
Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Es wurde schon alles gesagt. Wir kennen die Grundlagen. Die Mutanten verändern Nuancen bei der Vorbeugung. Ansteckenderes Virus heißt, dass Situationen, in denen keine dicht sitzende Maske getragen wird, schneller zu einer Ansteckung führen, z.B. Singen, Tanzen oder Präsenzunterricht oder auch Gemeinderatssitzungen. Auch Abstandsregelungen verhindern indoor keine Ansteckungen, wie etwa bei Restaurantbesuchen. Das hat bereits der Rotaryclub-Cluster vergangenen Juni in Salzburg gezeigt. Die Rangliste der risikoreichsten Aktivitäten ist seit letztem Sommer bekannt.
“Denn der betroffene Arzt sagt, er sei Montagabend mindestens zehn Meter entfernt zu jenen beiden Personen gewesen, die ebenfalls positiv getestet worden sind.”
Für mich war daher unverständlich, dass Vorarlberg auch in geschlossenen Räumen wieder Gastrobesuch bzw. Veranstaltungen zulässt. Das ist wenige Monate vor der Durchimpfung ein unnötiges Risiko – vor allem für all jene, die mangels adäquater Information nicht in der Lage sind, ihr individuelles Risiko einzuschätzen. Vorarlberg hat zwar mit 60 die niedrigste 7-Tages-Inzidenz in Österreich, aber mit einer deutlich ansteckenderen Mutanten, die durch Reise- und Pendlerverkehr zunehmend eingetragen wird, ist die Gefahr sich indoor ohne Masken anzustecken deutlich größer als beim Wildtyp.
Ich bin schon zu lang am Thema dran, als dass meine Kosten-Risiko-Abschätzung klar gegen jeden Indoor-Besuch ohne Masken spricht. In den letzten Wochen werden die COVID-Patienten in den Spitälern immer jünger, auch Menschen unter 40 ringen auf der Intensivstation um ihr leben. Gleichzeitig erkranken viele so schwer, dass Langzeitfolgen drohen. Verschiedene Studien zeigen weiterhin 10-30% Risiko für LongCOVID. Ist das ein Restaurantbesuch wenige Wochen vor der Impfung wirklich Wert? Und wenn man es schon kaum erwarten kann, ist der Gastgarten oder Schanigarten nicht die bessere Alternative?
Continue reading







You must be logged in to post a comment.