Viele Wege führen auf den Gaisberg

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Quelle/Ausschnitt: Austrian Map (www.amap.at)

Meinen Hausberg kenne ich inzwischen in- und auswendig. Heuer war ich schon sechzehn Mal oben, letztes Jahr in Summe siebzehn Mal. Inzwischen fehlen mir nur noch ein, zwei Anstiege im Süden, hauptsächlich Asphaltwege über die Bauernhöfe, sowie ein Teil des Rundwanderwegs zwischen Klausberg und Zistelalm. Hier und da gibt es aufgelassene Steige mit verrosteten Schildern oder gänzlich fehlenden Markierungen, die ich auch noch erkunden möchte. Ein wenig Orientierungssinn ist hier vorausgesetzt, denn es gibt auch durchaus abschüssige und felsige Flanken am Gaisberg!

In der leider nicht mehr aktualisierten AMAP-Karte vom Bundeseich- und Vermessungsamt sind die meisten Wege eingezeichnet. Blau habe ich alles markiert, was ich schon gegangen bin, rot die noch fehlenden Wegabschnitte. Informationen zu den Wegnummerierungen präsentiere ich im folgenden Beitrag:

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Öffi-Tour: Aussichtsbalkon Haunsberg

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Ausblick vom Haunsberg zum Högl und Staufengebirge

Am vergangenen Sonntag galt es für mich, eine Wanderlücke im näheren Umkreis von Salzburg zu schließen: der 835m hohe Haunsberg, knapp 12km nördlich der Stadt. Die Anfahrt ist auch sonntags bequem, denn die Lokalbahn fährt alle 30min vom Hauptbahnhof weg. Die näheste Haltestelle zur höchsten Erhebung des bereits um 748 erstmals erwähnten montem hunsperch (vom Namen huno) ist Pabing. Dort ist allerdings ein wenig Orientierungssinn gefragt, denn es gibt keine offiziell markierten Wege von dieser Seite. Das Betreten der Bodenaushubdeponie ist mangels Verbotsbildern offenbar erlaubt, und gleich hinter der Schrankenanlage mit der Bodenwanne zweigt ein Waldweg steil nach links ab. Diesem folgend gelangt man auf einen geschotterten Forstweg und von dort über einen weiteren unmarkierten Steig zum markierten Panoramaweg um bzw. über den Haunsberg.

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Die Gaisbergkatzen

Als Katzennarr bin ich berüchtigt und als solcher halte ich immer meine Augen offen, wenn ich auf den Gaisberg gehe.

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Gersbergweg – Katze 1

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Gersbergweg – Katze 1

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Eichkatzl (Gersbergweg)

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Judenbergweg – empörte Katze

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Hiesl-Katzen

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Hiesl-Katze

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Sauerkrautgesicht-Katze 1

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Sauerkrautgesicht-Katze 1 mit Buckel

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Sauerkrautgesicht-Katze 1 begrüßt mich freudig erregt

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Sauerkrautgesicht-Katze 1 mit Buckel

Webcams für Tourenplanung

Salzkammergut

Panomax-Webcams (nur tagsüber)

Spiegelreflex-Webcams (auch nachts scharfe Bilder!)

Sonstiges

Aus Datenschutz- und Copyrightsgründen habe ich vom direkten Einbinden der Webcams abgesehen und würde Euch selbiges empfehlen, um unnötigen Traffic zu vermeiden.

Inspiration für Wandertouren (Blogs und Webseiten):

Schwerpunkt NÖ und Alpenostrand

Schwerpunkt OÖ & Salzkammergut

Schwerpunkt Obersteiermark & Alpenostrand

Schwerpunkt Bayrische Alpen

Schwerpunkt Salzburger Land/Tennengau

Schwerpunkt Kärnten, Nockberge

Immer lesenswert: der Hüttenwirt vom Matrashaus, Roman

Öffi-Touren im Spätwinter

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Öffi-Tour nach Schwarzach-St.Veit Bf., auf den Hochglocker (1590m) mit Blick in die Glocknergruppe, 9.4.2017

Meine Übersiedlung nach Salzburg ist jetzt genau 1 Jahr und 10 Tage her. Wenn ich hier nicht meinen Lebensunterhalt verdienen würde, wäre ich schon längst wieder nach Wien zurückgegangen.

 

Gibt es irgendetwas, das mich trotz Salzburg am Leben erhält?

