Viele Wege führen auf den Gaisberg

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Quelle/Ausschnitt: Austrian Map (www.amap.at)

Meinen Hausberg kenne ich inzwischen in- und auswendig. Heuer war ich schon sechzehn Mal oben, letztes Jahr in Summe siebzehn Mal. Inzwischen fehlen mir nur noch ein, zwei Anstiege im Süden, hauptsächlich Asphaltwege über die Bauernhöfe, sowie ein Teil des Rundwanderwegs zwischen Klausberg und Zistelalm. Hier und da gibt es aufgelassene Steige mit verrosteten Schildern oder gänzlich fehlenden Markierungen, die ich auch noch erkunden möchte. Ein wenig Orientierungssinn ist hier vorausgesetzt, denn es gibt auch durchaus abschüssige und felsige Flanken am Gaisberg!

In der leider nicht mehr aktualisierten AMAP-Karte vom Bundeseich- und Vermessungsamt sind die meisten Wege eingezeichnet. Blau habe ich alles markiert, was ich schon gegangen bin, rot die noch fehlenden Wegabschnitte. Informationen zu den Wegnummerierungen präsentiere ich im folgenden Beitrag:

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Was ändert sich? Vermutlich nichts.

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O-Ton eines Salzburger Taxifahrers: “Die Stadt wurde für Pferdekutschen gebaut, nicht für diese Massen an Autos.”

Im ORF-Text ist heute ein ausführlicher Bericht (abgerufen am 16.04.18, 09.30) über die katastrophale Wohn- und Verkehrssituation erschienen. Die Vorschläge der antretenden Parteien zur Salzburger Landtagswahl in der Elefantenrunde sind gut, aber ohne realistische Finanzierung mit der aktuellen Bundesregierung.

Die angestrebte Verlängerung der Lokalbahn dauert alleine vom Hauptbahnhof bis Mirabellplatz mindestens sechs Jahre, für 750m Länge. Obwohl ein Drittel davon bei der Errichtung der Endhaltestelle Hauptbahnhof 1996 in weiser Voraussicht bereits weitergebohrt wurde. Inbetriebnahme also nicht vor 2025. Sinnvoll ist aber nur, den Tunnel gleich weiter bis nach Nonntal im Süden der Allstadt zu verlängern, damit eine sinnstiftende Umfahrung der Altstadt und ein realistisches Ende des Verkehrschaos auf der Nord-Süd-Achse erreicht werden kann.

Der viergleisige Ausbau der Westbahn zwischen Salzburg und Wels wird nicht vor 2024 begonnen werden können. Dieser ist aber dringend notwendig, um die Nahverkehrsintervalle der S-Bahn ins Umland zu verdichten. Auch könnten dann nicht nur die Westbahn, sondern auch die ÖBB einen halbstündigen Takt zwischen Salzburg und Wien anbieten, und nicht, wie derzeit, einen 4minütigen (’08 und ’12).

Ein Jahresticket fürs ganze Bundesland im Ausmaß von 400€ wäre ein ganz dringender Schritt in die richtige Richtung. Tirol hat eine Gesamtfläche von 12600 km², das Jahresticket-Land inklusive Innsbruck kostet 490 €, im nur 7100 km² großen Salzburg kostet es inklusive Salzburg-Stadt hingegen stolze 1540 €, für ein nicht gerade flächendeckendes Busangebot. Die Bahn spielt von der S-Bahn abgesehen in Salzburg-Land nur eine untergeordnete Rolle. Zwischen Bischofshofen und Radstadt wird die Bahn mangels Ausbau der Ennstalstrecke nur im Zweistundentakt geführt, die Pinzgauer Lokalbahn ist noch erwähnenswert, und die Achse Wörgl-Hochfilzen -Zell am See. Ein Landesticket würde idealerweise für Bus und Bahn gelten. Stattdessen gibt es derzeit in jedem Gau ein eigenes Ticket. Ein gemeinschaftliches Ticket würde zudem den Nachteil der ÖBB ausgleichen, wonach die Ermäßigungskarten nicht bei Busverbindungen im Verbundstarif gelten. Je mehr Nebenbahnstrecken aufgelassen oder ausgedünnt werden, desto mehr werden die Ermäßigungskarten entwertet.

