Tag 900: Was sollte ich jetzt wissen?

Macht es wie die Rehe – haltet Euch von Menschen fern, dann passiert Euch nichts!

Ich unterbreche meine Pause kurzzeitig (wird nächste Woche fortgesetzt), um ein paar allgemeine Bemerkungen über Infektionsgefahr und Ablauf der Infektion loszuwerden.

Stand 27.08.22, Quelle: Erich Neuwirth

Auch eine Autobahn bekommt Risse im Asphalt, wenn über viele Jahre starker Verkehr herrscht, so wie die Südosttangente. Die muss daher ständig saniert werden nach einer gewissen Zeit. So haben auch die Spitäler nicht mehr dieselben Kapazitäten wie zu Beginn der Pandemie, nachdem seit zwei Jahren Dauerbelastung ausgesetzt sind. Das Sommerloch 2021 musste genutzt werden, um etliche Operationen nachzuholen, die wegen der zweiten und dritten Welle verschoben werden mussten. Seitdem hat die Dauerbelastung aus hoher Zahl an Covid-Patienten, hoher Zahl an erkrankten MitarbeiterInnen und ständig nachzuholenden Operationen nicht mehr nachgelassen. Die Zahl der Patienten ist aber nicht gesunken. Seit die Bewegungseinschränkungen gefallen sind, gibt es die alltäglichen Unfälle wieder, und die sonstigen medizinischen Gründe eben auch, weswegen jemand eine Behandlung braucht. Das Personal hat aber stark abgenommen. Viele Ärzte und PflegerInnen haben gekündigt, den Job oder Bereich gewechselt, sind im Burnout oder wegen LongCOVID im Dauerkrankenstand. Im Sommer waren die Kinderambulanzen voll. Geplante OPs oder Untersuchungen mussten verschoben werden. Derzeit gibt es in Wiener Spitälern zahlreiche Gefährdungsanzeigen wegen Personalmangel. Lange Wartezeiten gibt es auch bei den niedergelassenen Ärzten, teils für wichtige Untersuchungen oder beim Spezialisten, etwa Neurologen. Grund dafür ist auch die Longcovid-Welle.

Die Aussichten sind düster – gesamtgesellschaftlich gesehen – auch ohne Krieg, Klima- und Energiekrise. Für das kommende Schuljahr haben erwartungsgemäß weder Bildungsminister Polaschek noch Gesundheitsminister Rauch Vorbereitungen getroffen. Die Vorschläge für sichere Kindergärten und Schulen lagen am Tisch, haben aber niemanden interessiert.

“Ergebnisse legen nahe, dass die Kombination von Testungen und Hygienemaßnahmen den Präsenzunterricht für Grundschulen in Bayern zu weiten Teilen gesichert hat”

Deutsches Ärzteblatt, 26.08.22

Solange Kinder, mit unterirdischer Impfquote übrigens, nicht geschützt werden und sich wiederholt infizieren, wird man auch die “vulnerable” Gruppe nicht schützen können. Darunter zahlreiche Menschen, die mitten im Berufsleben stehen, Kinder haben, Teil der Gesellschaft sind. Auch Erzieher- und Gesundheitspersonal setzt man so schutzlos den nächsten Infektionswellen aus – von Affenpocken, Grippe und anderen Viren reden wir da noch gar nicht.

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Blogpause

Während die Pandemie politisch beendet wurde und alle wieder Normalität vortäuschen, komm ich momentan einfach nicht zum Bloggen. Der längere Krankenstand im Juli/August hat auch Projekte verzögert, die ich jetzt angehen muss. Daher leg ich jetzt mal eine Pause ein.

Die Seiten versuch ich einigermaßen aktuell zu halten mit neuesten Papern, ansonsten fließt meine Energie jetzt mal woanders hin.

Mit Bitte um Verständnis.

Bis bald!

Tag 882: Der vorenthaltene Booster und abgewälzte Verantwortung

One-Way-Masking funktioniert nicht über längere Zeit (z.B. am Arbeitsplatz, in Klassenräumen, bei längeren Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln) und bei schlechter Durchlüftung (CO2-Werte über 800ppm) sowie bei hoher Luftfeuchte (Hochsommer in unklimatisierten Verkehrsmitteln)

