Öffi-Tour: Aussichtsbalkon Haunsberg

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Ausblick vom Haunsberg zum Högl und Staufengebirge

Am vergangenen Sonntag galt es für mich, eine Wanderlücke im näheren Umkreis von Salzburg zu schließen: der 835m hohe Haunsberg, knapp 12km nördlich der Stadt. Die Anfahrt ist auch sonntags bequem, denn die Lokalbahn fährt alle 30min vom Hauptbahnhof weg. Die näheste Haltestelle zur höchsten Erhebung des bereits um 748 erstmals erwähnten montem hunsperch (vom Namen huno) ist Pabing. Dort ist allerdings ein wenig Orientierungssinn gefragt, denn es gibt keine offiziell markierten Wege von dieser Seite. Das Betreten der Bodenaushubdeponie ist mangels Verbotsbildern offenbar erlaubt, und gleich hinter der Schrankenanlage mit der Bodenwanne zweigt ein Waldweg steil nach links ab. Diesem folgend gelangt man auf einen geschotterten Forstweg und von dort über einen weiteren unmarkierten Steig zum markierten Panoramaweg um bzw. über den Haunsberg.

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Inspiration für Wandertouren (Blogs und Webseiten):

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Schwerpunkt OÖ & Salzkammergut

Schwerpunkt Obersteiermark & Alpenostrand

Schwerpunkt Bayrische Alpen

Schwerpunkt Salzburger Land/Tennengau

Schwerpunkt Kärnten, Nockberge

Immer lesenswert: der Hüttenwirt vom Matrashaus, Roman

Das Verkehrsdilemma

Eigentlich möchte ich in Salzburg viel Radfahren, es gibt ausreichend Radwege. Leider macht das Wetter oft einen Strich durch die Rechnung. Man braucht Regenhose, Regenjacke. Man schwitzt dann im Geschäft wie blöd in dem Gewand. Wenn man es in den Rucksack steckt, fehlt der Platz für den Einkauf. Der Helm stört, usw.

Eigentlich würde ich wie damals in Wien lieber eine Jahreskarte lösen, aber dafür fahren die Busse zu unregelmäßig, sind notorisch unpünktlich und stehen oft im Stau. Die Kernzone könnte man zwischen Viehhausen und Himmelreich anpassen, dann kommt man mit dem 27er zum Flughafen, ohne eine weitere Zone für drei Busstationen lösen zu müssen. Auch Wals-Siezenheim könnte man in die Zone anbinden, ebenso der Gaisberg als Naherholungsziel. Auch das könnte ein paar Autofahrer weglocken. Für die vielen Mängel im Netz zahlt man dann so viel wie in Wien: 365€. Oder ist Wien einfach nur unfassbar günstig? Ich glaube letzteres.

Ein Auto ist aber auch keine Alternative. Da wäre der viele Stau an den Grenzen, an den großen Ausfallstraßen. Das chronische Parkplatzproblem in der Stadt, der häufige Stau auf den Autobahnen. Die meiste Zeit stünde das Auto nur in der Garage und kostet trotzdem Geld.

In meinen vorherigen Wohnorten Innsbruck und Wiens war die Entscheidung leichter. In Innsbruck ist das Wetter oft besser als in Salzburg, das Rad eher eine Alternative, die Öffis gut ausgebaut. In Wien ist das Wetter ebenfalls besser, vor allem aber das Verkehrsnetz. Ein Auto ist hier überflüssig, dafür das Rad eher zweite Wahl wegen dem hohen Unfallrisiko.

 

 

 

Radreparatur nur mit Termin

Beim Radlfürst hab ich tatsächlich auf der Homepage den Hinweis mit Bitte um Terminvereinbarung entdeckt, als ob sich kurzfristig notwendige Reparaturen planen lassen. Ist ja wie beim Arzt. Dann war ich gestern beim Bergspezl Rad, der auch in Salzburg ein Radgeschäft hat und damit wirbt, innerhalb 24 Stunden zu reparieren. Was er aber nicht dazu schreibt: Auch dort braucht man einen Termin, wie ich vor Ort erfuhr. Ich hätte das Rad nicht da lassen können und bis 16. Juni (!) warten müssen, um einen Termin zu bekommen. Den Radsport Wagner, der nicht soweit von mir entfernt ist, schloss ich kategorisch wegen übler Bewertungen aus, vor allem Beanstandungen wegen des unfreundlichen Personals und überteuerter Reparaturkosten. Schließlich gelandet bin ich dann bei a’velo. Bei den Kosten für Kurbel,Kette,Kranz und Bremsen tauschen hab ich zwar auch geschluckt, aber das Material ist auch teuer inklusive Arbeitszeit. Immerhin wurde ich freundlich empfangen und auch gut beraten.

In Summe jedenfalls gar nicht so einfach, in der Radstadt Nr.1 in Österreich eine geeignete Werkstatt zu finden, vom Kauf von Mountainbikes rede ich erst gar nicht. Dafür bieten sich diverse Geschäfte im weiteren Umland (Bergspezl Süd in Puch bei Hallein, Iko und Radwerkstatt nahe Eugendorf, Riap in Bad Reichenhall) an, die aber öffentlich nicht so spontan erreichbar sind.

Anyway, eine notwendige Terminvergabe, um ein Rad reparieren zu lassen, habe ich noch nirgends erlebt, weder in Wien noch in Innsbruck. Salzburg ist anders. Wer von Euch ein paar gute Tipps hat, wo es noch ohne Termin geht und das Preis-Leistungsverhältnis stimmt, möge bitte einen Kommentar hinterlassen – vielen Dank!

Zuagreista

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Eine Stadt voller Widersprüche. Dörflicher Charakter neben Flughafen und großen Firmenniederlassungen.  Radanteil etwa 20%, Spitzenfeld in Österreich. Sinnvoll angelegte Öffi-Infrastruktur? Fehlanzeige. Verkehrsinfarkte auf den Ausfallstraßen. Und dann wieder freizeittechnisch ein Traum. Ganz im Gegensatz zum Wohnen, die Mieten sind unleistbar. Wöchentliche Einkaufsfahrten beim deutschen Nachbarn. Salzburg ist anders und nach Innsbruck (2004-2010) und Wien (2010-2017)  möchte ich hier über meine Erfahrungen als Neuankömmling schreiben, über skurrile, ärgerliche, komische und verbesserungswürdige Anlässe, aber auch über das, was abseits der Altstadttourismusmagneten sehens- und nachlesenswert ist. Mein Interesse gilt der Natur, der Architektur, der Geschichte, der Fotografie – da lässt sich schon einiges herausholen, was über die Mozartscheisshäusertouristenattraktionen hinausgeht. Intention dieses Blogs ist keine weitere Besudelung Salzburgs, das wurde literarisch von den Altmeistern schon ausgeschlachtet, sondern ein differenzierter Blick hier zu leben, nicht nur zu wohnen.