Zu der öffentlichen Verkehrssituation innerhalb Salzburgs wurde leider wenig geschrieben im ORF-Artikel. Das Hauptproblem ist die vertraglich zwischen Stadt und Salzburg-AG festgelegte Kilometerleistung der Busse, mit der keine dichteren Intervalle und Verlängerung von Linien möglich sind, ohne bei anderen Linien zu kürzen. Der größte Humbug in einer Stadt, in der seit 1940 öffentlicher Verkehr mit Bussen betrieben wird. Den ALBUS gibt es sogar seit 1927.

Ein schienengebundenes Transportmittel bleibt dennoch die einzige Möglichkeit, langfristig dem Stauchaos zu entgehen, denn die Busse behindern sich bei den oft zu kurzen Haltestellen häufig gegenseitig. Auch dafür gibt es genug Vorschläge, z.b. die Revitalisierung der Stieglbrauerei-Bahn, die man unterirdisch bis zum Flughafen verlängern könnte. Damit wäre auch eine viel kürzere Anbindung vom Hauptbahnhof zum Flughafen gegeben.

Für Straßenbahntrassen gibt es auf der Nord-Süd-Achse zugegeben wenig Spielraum, das Nadelöhr zwischen Festungs-, Mönchs- und Kapuzinerberg ist zu schmal. Vorstellbare wären Trassenführungen am ehesten auf den breiten Bundesstraßen 1 zwischen Flughafen, Hauptbahnhof und Schallmoos sowie zwischen Lieferung und Leopoldskron bis Moosstraße.

Nebenbei bemerkt halte ich es für längst überfällig, dass in ein kostengünstiges Ticket der Salzburger Linien ohne Aufpreis auch Wals-Siezenheim eingebunden werden sowie der Gaisberg. Die Auffahrt zum Gaisberg sollte mit einem Schranken und einer Maut versehen werden.

Zum Problem, dass Salzburg oft von Touristen durchfahren statt umfahren wird, gäbe es ebenso zwei Lenkungsmöglichkeiten. Der Entfall der Autobahnmaut zwischen Knoten Salzburg und Salzburg-Nord wäre eine Möglichkeit, scheint aber momentan kein Thema. Eine andere wäre die Einführung einer City-Maut, die nur für Bewohner mit Hauptwohnsitz in Salzburg absetzbar oder ermäßigt wäre. Eine dritte Möglichkeit wäre,  die Einführung einer Tages-Vignette, was z.B. für Tagesausflügler und Urlauber von Bayern Richtung Salzkammergut sinnvoll erscheint.

Langfristig muss das Bus-Verkehrsnetz in der Stadt, aber auch ins Umland attraktiver werden, das gilt auch für Touristen, die nunmal ein wichtiger Wirtschaftszweig sind, das Bahnnetz muss ausgebaut werden, damit Intervallverdichtungen möglich sind, und gleichzeitig muss das Autofahren unattraktiver werden.

Öffi-Tour: Aussichtsbalkon Haunsberg

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Ausblick vom Haunsberg zum Högl und Staufengebirge

Am vergangenen Sonntag galt es für mich, eine Wanderlücke im näheren Umkreis von Salzburg zu schließen: der 835m hohe Haunsberg, knapp 12km nördlich der Stadt. Die Anfahrt ist auch sonntags bequem, denn die Lokalbahn fährt alle 30min vom Hauptbahnhof weg. Die näheste Haltestelle zur höchsten Erhebung des bereits um 748 erstmals erwähnten montem hunsperch (vom Namen huno) ist Pabing. Dort ist allerdings ein wenig Orientierungssinn gefragt, denn es gibt keine offiziell markierten Wege von dieser Seite. Das Betreten der Bodenaushubdeponie ist mangels Verbotsbildern offenbar erlaubt, und gleich hinter der Schrankenanlage mit der Bodenwanne zweigt ein Waldweg steil nach links ab. Diesem folgend gelangt man auf einen geschotterten Forstweg und von dort über einen weiteren unmarkierten Steig zum markierten Panoramaweg um bzw. über den Haunsberg.