Es wird gerne auf andere Länder verwiesen, um zu suggerieren, dass sie auch alle die Maßnahmen fallen gelassen haben, etwas, das Mike Ryan (WHO) als Lemmingsyndrom bezeichnet hat. Ein genauerer Blick zeigt, dass Länder wie Spanien, Niederlande, Portugal, Italien, Montenegro, Griechenland, Deutschland, Nordmazedonien und teilweise Bulgarien weiterhin gänzlich oder bereichsweise eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln haben – sonst beschränkt sich die Maskenpflicht in allen Ländern auf medizinische Einrichtungen. Great-Barrington-Vertreter haben gewonnen: In ganz Europa wurde “focused protection” umgesetzt, die nicht funktioniert, wenn Angehörige und Kinder von “vulnerablen” Gruppen infiziert werden. Focused protection mit Maskenpflicht nur im Gesundheitswesen ist so, wie man barrierefreie Zugänge für gehbehinderte Menschen nur für Apotheken, Praxen und Spitäler baut, nicht aber im Stadion, im Restaurant oder Kino. Ohne Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln ist so, wie wenn ständig der Lift am Bahnsteig kaputt ist, das Personal fehlt, um die Hebebühne am Zug zu bedienen oder nur alte Straßenbahngarnituren fahren statt Niederflurbahnen. Gesellschaftliche Teilhabe wird ausgeschlossen. “Ein paar Schritte wirst halt gehen müssen” alias “Trag halt selbst Maske!”

Nur ist dieses One-Way-Masking längst nicht so effektiv über längere Zeit, wie wenn beide Maske tragen oder die Inzidenz eben dauerhaft so niedrig wäre, dass man ein gewisses Risiko einzugehen bereit ist. Ganz anders eben zur saisonalen Grippe, wo selbst hochvulnerable Personen ganz gut mit der Surveillance der Influenza fahren, und z.B. im Sommer mit kalkulierbaren Risiken auch Indoorveranstaltungen besuchen können. Was passiert, wenn man zu wenig für Inklusion tut? Die benachteiligten Menschen verschwinden aus dem sichtbaren Alltag. So bleiben die Schattenfamilien unsichtbar, die mit Hochrisiko meiden gesellschaftliche Anlässe weitgehend, und wer erstmal LongCOVID hat und die Wohnung nicht mehr verlassen kann, verschwindet ohnehin dauerhaft.

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Tag 879: Suche nach Antworten

Die österreichische Regierung hat alle Käsescheiben entfernt, um SARS-CoV2 effektiv einzudämmen. Handhygiene spielt eine untergeordnete Rolle, Impfstoffe sind ohne Aufklärungskampagnen wenig effektiv, wenn die Grundimmunisierung (drei Impfdosen) nicht mehr auf neue Varianten angepasst wird.

Aufgrund Routinekontrollen hatte ich die letzten Wochen aktiv das Gespräch mit Ärzten gesucht, und kam dabei auch auf die Aufhebung der Absonderungsregeln zu sprechen. Dabei war ich verwundert, dass diese sogar befürwortet wurden. Covid19 müsse eine normale Erkrankung werden, Quarantäne und Massentests seien auf Dauer für den Staat zu teuer. Für mich jedoch ist die Abschaffung jeglicher Schutzmaßnahmen ein unrühmlicher Bestandteil meines Genesungsfortschritts, nämlich die mangelnde Bereitschaft, sich nach einem langen Krankenstand anzustecken und erneut krank zu sein. Weiters habe ich einige Bekannte und Freunde in der “Hochrisikogruppe”, die trotz mehrfacher Impfung nur unzureichend neutralisierende Antikörper aufbauen können, oder nicht geimpft werden können. Wie geht es für sie weiter? Sollen sie sich dauerhaft isolieren fürs restliche Leben? Was ist das für eine Perspektive?

Ich möchte die getätigte Aussagen nachfolgend einem Faktencheck unterziehen – basierend auf dem neuesten Kenntnisstand.

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Tag 874: Ich will den Dreck nicht

Die Gesellschaft verrottet mitten im Saft stehend.

Ich hatte den Beitrag schon fertig, aber was soll der lange Sermon noch?

Ich will mich nicht infizieren. Ich bin dazu weder bereit noch sehe ich ein, am Infektionsroulette teilzunehmen. Über die drohenden Langzeitfolgen weiß ich sehr gut Bescheid. Die Berichte über den Akutverlauf reichen mir schon. Ich würde das nämlich zuhause alleine stemmen müssen, ohne fremde Hilfe. Jetzt bin ich schon seit drei Wochen im Krankenstand wegen Gallenproblemen und nach notwendig gewordener OP. Ich bin überhaupt nicht gewillt, mich in der langen Genesungszeit oder danach zu infizieren und wieder mehrere Wochen flachzulegen. Die Aussichten auf den Herbst sind auch so schon düster genug (Energienotstand). Es ist bereits jetzt frustrierend genug, genau in den beiden Sommermonaten auf so viel verzichten zu müssen, denn wenn ich wieder fit bin, wartet ein langer dunkler Tunnel auf uns und keiner weiß, wie es weitergeht.

