Pause. Theoretisch wäre der Gaisberg als Tagestour von Wien machbar, mit dem RJ bis Hbf, dort in die Linie 6 bis Endstation Parsch. Ohne Zeitdruck retour. Praktisch träfe die gute Erreichbarkeit auch auf den Untersberg (Bus bis Glanegg) und sogar Hochstaufen (S-Bahn bis Piding) zu. Bis auf weiteres werde ich aber meine lange „To-do-Liste“ am Alpenostrand abarbeiten – hier bieten mir die Westbahnstrecke (St. Pölten) bzw. Südbahn (Wiener Neustadt) zahlreiche gut erreichbare Tourenmöglichkeiten. Und wenn ich nicht in die Voralpen will, reichen auch Wachau, Kamptal, Hundsheimer Berge oder Fischauer Vorberge. Bei meinem damaligen Weggang aus Wien hatte ich die Spiegelreflex noch nicht und ich freue mich auf die zu erwartenden Landschafts-, Architektur- und Tiermotive.