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“NS-Vergangenheitsbewältigung” in Salzburg

Eine Schande für die Opfer des Nationalsozialismus.

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Das erst seit 2002 bestehende sogenannte Antifaschismus-Mahnmal am Südtiroler Platz fristet ein erbärmliches Dasein. Es ist mir bis auf einen kürzlich erschienenen Zeitungsartikel noch nie bewusst aufgefallen, weil es zwischen Fahrradständern und Parkplatzreihen eingekeilt ist. Von weitem sieht es aus wie eine Überdachung für Fahrräder.

Den ersten Antrag auf ein entsprechendes Mahnmal gab es schon im Jahr 1946. Es hat dann aber bis 1985 gedauert, bis der damalige Salzburger Bürgermeister Josef Reschen sich für ein Ehrenmal für die Opfer des Faschismus einsetzte. 1999 hat man sich dann für den Südtiroler Platz entschieden. 56 Jahre später stand das Mahnmal dann.

Ein bloßes Lippenbekenntnis, wie der heutige Anblick belegt und ein weiterer Beleg dafür, dass bei der österreichischen Vergangenheitsbewältigung und Aufklärung vieles versäumt wurde.

Die Gaisbergkatzen

Als Katzennarr bin ich berüchtigt und als solcher halte ich immer meine Augen offen, wenn ich auf den Gaisberg gehe.

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Gersbergweg – Katze 1

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Gersbergweg – Katze 1

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Eichkatzl (Gersbergweg)

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Judenbergweg – empörte Katze

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Hiesl-Katzen

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Hiesl-Katze

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Sauerkrautgesicht-Katze 1

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Sauerkrautgesicht-Katze 1 mit Buckel

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Sauerkrautgesicht-Katze 1 begrüßt mich freudig erregt

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Sauerkrautgesicht-Katze 1 mit Buckel

Webcams für Tourenplanung

Salzkammergut

Panomax-Webcams (nur tagsüber)

Spiegelreflex-Webcams (auch nachts scharfe Bilder!)

Sonstiges

Aus Datenschutz- und Copyrightsgründen habe ich vom direkten Einbinden der Webcams abgesehen und würde Euch selbiges empfehlen, um unnötigen Traffic zu vermeiden.

Inspiration für Wandertouren (Blogs und Webseiten):

Schwerpunkt NÖ und Alpenostrand

Schwerpunkt OÖ & Salzkammergut

Schwerpunkt Obersteiermark & Alpenostrand

Schwerpunkt Bayrische Alpen

Schwerpunkt Salzburger Land/Tennengau

Schwerpunkt Kärnten, Nockberge

Immer lesenswert: der Hüttenwirt vom Matrashaus, Roman

Öffi-Touren im Spätwinter

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Öffi-Tour nach Schwarzach-St.Veit Bf., auf den Hochglocker (1590m) mit Blick in die Glocknergruppe, 9.4.2017

Meine Übersiedlung nach Salzburg ist jetzt genau 1 Jahr und 10 Tage her. Wenn ich hier nicht meinen Lebensunterhalt verdienen würde, wäre ich schon längst wieder nach Wien zurückgegangen.

 

Gibt es irgendetwas, das mich trotz Salzburg am Leben erhält?