Ich habs satt, mich dafür rechtfertigen zu müssen, dass ich Euer krankes Motto “Jeder wird es kriegen” nicht mittrage, dass ich “danach hast es hinter dir” nicht glauben kann, weil es keine dauerhafte Immunität bietet, weil Reinfektionen schlimmer ausfallen können, weil LongCOVID als Damoklesschwert über allem schwebt – und Du weißt leider erst hinterher, ob Du dafür vulnerabel bist.

Wer meint, er müsse sich unbedingt infizieren, weil er so geil auf Krankenstand ist LongCOVID ist, der soll das tun, meinetwegen mehrfach im Jahr, aber hört auf, andere dabei zu gefährden! Beim Nichtraucherschutz hat man sich letzendlich geeinigt, dass Passivrauchen schädlich ist – das trifft auf passiv Virusaerosole einatmen ebenso zu. Es gibt keine private Atemluft, außer man ist im Freien mit viel Abstand!

Ich hab mich zurückgehalten, bis die Impfung verfügbar war. Ich hab beide Impfungen abgewartet, bis ich mehr Risiko einging. Ich hab mich wieder zurückgehalten, um auf die dritte Impfung zu warten. Und ich musste erkennen, dass das verantwortungslose Durchseuchen “dank der Impfung” nurmehr weitere Virusvarianten erzeugt hat, die sich deswegen durchsetzen, weil sie die durch Infektion und Impfung erzeugte Immunantwort immer besser umgehen können. Also hab ich mich wieder zurückgehalten, meine beiden Wanderurlaube im Winter abgesagt und dann vorzeitig die vierte Impfung genommen, weil die Regierung beschlossen hat, auf unsere körperliche (und psychische) Unversehrheit zu scheißen. So tauchte ich die nächste Welle durch und bin jetzt fünf Monate nach der Impfung, stehe wahrscheinlich bei Zero Infektionsschutz da, während die angepasste Impfung in weite Ferne gerückt ist.

Ich bin knapp 39 und trotzdem bereit, noch ein, zwei Jahre zu verzichten, wenn es die Aussicht auf einen effektiveren Impfstoff gibt – denn hat man einmal LongCOVID, wirds schwierig mit der Genesung, wenns die Organe trifft oder Autoimmunerkrankungen auslöst, sowieso, aber auch andere langwierige Symptome brauchen lange, bis sie wieder verschwinden, wenn überhaupt. Ist es das Risiko wert, dauerhaft chronisch krank oder behindert zu sein, um heuer nochmal richtig die Sau rauszulassen?

Nun könnte man sagen, diese Abwägung muss jeder für sich treffen – das Problem ist aber, dass Millionen Menschen andere bei ihrer privaten “Ich scheiß drauf!”-Entscheidung gefährden, darunter auch Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder ausgelösten Spätfolgen. Und damit gefährdet das “Scheiß drauf! Ich will JETZT Spaß haben!” eben auch unbeteiligte Dritte über Infektionsketten, die nun mit freundlicher Unterstützung der Regierung ungebremst wachsen dürfen, weil gschissen kurzsichtiger Populismus wichtiger ist als den Menschen Hoffnung zu bieten.

Ich halte den sozialen Druck aus, leide aber am Mobbing, das von oberster Stelle verordnet wird.

Tag 873: Mobbing durch den Staat

Es war der Wechsel von DELTA zu OMICRON, mit dem die Regierung offenbar beschlossen hat, ihr millionenschweres PR-Budget zur Verharmlosung der Pandemie vollends abzurufen. Seit dem Jahreswechsel 2021/2022 hat die Flut an faktenwidrigen Darstellungen in den österreichischen Medien deutlich zugenommen. Es gab selten eine Richtigstellung, nie einen Faktencheck. Die Bevölkerung wurde mit Jahresbeginn auf Durchseuchung eingestimmt. Die Falschaussagen wurden immer schamloser, weil die Politik wusste, dass sie damit durchkommen. In Österreich gibt es keine Tradition des Investigativjournalismus mit großer Reichweite. Wer mit der Presse packelt, der hat die Meinungs- und Deutungshoheit. Das ist allgemein bekannt – Stichwort Ibiza, Inserate und Kronenzeitung. Österreich kennt keine Rücktrittskultur aus Anstand oder mit Eingeständnis von eigenen Fehlern. Hier wird nur zurückgetreten, um Schaden von der eigenen Partei abzuwenden, nicht aber von der Republik. Im Zusammenhang mit dem Tod der engagierten Ärztin Lisa-Maria Kellermayr, die durch anhaltende Bedrohungen durch Rechtsextreme, Impfgegner und Schwurbler in den mutmaßlichen Suizid getrieben wurde, hab ich an anderer Stelle die mangelnde Fehlerkultur in Österreich angeprangert. In Österreich wird vor allem verdrängt, geschwiegen, verleugnet oder das Thema gewechselt. Am Ende werden die Opfer zu Tätern gemacht “hättest Du Dich nicht so in der Öffentlichkeit exponiert, wäre das nicht passiert”, gleichbedeutend mit “hättest Du weniger Haut gezeigt, wärst Du nicht vergewaltigt worden”, “hättest Du die dunkle Gasse gemieden, wärst Du nicht überfallen worden” und Politiker heucheln Betroffenheit, während sie weiter verhöhnende Interviews geben.