Thomas-Bernhard. Nein, Spaß bei Seite. Die umliegenden Berge. Auch wenn ich durch meine eigenen bergsteigerischen Fähigkeiten in die Schranken verwiesen werde, d.h., anspruchsvolle Touren sind mangels Freizeitpartner kaum möglich bzw. möchte ich dieses Risiko nicht eingehen. Anspruchsvoll kann auch heißen: Bei Schlechtwetter, wovon es im Kalkalpenbereich leider reichlich gibt. Continue reading

Naherholungsziel Gaisberg

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Ausblick unterhalb der Gersbergalm in die Berchtesgadener Alpen, Watzmann rechts

Der Gaisberg ist per Bus und leider ohne Mautgebühr auch via Individualverkehr erreichbar, obwohl der Bus regelmäßig fährt. Am Gipfelplateau befinden sich zwei Gaststätten, von denen eine fast täglich, die andere zumindest sporadisch offen hat. Die Preise sind zwar gehoben, aber nicht auf Museum-der-Moderne-Niveau. Für mich und auch für viele sportliche Bewohner Salzburgs ist der Gaisberg inzwischen zur Trainingsrunde geworden. Am häufigsten steige ich von Obergnigl über den Kühberg (steil) und Gersbergalm auf, ab dort den serpentinenreichen direkten Aufstieg. Zum Abstieg je nach Uhrzeit, Fitness und Laune mit dem Bus oder ab Gersbergalm zum Ludwig-Schmederer-Platz, wo die Linie 6 zurückfährt. Continue reading

Das Auto, die Heilige Kuh

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Großer Barmstein fotografiert vom Kleinen Barmstein bei Hallein

Ich bemühe mich wirklich und beweise immer wieder aufs Neue, dass man im näheren und weiteren Umkreis von Salzburg-Stadt ganz tolle Wandertouren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln machen kann. Die Freude über die Realisierbarkeit wird jedoch über die offensichtliche Wurschtigkeit getrübt, mit der man im Grenzgebiet Salzburg- Oberbayern mit Fußgängern und Wanderern umgeht. Continue reading

Müllhalde Petersberg

Bei der Endhaltestelle der Linie 2 in Obergnigl startet ein Wanderweg über den Aussichtsgasthof Daxlueg auf den Heuberg (901m), höchster Gipfel des Petersbergs.

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Während der Aufstieg von Südwesten neben Asphaltstraßen auch gatschige, rumpelige Forstwege umfasst, kann man von Mayrwies (Endhaltestelle der Linie 4) auch bequemer über eine breite Straé bis zum Daxlueg auffahren.

Ich bin die Straße abgestiegen und war regelrecht schockiert, zu was für einer Müllhalde man den Straßenrand und die Waldböschung in diesem schönen Buchenmischwald missbraucht hat. Nahezu durchgehend vom Gasthof finden sich Unmengen an Plastikunrat auf beiden Seiten, zahlreiche Plastikflaschen, Bierdosen, Reiniger, usw. Am häufigsten zählte ich aber die Dose jenes Unternehmens, das in Salzburg fast abgöttisch verehrt wird:

Ich hab bei einem Dutzend irgendwann zu zählen aufgehört. Die Straße wurde während meines Abstiegs gleichermaßen von Radfahrern und Autofahrern frequentiert. Möglicherweise verteilt sich die Zahl der Schmutzfinken auch entsprechend gleichmäßíg. Von der Unart abgesehen, seinen Müll ausgerechnet im Wald abzuladen und nicht wieder mitzunehmen, stellt es das Umweltbewusstsein der Stadt Salzburg auch in kein gutes Licht. Hier gehört schlicht und einfach einmal aufgeräumt – auch in anderen Gemeinden gibt es schließlich einmal im Jahr eine Müllsammelaktion entlang von Bächen oder Wegen!

Mönchsberg: Ruheoase Salzburgs

Von einem Todesmuseum ist heroben wenig zu spüren, im Frühling ergrünt der Mönchsberg im saftigen Grün. Auf den Almen inmitten der Stadt grasen die Kühe. Hier und da sieht man die Liebespärchen auf den Bänken und in den Wiesen. Es gibt unzählige markierte und unmarkierte Wege, Schleichwege, Abkürzungen und versteckte Weglein zu wundersamen Aussichtsplätzen. Ein Mikrokosmos ist dieser Berg, mehr ein Hügel, der sich mit dem höchsten Punkt bei der Richterhöhe maximal 90 Meter über der Salzach erhebt und aus Konglomerat besteht, Sedimentgestein einst in einem riesigen eiszeitlichen See abgelagert, das heute durch das Salzburger Becken in seinen ursprünglichen Grenzen noch sichtbar ist. Ich mag vor allem die Stimmungen am Abend bei bestem Fotolicht und schönster Fernsicht in die Alpen. Die Touristen verschwinden, die Jogger und Genießer bleiben übrig. Hier und da huschen die Mäuse über den Waldboden. Die Abendkatzen posieren selbstbewusst. Das Leben ist schön.

moen