Thomas-Bernhard. Nein, Spaß bei Seite. Die umliegenden Berge. Auch wenn ich durch meine eigenen bergsteigerischen Fähigkeiten in die Schranken verwiesen werde, d.h., anspruchsvolle Touren sind mangels Freizeitpartner kaum möglich bzw. möchte ich dieses Risiko nicht eingehen. Anspruchsvoll kann auch heißen: Bei Schlechtwetter, wovon es im Kalkalpenbereich leider reichlich gibt. Continue reading

Offener Appell an die Stadtregierung

Liebe schwarz-grüne, insbesondere grüne, Stadtregierung von Salzburg,
als ich vor einem Jahr aus beruflichen Gründen von Wien nach Salzburg übersiedelte, war mir nicht bewusst, vom Öffi-Paradies in die Steinzeit zurückzugehen. Ich hörte zwar schon hinter vorgehaltener Hand, wie umständlich und benutzerunfreundlich der öffentliche Verkehr in Salzburg sei, habe es mir aber nicht so schlimm vorgestellt. Die erste Salzburgerin, die ich noch vor der Übersiedlung kennenlernte, war Anfang 60 und hatte sich erst eben ein Auto gekauft, “weil sie dann mobiler sei”. Schon da war mir klar, dass in Salzburg etwas gewaltig schiefrennt. Sicherlich ist ein Teil des Stauproblems der Tourismus aus dem Nachbarland, aber vieles wird hausgemacht sein.

Wenn ich dann lese, dass es eine Kilometerleistung bei den O-Bussen gibt, und an einer Stelle gekürzt werden muss, um an anderer verlängern zu können, fasse ich mir ungläubig an den Kopf. Salzburg ist mir bisher nicht als unfassbar arme Stadt ohne kulturelle Zugpferde vorgekommen, auch die viel zu hohe Anzahl an Zweitwohnungen spricht eine andere Sprache.

Von allgemein ärgerlichen Aspekten, hier zu wohnen, etwa, dass sämtliche, größere Bergsportgeschäfte oder auch Buchhandlungen (Morawa, Thalia) an den Stadtrand in teilweise verwaiste Einkaufszentren ausgelagert wurden, die nicht alle öffentlich gut erreichbar sind, möchte ich mich hier schwerpunktmäßig den Mängeln im öffentlichen Verkehr widmen.
Umwelt- und Klimaschutz ist natürlich speziell im Salzburger Land ein heikles Thema, wenn man sich anschaut, wie viele Berge durch Skigebiete verschandelt wurden und in schneearmen Wintern die Schneekanonen Tag und Nacht laufen, damit sich die sozioökonomisch benachteiligte Familien den teuren Schipass nicht mehr leisten können. Aber russische und britische Schitouristen wird man behalten, keine Sorge. Heikel ist es auch im historischen Bewusstsein, wenn man sieht, was mit den Lokalbahnen und Zahnradbahnen im Laufe des 20. Jahrhunderts geschehen ist. Bestrebungen eines Wiederaufbaus sind bisher halbherzig, so bleibt es bei überfüllten Bussen Richtung Bad Ischl und starkem Autoverkehr zum Gaisberg. Salzburg ist sowohl in Richtung Innsbruck als auch Linz beim Fernverkehr hinten nach, das Deutsche Eck kostet Zeit und verhindert mangels zusätzlichen Gleisen, dass Nah- und Fernverkehr friedlich koexistieren können. Die private Westbahn schafft den Halbstundentakt nach Osten, die staatliche ÖBB nicht. Mehr als ein Halbstundentakt bei der S-Bahn ist auch in Salzburg-Stadt nicht verwirklicht, mit den ungünstigen Abfahrtszeiten der beiden Railjets am Hauptbahnhof ist das ärgerlich.
Tirol hat eine Gesamtfläche von 12600 km², das Jahresticket-Land inklusive Innsbruck kostet 490 €, im nur 7100 km² großen Salzburg kostet es inklusive Salzburg-Stadt hingegen stolze 1540 €.  Eine Menge Geld für die vielen Nichtzweitwohnungsbesitzer, die aufgrund der Zweitwohnungsbesitzer überteuerte Mieten und unverschämte Maklerprovisionen bezahlen müssen. Das öffentliche Netz in Salzburg ist eine Zumutung, wenn man aus Überzeugung, Armut, Krankheit oder anderen Gründen kein Auto besitzt oder benutzen kann.