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Tag 871: Unverhohlene Wissenschaftsfeindlichkeit in der Regierung

Ich hab es für unvorstellbar gehalten, dass man die offen zur Schau getragene Faktenleugnung so durchgehen lässt. Wofür gibt es Journalismus? Medien mit Kontrollfunktion? Warum versagen sie auf ganzer Linie? Leitartikel mit der größten Reichweite befeuern die Wissenschaftsleugnung, Widerspruch gibt es nur in Kommentarspalten. Warum erfolgt zu Interviews kein Faktencheck? Warum bereiten sich Journalist:innen nicht akribischer auf Interviews vor? Die Phrasen der Politiker dürften inzwischen doch bekannt sein. Und wenn ein Politiker die ewig selben Länder aufzählt, mit denen er seine wissenschaftswidrige Politik rechtfertigen will – dann muss ich als Journalist schauen, wie es dort aussieht, um zugleich mit einer Nachfrage kontern zu können. Zusammengestutzte Wissenschaftsreduktion ist das eine, aber hey – ich hab auch keine Redaktion, ich benutze aber wie viele JournalistInnen Twitter und kenne Experten und praktische Mediziner in zahlreichen Ländern, die ich jederzeit anschreiben oder ihre Beiträge zu Rate ziehen kann. Daraus ergibt sich dann oft ein ausgewogeneres bzw. in diesem Fall meist gegenteiliges Bild zu den Wortspenden aus der Regierung (und Opposition) und den Pseudoexperten der Regierung.

Den verantwortlichen Politikern ging es nie um Fakten, sondern um Machterhalt über Wahlen und die dazu nötige Message Control, die durch die finanzielle Abhängigkeit und Parteinähe der Medien bestens funktioniert. Derzeit geht es vor allem um Kostensenkung (Überwälzung der Kosten für Krankenstände auf Krankenkassen, Einsparen von Tests und Contact Tracing, Aushebeln des Epidemiegesetzes wegen Haftung) und um die Profilierung bei Themen, wo die grüne Partei mehr gewinnen kann, wie der Energie- und Klimakrise. Dieses Mal sind sie aber zu weit gegangen – prominente Juristen wie der Ex-Sektionsschef im Bundeskanzleramt Manfred Matzka warnen bereits, dass der Gesundheitsminister fahrlässig Menschenleben gefährdet. Ich kann der Regierung mangels juristischer Expertise nichts entgegenhalten, aber was ich weiter tun kann, ist Faktenchecks zu betreiben.

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Tag 870: Die Pandemie geht weiter

Abwärtsspirale durch falsche Pandemiepolitik

2020 war das Jahr des “neuartigen Coronavirus”. 2021 war das Jahr der Varianten. 2022 ist das Jahr der Reinfektionen und 2023 wird das Jahr von LongCOVID sein.

Ich hätte gerne einmal aufgehört mit der ganzen Bloggerei. Es belastet natürlich psychisch, ständig mit Krankheit und der Unfähigkeit der Politik, etwas dagegen zu machen, konfrontiert zu sein. Genauso hätte ich aus Frust vor kurzem alles hingeworfen. Ohnmachtsgefühle – zumal mir derzeit alle Ventile fehlen, die ich sonst habe. Nach meiner Gallenblasen-OP bin ich noch in der Genesungsphase, seit drei Wochen mit angezogener Handbremse beim Essen, noch für einen Monat beim Sport. Außer Spazierengehen darf ich derzeit noch nichts. Alkohol ist natürlich auch tabu, denn innere Wunden müssen genauso heilen. Süßigkeiten nur sehr sparsam. Früher bin ich bei solchen politischen Fehlentscheidungen immer wandern gegangen, hab mich sportlich verausgabt, um den Kopf frei zu kriegen, um Adrenalin abzubauen. Das geht momentan nicht – ich bin gezwungen alles nüchtern mitzuerleben. Nun könnte jemand hergehen und sagen “Du kannst es eh nicht ändern. Warum belastest Du Dich ständig damit?” Da kommt mein Autismus wieder zum Vorschein – ich hasse nichts mehr als Unplanbarkeit und Überraschungen, also genau das, was die Regierung seit zweieinhalb Jahren mit ihrer destruktiven, erratischen Politik produziert. Daher auch neben anderen Gründen meine intensive Recherchearbeit. Ich möchte nicht überrascht werden, ich möchte auch Unplanbarkeit einplanen können. Und ich möchte eines sagen – für alle, die hier mitlesen, auch Kolleginnen und Kollegen: Ich seh es absolut nicht ein, mich nach mehrwöchiger Krankheit noch mit Covid zu infizieren und wieder mehrere Wochen pausieren zu müssen, oder sogar noch länger – wegen einer vermeidbaren Krankheit!