Kritik im Einzelnen:

* Das betrifft etwa die Anbindung zum Europark am Wochenende, wenn in Österreichs größtes Einkaufszentrum nur alle halbe Stunde ein Bus fährt, oder auch zum Flughafen. Eine einzige frühere Busverbindung und man käme rechtzeitig in die Arbeit oder zum Gate für den ersten Flug.

* Das betrifft sämtliche Umstiegsverbindungen, weil die Umstiegszeiten oft zu knapp sind und der chronische Zeitverlust durch Stau nicht eingerechnet ist.

* Das betrifft die zu kurzen Haltestellen, wo entweder keine zwei Busse hintereinander passen oder der vordere Bus schlicht nicht wartet, sodass man umsteigen kann. In Wien ist das kein Problem, in Salzburg wartet man leicht wieder 15min auf den nächsten Bus. Für Pensionisten oder Touristen ist das vielleicht nicht tragisch, für die arbeitende Bevölkerung ist das schlicht nicht zeitgemäß.

* Das betrifft insbesondere den Hauptbahnhof, wo dringend zusätzliche Ausstiegsstellen zu errichten sind, sodass man nicht im Bus warten muss, bis die vorausfahrenden Busse an der Haltestelle abgefahren sind.

* Viele Haltestellen an Kreuzungen sind aufgrund der autofahrerfreundlichen Ampelregelungen nicht rechtzeitig erreichbar und der Bus fährt vor der Nase weg, z.b. LKH/West oder Maxglaner Hauptstraße/Schwedenstraße (1 -> 27).

* Insbesondere am Wochenende abends bestehen zu wenig Busverbindungen Richtung Maxglan vom Hauptbahnhof weg. Wenige Minuten Verspätung des Zuges bedeuten bis zu 20min Wartezeit. Eine 10 Euro teure Taxifahrt für 2,5 km kann wohl kaum ein adäquater Ersatz sein – von der Unübersichtlichkeit am Taxistand, in welches Taxi man einsteigen darf, abgesehen.

* Mehr Linien, die dafür weniger Haltestellen bedienen, würden ein kürzeres Durchkommen mit weniger Staupotential ermöglichen. Ich will als Nichtautofahrer keine Stadtbesichtigung, sondern zügig ankommen. Die Albusse sind hierfür zwar praktischer, aber die Intervalle zu gering.
* In der Ferienzeit werden die ohnehin der Größe der Stadt nicht angemessenen Intervalle oft empfindlich ausgedünnt, obwohl dann mehr Touristen unterwegs sind, speziell im Sommer. Und natürlich gibt es auch in der Ferienzeit genügend Menschen, die arbeiten müssen, damit andere in Urlaub gehen können.
* Die Bezahlung der Tickets beim Fahrer gehört abgeschafft. Es braucht deutlich mehr Automaten an den Haltestellen, aber auch in den Bussen. Es kann nicht sein, dass zusätzlich zum Stau auch noch der Zeitverlust durch den Bezahlvorgang hinzukommt. Das gilt auch für die Busse Richtung Bad Ischl oder Berchtesgaden, die mobile Bezahlmöglichkeit an den Bussteigen sollte noch öfter angeboten werden.
* Um den immensen Verkehr am Gaisberg zu reduzieren, würde sich außerdem anbieten, die ganze Strecke des 151er in die Kernzone einzurechnen. Denn für eine vierköpfige Familie ist ein Ausflug zur Gaisbergspitze mit knapp 30€ schon ein Batzen Geld. Der Bus könnte dann stündlich fahren und der Massenverkehr würde deutlich zurückgehen – es ist ohnehin ein Wunder, dass auf der kurvenreichen Strecke nicht mehr passiert. Für die ohnehin kaum vorhandene Tierwelt am Gaisberg wäre weniger Individualverkehr auch ein Segen.

Auch bei Barrierefreiheit und Sicherheit für Fußgänger gibt es Verbesserungsmöglichkeiten:

 

* Hier und da sind mir fehlende Überwege aufgefallen, sei es bei der Flughafendirektion, Haltestelle des 2er Kröbenfeldstraße, oder am Hellbrunner Zoo, wo es bei der Haltestelle weder Zebrastreifen noch Bedarfsampel gibt, obwohl hier zwischen den Ortschaften meist deutlich über 50 gefahren wird. Offenbar geht man davon aus, dass sowieso jeder mit dem Auto zum Zoo fährt.

* Die Grünphasen für Fußgänger sind außerdem viel zu kurz. Denken Sie bitte auch gehbehinderte Menschen – sowohl bei Bedarfsampeln als auch etwa beim Übergang Mozartsteg – Ferdinand-Hanusch-Platz oder bei der Staatsbrücke am Rathausplatz.

* Der Hauptbahnhof ist ein sehr trostloser Ort mit wenig Sitzmöglichkeiten und latent vorhandenem Unsicherheitsgefühl zu späten Uhrzeiten. Praterstern in Salzburg. Die Vorschläge dagegen sind konzeptlos und verlagern das Problem nur. Verbote sind keine Angebote an Menschen, die ohnehin stigmatisiert und ausgegrenzt werden.

Schlusspunkt:

 

Ich nutze natürlich trotz aller Missstände das Rad und die Öffis, bezahle brav die völlig überzogenen Preise für die Zeitkarten, aber sehe ehrlich gesagt für die Zukunft schwarz, wenn nicht in effizientere und zeitnah realisierbare Verkehrsprojekte investiert wird, die sich ja auch langfristig auszahlen. Sehr bedauerlich, dass die Salzkammergutbahn nicht mehr vorhanden ist, sie wäre für Pendler ideal und würde die Busse Richtung Bad Ischl vor allem im Sommer deutlich entlasten. Realistisch gesehen bietet sich kurzfristig nur an, die Fördermittel für die Kilometerleistung der Busse zu erhöhen, damit das Angebot und die Intervalle ausgebaut werden können. Damit einhergehen sollte eine deutliche Reduzierung der Preise für Einzel- und Zeitkarten. Inwiefern das zu erheblichen Einbußen mit den Touristen führt, sei dahingestellt, ein großer Anteil scheinen ohnehin nur die ungeliebten Tagesgäste mit den angekarrten Bussen darzustellen. Für die nicht ganz so wohlhabende Bevölkerung wäre es ein Segen, wenn die Fahrtkosten erschwinglich wären. Für vom Stau gepeinigte Autofahrer wäre es eine kostengünstige Alternative. Eine U-Bahn oder unterirdische Stadtbahn halte ich persönlich für keine gute Alternative, da sie nur einen Bruchteil der nötigen Strecken abdeckt, extrem teuer und aufwändig ist und U-Bahnen erwiesenermaßen längere Strecken zu Fuß zu den Stationen bedeuten. Straßenbahnen halte ich da für deutlich sinnvoller, breit genug sind die Hauptstraßen dafür allemal. Damit können deutlich mehr Fahrgäste transportiert werden, die Wege zu den Haltestellen sind erheblich kürzer als unterirdisch. Es muss allen Beteiligten klar sein, dass die Übergangszeit das Staupotential verschärfen wird, bis tatsächlich ein Umdenken einsetzt und das Auto endlich stehengelassen wird.

Mit freundlichen Grüßen,

ein Zugereister (vorher Wien und Innsbruck)

Salzburg-Stadt von ihrer schönsten Seite

Am schönsten ist die Stadt ja dann, wenn man sie aufgrund des Hochnebels gar nicht sieht. So wie am fünften Februar gesehen vom Gaisberg (1287m), dem Hausberg schlechthin. Es war meine 22. Tour seit der Übersiedlung und die fünfte Tour in diesem noch jungen Jahr. Ich gehe derzeit immer dieselbe Strecke, vom Schmederer Platz zur Gersbergalm und dann über die Serpentinen zum Sender.

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Watzmann, Hochkalter, Untersberg, Sonntagshorn und Stauffen im Westen

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