Das zu den Beweggründen, weshalb ich wahrscheinlich nie aufhören werde – außer ich erkranke so schwer an LongCOVID, dass es nicht mehr geht. Natürlich möchte ich auch weder den Rechten noch den Grünen, die sich beim Thema Pandemie einer Meinung sind (Rechtsesoterik, damals vereint in einer Person wie Allerberger), den Gefallen tun, als vernunftbetonte Stimme gegen ihre sozialdarwinistische Politik auszufallen. Flood the zone with shit reicht nicht, mich mundtot zu machen.

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Day 868 – Austria removes mandatory isolation

I’m speechless.

The People’s Party ÖVP and the green Party actually finalized their decision to remove quarantine for positive Covid-19 cases. People who test positive will no longer be required to self-isolate. They will be allowed to leave their house with a FFP2 mask but there won’t be any controls – all in individual responsibility. People without symptoms will be allowed to work but it’s on them to say if they actually have symptoms or not. People with symptoms may take sick leave but research shows that 52,2% of sick workers actually go to work – mainly because protection against dismissal is rather ill-defined in Austria but also achievement-orientated thinking dominates in many companies – the less sick leave, the better your chances to step up on the career ladder.

The only protection for vulnerable groups will be the reintroduction of sick note by phone – i.e., positive workers don’t have to go to the doctor and threaten vulnerable patients – and gardening leave for a very narrow group of vulnerable people – limited in time till October.

Thanks to a leak to a popular newspaper, the order draft has been published a few days before, on 21th July. The green health minister claimed, it wouldn’t be completed and they would work with several options. He also claimed it would be coordinated with the federal provinces. Turns out five days later, the order draft has been the final order. The reasoning for removing mandatory isolation is obviously flawed basing upon false assumptions about the severity of BA.5 and OMICRON subvariants in general. They claim that ….

  • degree of covid19 patients wouldn’t overwhelm health capacities
  • the lack of personal in health facilities could be managed by “mild” measures.
  • the properties of BA.5 would be comparable with BA.2
  • international course would be the removal of quarantine rules
  • the possibility to let asymptomatic workers go to work would mitigate the lack of personal
OMICRON is not mild – deaths with BA.1 and BA.2 lied between ALPHA and DELTA.

An internal specialist recently opposed to the claim the number of (covid-19) patients would we low:

There would be daily negotiations or even conflicts between emergency units which have to forward sick people and stations which are overwhelmed. Many hospitals in the federal provinces are full. The pressure is rising to set up beds in the corridor in covid stations – which could be prevented by taking noncovid beds away.

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Tag 865: Ist Gesundheitsminister Rauch ein Schwurbler?

Der Abend des 21. Juli 2022 markierte einen denkwürdigen Einblick in das wissenschaftliche Verständnis des amtierenden Gesundheitsministers Johannes Rauch. Er behauptete, dass es bei Kindern und Jugendlichen eine Zunahme von 25% bei psychischen Erkrankungen und Suizidalität geben würde und führte diese “verheerenden Kollateralschäden” als Grund dafür an, “warum ich bei Corona-Maßnahmen ans untere Ende gehe, was epidemiologisch noch vertretbar ist.”

Auf Nachfrage, wie er dazu komme, dass die Ursache für diese Zunahme die Maßnahmen sein würden, antwortete Rauch mit einem Link zur Google Scholar-Suche (“Ausschnitt!!”). Ö1-Journalistin Tanja Malle hat sich die Mühe gemacht, die ersten zehn Treffer der Suche anzuschauen: Keine einzige der verlinkten Studien empfahl die Aufgabe der Schutzmaßnahmen, um psychischen Stress zu reduzieren!

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